Lightning für Jedermann: Wie das Start-up Bitrefill Bitcoin zu mehr Nutzbarkeit verhelfen will

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Shutterstock

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Das Start-up Bitrefill tüftelt an der Weiterentwicklung des Lightning-Netzwerks. Gegenüber CoinDesk enthüllt das schwedische Unternehmen jüngste Fortschritte in Sachen Nutzbarkeit von Lightning. 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 11. Juli 2019 09:07 Uhr von Andre Winterberg

Bitcoin muss skalieren. Denn mit Blockzeiten von zehn Minuten wird die Kryptowährung niemals in der Lage sein, sich zu einem globalen Zahlungsmittel zu mausern. Um die Eignung von Bitcoin als Zahlungsmittel zu verbessern, führt die Krypto-Gemeinde in der Regel zwei Ansätze ins Feld: First- und Second-Layer-Lösungen. Ein Beispiel für ein vielversprechendes Projekt, dass Bitcoin auf der zweiten Ebene skalieren kann, ist Lightning.

Vorteilhaft an Lightning ist (unter anderem) die quelloffene Entwicklung. So können verschiedenste Unternehmen gleichzeitig an der Weiterentwicklung des Second-Layer-Netzwerks arbeiten.

Lightning leicht gemacht

Ein Beispiel für ein Start-up, das sich der Arbeit an Lightning verschrieben hat, ist das Stockholmer Start-up Bitrefill. Dabei fokussiert sich das Unternehmen explizit auf eine verbesserte Nutzbarkeit von Lightning für den täglichen Gebrauch. Denn nach wie vor krankt die Verbreitung des Zahlungsnetzwerks an den technischen Hürden, die mögliche Nutzer von Lightning nehmen müssen, bevor sie einen Channel installieren können. Genau das möchte Bitrefill ändern und hat daher das Lightning-Projekt Thor ins Leben gerufen.

„Thor erlaubt es den Leuten, sich mit dem Lightning-Netzwerk zu verbinden, egal ob sie Bitcoin haben oder nicht. Alles, was sie tun müssen, ist, eine der unterstützten Wallet-Apps herunterzuladen, sie zu installieren, und dann kann man schon einen Channel bei Bitrefill kaufen,“

erläutert John Carvalho von Bitrefill gegenüber CoinDesk.

Typischerweise müssen Lightning-Nutzer eine beliebig hohe Summe BTC im Channel deponieren; die Kapazität des Kanals kann die hinterlegte Summe sodann nicht überschreiten. Dafür sind aber in der Regel fortgeschrittene technische Kenntnisse des Systems notwendig, die nur wenige Bitcoin-Enthusiasten mitbringen. Der Thor-Service zielt indes laut Website darauf ab, eben diese Hürde abzubauen und bietet Lightning Channels für Jedermann an. Gegen BTC, ETH, LTC, DOGE und DASH können Bitcoin-Nutzer einen Lightning Channel auf der Thor-Node eröffnen, welcher laut eigenen Angaben bis zu dreißig Tage offen bleiben kann. Dazu Carvalho:

„Die Idee hier ist, jedem zu erlauben, in das Lightning-Netzwerk einzusteigen und eine Hot Wallet zu betreiben.“

Eine Anleitung, wie das funktioniert, findet ihr hier.

Lightning to the Moon

Der Vorstoß des schwedischen Start-ups ist als weiterer Hinweise für eine fortschreitende Popularität des Zahlungsnetzwerks zu werten. Wie BTC-ECHO berichtete, gilt der Ausbau von Lightning als eine der großen Chancen für Bitcoin in 2019 – denn die Kapazität steigt konstant an. Erst im Dezember 2018 überschritt das Netzwerk die historische Marke von 500 BTC.

Natürlich wäre es an dieser Stelle verfrüht, von einem Durchbruch für Lightning zu sprechen. Es wird noch einige Zeit ins land ziehen bis die Technologie wirklich anwenderfreundlich ausgestaltet ist.

Für das kleine Lightning-1-mal-1 klicke der geneigte Podcast-Hörer hier.

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