Litecoins Halving steht am Horizont – Was heißt das für den Litecoin-Kurs?

Quelle: Shutterstock

Litecoins Halving steht am Horizont – Was heißt das für den Litecoin-Kurs?

In etwas mehr als einem Vierteljahr steht das Halving bei Litecoin an. Der Mining Reward wird in 128 Tagen von 25 LTC auf 12,5 LTC gekürzt. Dieses bei Bitcoin und Litecoin alle vier Jahre einkehrende Ereignis soll den Litecoin-Kurs beflügeln. Was Anleger aus der Vergangenheit lernen können. 

 

Eine der grundlegenden Eigenschaften von Bitcoin ist die begrenzte Menge an Coins. Der sogenannte Supply ist nicht nur aktuell auf ungefähr 17,6 Millionen limitiert: Die an die Miner ausgeschütteten Rewards werden ungefähr alle vier Jahre halbiert. Das führt dazu, dass schon jetzt der maximale Supply auf ungefähr 21 Millionen Bitcoin festgesetzt ist. Litecoin ist als kleiner Bruder von Bitcoin dieser Kryptowährung sehr ähnlich: Hier wie da ist der Supply begrenzt, sowohl aktuell als auch langfristig. Der Unterschied ist lediglich, dass sowohl aktueller als auch maximaler Supply größer sind. Die aktuelle Anzahl an Litecoins beträgt 61 Millionen und langfristig ist diese Anzahl auf 84 Millionen Litecoin beschränkt. Dass sowohl der aktuelle als auch der maximale Supply sich ungefähr um einen Faktor vier unterscheiden, ist kein Zufall, ist doch die Blockzeit von Litecoin nur ein Viertel der von Bitcoin.

Kommt es vor Halvings zu Kursrallyes?

2016 gab es verschiedene optimistische Stimmen, die in einem Halving ein bullishes Signal sahen. Geht man von einer steigenden Bitcoin-Adaption aus, würde die Verknappung des Angebots zu einem Preisanstieg führen. Tatsächlich konnte man dieses Pattern schon zweimal bei Bitcoin beobachten:

Es scheint, als würde man es mit Zyklen zu tun haben: Es gab 2011, 2014 und 2017 Blasenbildungen, an die sich längere Bärenmärkte anschlossen. Einige Zeit vor dem Halving wurde 2012 und 2015 der Abwärtstrend durchbrochen. Ein erstes Zeichen des aufkommenden Frühlings im Krypto-Winter. Bis zum Halving konnte der Bitcoin-Kurs jeweils etwas verlorenes Gebiet wieder gutmachen: Knapp verdreifachen konnte sich der Kurs zwischen 2012 und 2013 sowie zwischen 2015 und 2016. Es kann übrigens sein, dass der Bitcoin-Kurs aktuell wieder den Abwärtstrend durchbricht. Jedenfalls wird diese Resistance getestet. Sollte dem so sein, können Anleger sich, sollte es wieder zu einer Verdreifachung kommen, über einen Bitcoin-Kurs von 12.000 US-Dollar bis zum 23. Mai 2020, dem prognostizierten nächsten Halving-Datum, freuen. Um weiteres Hopium zu verteilen: Das Halving war jeweils erst der Anfang. Danach kam es zum richtigen Bullenmarkt. Zwischen 2013 und 2014 gab es einen Anstieg des Bitcoin-Kurses um fast 10.000 Prozent, zwischen 2016 und 2018 von immerhin 2.700 Prozent. Wohin wohl der nächste Bull Run den Kurs treibt? Nimmt man, im Vergleich zu vorherigen Bullenmärkten geradezu konservativ, eine Steigerung von „nur“ 1.000 Prozent an, könnten Anleger sich auf Bitcoin-Kurse um die 50.000 US-Dollar freuen. Aber, wie gesagt, dabei handelt es sich um Hopium, um sicherlich übersteigerte Hoffnungen.

Litecoin: Abwärtstrend schon durchbrochen

Außerdem dreht sich dieser Artikel weniger um Bitcoin. Auf den großen Bruder Litecoins schauten wir vor allem, um aus der Vergangenheit lernen zu können. Auch wenn Litecoin bisher auf nur ein Halving zurückblicken kann, lassen sich die oben beschriebenen Erkenntnisse übertragen. Auch hier durchbrach der Litecoin-Kurs einige Zeit vor dem Halving den Abwärtstrend: Der Kursanstieg bis zum Halving betrug lediglich 80 Prozent. Nimmt man alle Extremwerte mit, kommt man auf knapp 300 Prozent. Wie im Fall von Bitcoin sind die Gewinne zwischen Durchbrechen des Abwärtstrends und Halving eher gering. Im Kontrast zu Bitcoin bewegte sich Litecoin lange Zeit nach dem Halving seitwärts. Obwohl jenes noch 2015 stattfand, konnte der Litecoin-Kurs erst 2017 signifikant steigen. Dafür konnte der Litecoin-Kuts insgesamt um fast 13.000 Prozent steigen. Gut Ding will also Weile haben. Was bei Litecoin sehr spannend ist: Der Abwärtstrend ist inzwischen durchbrochen. Der Litecoin-Kurs konnte sich nun mehrere Wochen gegen den seit Anfang 2018 anhaltenden Abwärtstrend behaupten. Nehmen wir die beobachteten Prä-Halving-Entwicklungen zur Basis, ist bis zum 6. August 2019 mit Kursen zwischen 85 US-Dollar und 193 US-Dollar zu rechnen. Weitere Anstiege nach dem Halving sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Litecoins Zukunft sieht also rosig aus.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Krypto- und traditionelle Märkte: Bitcoin – trotz schwacher Performance attraktiv?
Krypto- und traditionelle Märkte: Bitcoin – trotz schwacher Performance attraktiv?
Märkte

Der Bitcoin-Kurs weist aktuell eine sehr geringe Korrelation zu den Vergleichsmärkten auf. Die Volatilität vom Bitcoin-Kurs liegt auch weiterhin bei 3 Prozent. Leider ist die Performance auch in dieser Woche noch vom Kurssturz von Ende September geprägt.

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Kursanalyse

Bisher konnte sich der gleitende Mittelwert der letzten hundert Tage als stabiler Support beweisen. Jedoch kann die kurzfristige Entwicklung des Bitcoin-Kurses als Bärenflagge gedeutet werden. Jenseits von Bitcoin gab es, trotz eines eher sorgenvollen Berichts der G7-Staaten, positive Neuigkeiten um Stable Coins. 

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Die Top Bitcoin-, IOTA und Ripple-News der Woche
Die Top Bitcoin-, IOTA und Ripple-News der Woche
Kolumne

Bitcoin steuert auf die 18 Millionengrenze zu, IOTA rühmt sich mit vielversprechenden Anwendungsfällen und wir haben das Ripple-Ökosystem im Blick. Das interessierte unsere Leser in der vergangenen Woche am meisten.

Wie ticken zentralisierte Krypto-Börsen?
Wie ticken zentralisierte Krypto-Börsen?
Wissen

Einer der größten Stolpersteine bei der Analyse von Krypto-Assets sind zentralisierte Börsen. Während on-chain ein Großteil des Verhaltens verschiedener Akteure verfolgt werden kann, arbeiten Börsen wie Bitfinex, Bithub oder Kraken immer noch weitgehend off-chain. Nur ein Bruchteil ihres Verhaltens kann direkt auf verschiedenen Blockchains beobachtet werden. Für Investoren und andere Akteure auf dem Markt könnten jedoch Blicke hinter diese Barriere viele Vorteile bringen: Anleger könnten eindeutig große Transaktionen zwischen verschiedenen Börsen verfolgen. Derartige Transaktionen stehen häufig im Verdacht, einen nachhaltigen Einfluss auf die Kurse zu nehmen, sodass ein schnelles Wissen über derartige Ereignisse hilfreich wäre. 

Krypto- und traditionelle Märkte: Bitcoin – trotz schwacher Performance attraktiv?
Krypto- und traditionelle Märkte: Bitcoin – trotz schwacher Performance attraktiv?
Märkte

Der Bitcoin-Kurs weist aktuell eine sehr geringe Korrelation zu den Vergleichsmärkten auf. Die Volatilität vom Bitcoin-Kurs liegt auch weiterhin bei 3 Prozent. Leider ist die Performance auch in dieser Woche noch vom Kurssturz von Ende September geprägt.

Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Sicherheit

Krytpo-Scammer schlugen erneut im Darknet zu. Um ahnungslosen Kunden von Darknet-Märkten die Bitcoin aus der Tasche zu ziehen, kam dieses Mal eine infizierte Variante des Tor Browsers zum Einsatz.

Angesagt

IOTA im Fokus: Mikrotransaktionen und das Tangle
Altcoins

IOTA könnte sich als entscheidende Technologie im Internet of Things etablieren. Dabei sticht vor allem die Möglichkeit kleinster Transaktionen in Echtzeit heraus. Die Killerapp treibt die Autonomisierung von Maschinen voran.

Broadway: Der Auftritt der Blockchain
Blockchain

In Zukunft könnte der Verkauf der Broadway Tickets über eine Blockchain-Lösung laufen. So hat es zumindest der größte Ticketverkäufer des Broadways, die Shubert Organization, geplant. Die Blockchain-Lösung für das Projekt stellt das Bostoner Start-up True Tickets zur Verfügung.

Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Blockchain

Das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods ist als jüngstes Mitglied der Lebensmittel-Plattform Food Trust von IBM beigetreten. Mithilfe der Blockchain-Lösung wollen die Fischer die Lieferketten atlantischer Jakobsmuscheln absichern. Die Marketing-Aktion soll für Transparenz, Lebensmittelsicherheit, nachhaltigen Fang und damit nicht zuletzt Kundenvertrauen sorgen.

Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Szene

Der Moskauer iPhone-Besitzer, der den Apple-Konzern für seine eigene Homosexualtiät verantwortlich machte, hat seine Beschwerde zurückgezogen. Laut seiner Anwältin scheue er das große öffentliche Interesse an seinem Fall.