Microsoft Store akzeptiert Bitcoin – mal wieder

Nachdem Microsoft den Bitcoin wegen mangelnder Stabilität vor ein paar Tagen erneut als Zahlungsmittel im hauseigenen Store ausgesetzt hat, wird dieser nun wieder akzeptiert. Das war nach 2015 und 2016 nun schon das dritte Mal, dass man kurzfristig im Microsoft Store nicht mit Bitcoin bezahlen konnte.

Der Softwarekonzern aus Redmond hat eigentlich eine führende Rolle inne, akzeptiert man im Microsoft Store den Bitcoin schon seit dem Jahr 2014. Die letzte Pause im Verlauf dieser Woche wurde nach offiziellen Angaben aufgrund der enormen Kursschwankungen eingelegt. Man habe diese Kryptowährung nun in Zusammenarbeit mit dem Zahlungsanbieter wieder eingeführt, wurde eine aktuelle Presseanfrage erwidert. Microsoft war neben der mangelnden Stabilität des Bitcoin-Kurses auch die hohen Kosten und die lange Dauer der Transfers ein Dorn im Auge. Und obwohl der Marktanteil des Bitcoin im vergangenen Jahr von 87 auf 36 % fiel, verzichten die meisten Anbieter darauf, andere Kryptowährungen als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Im Gegenteil: Immer mehr Unternehmen steigen beim Bezahlen lieber ganz aus diesem Thema aus, wie etwa die Online-Spiele-Plattform Steam, die im Dezember letzten Jahres dem Bitcoin den Hahn abdrehte. Betreiber Valve nannte ebenfalls die hohen Transaktionskosten und die enorme Instabilität des Kurses als Gründe für das Aus. Bleibt zu hoffen, dass Microsoft weiterhin am jetzigen Kurs festhalten wird. Für die deutschen Kunden stehen Kryptowährungen übrigens momentan nicht zur Verfügung, obwohl auf der Support-Seite des Unternehmens nach wie vor erläutert wird, wie man Guthaben zum Microsoft-Konto mittels Bitcoin hinzufügen kann. Noch ist unklar, wie lange dieser Zustand andauern wird.

BTC-ECHO

Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen bei gulli.com als neue Schwerpunkte Netzpolitik und Urheberrecht dazu. Nachdem er bis Oktober 2012 dessen Redaktion leitete, arbeitet er nun bei verschiedenen Online-Magazinen auf freiberuflicher Basis und natürlich für sein eigenes Projekt, Tarnkappe.info. Außerdem bringt Lars Sobiraj an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen, die glücklicherweise ohne die Kontrolle von Zentralbanken funktionieren. Sehr gerne möchte er seinen Teil dazu beitragen, dass Bitcoin & Co. nicht nur für reine Spekulanten von Interesse sind, sondern auch für die Frau und den Mann von nebenan.

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