Verwirrung um Coin Ticker Messenger-App LINE lanciert LINK (LN) Blockchain

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Eine Hand hält ein Smartphone, auf der die LINE App geöffnet ist.

Quelle: Shutterstock

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Verwirrung um Token Launch. Die populäre japanische Messenger App LINE lanciert mit LINK (LN) einen Blockchain Token, der zufällig genauso heißt, wie ein Top-6-Coin.

Bei über 5.000 Listings auf Coinmarketcap, dem größten Kurs-Aggregator im Krypto-Sektor, scheint es mit der Namensfindung bald eng zu werden. Anders ist es kaum zu erklären, wieso der Japan-Coin LINK (LN) fast genauso heißt wie Chain Link (LINK). Ein Schelm, wer behauptet die Ähnlichkeit mit der Top-6-Kryptowährung sei alles andere als Zufall.

Trotzdem schafft die japanische LINE Corporation Tatsachen und lanciert mit LN seine native Kryptowährung. Eine eigene Blockchain liefert der Messenger-Dienst gleich mit. Wie aus der entsprechenden Pressemitteilung hervor geht, bietet LINE LN Token zunächst auf der Bitcoin-Börse Bitmax an. Auch hierbei handelt es sich nicht um das bekannte „Original“ BitMEX sondern eben um Bitmax, eine eher nischige Börse aus dem Land der aufgehenden Sonne, die ihre Genese eigenen Angaben zufolge im September 2019 vollzog.

Nutzer von LINE können nun aber direkt über die App auf Bitmax zugreifen und neben LN auch Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP), Bitcoin Cash (BCH) und Litecoin (LTC) traden. Interessant für die LINE Community dürfte indes allen voran der Handel mit LINK sein. Schließlich preist das Unternehmen den Coin als „proprietäres Krypto-Asset“ an. Welcher Nutzen sich konkret für die Nutzer daraus ergibt, bleibt allerdings unklar – von etwaigen Spekulationsgewinnen auf dem Sekundärmarkt einmal abgesehen.


Einzig ein Schaubild soll die Gemengelage verdeutlichen.

LINE-Ökosystem. Quelle der Abbildung: https://linecorp.com/en/pr/news/en/2020/3341

Die abgebildete Trinität aus Services, Users und LINE Blockchain verdeutlicht, dass LN vor allem vermeiden möchte, in die unrühmliche Rolle eines Security Tokens zu geraten. Denn dies würde in Japan die Einhaltung von Finanzregularien fordern. Der Launch eines sogenannten Utility Token scheint da unverfänglicher.

Im Bitcoin-Sektor ist immer noch Vorsicht geboten

Trotzdem bleibt die Frage, welchen Zweck der Messaging-Dienst mit der LINK Chain eigentlich verfolgt. Seit dem Hype um ICOs 2017 ist der Sektor deutlich selektiver in seiner Auswahl vielversprechender Projekte geworden so gut wie kein Utility-Token-Projekt hat es zu einer nennenswerten Marktkapitalisierung, geschweige denn zur Einhaltung seiner Versprechen gebracht.

Doch der nahende Bull Run scheint immer noch großen Einfluss auf Trittbrettfahrer zu haben, die auf das schnelle Geld in Bitcoin-Land spekulieren.

Wer mehr über den (regulatorischen) Unterschied zwischen Utility und Security Token erfahren möchte, der ist in der BTC-ACADEMY genau richtig.


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