Liechtensteiner Start-up veranstaltet Security Token Offering (STO)

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Es ist soweit: In Liechtenstein läuft derzeit ein Security Token Offering (STO). STOs gelten als „seriösere“ Alternative zu Initial Coin Offerings, die aufgrund vieler schwarzer Schafe in Verruf geraten sind. Das STO wird von dem Liechtensteiner Start-up edeXa abgehalten, das Blockchain-Dienstleistungen für Unternehmen anbietet. Das Soft Cap von 500.000 Euro ist bereits überschritten.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 10. Juli 2019 05:07 Uhr von Andre Winterberg

In Liechtenstein findet momentan ein Verkauf von Security Token (STO) statt. Veranstaltet wird das Ganze von dem Liechtensteiner Start-up edeXa. edeXa bietet „Blockchain-as-a-Service“. Konkret zielt edeXa darauf ab, Unternehmen bei der Umstellung ihrer Supply Chains auf die Blockchain-Technologie zu unterstützen.

Das STO befindet sich derzeit in Phase 1 des Pre-Sales. Zum Angebot stehen eine Million Token zu einem Kurs von 0,28 Euro. In der zweiten Phase des Pre-Sale werden 1,5 Millionen Token zu einem Kurs von 0,32 Euro angeboten. Der Token-Vorverkauf endet am 24. Januar um 24 Uhr. Im darauffolgenden Hauptverkauf bietet edeXa dem Investorenvolk weitere zwölf Millionen Token zu einem Kurs von 0,36 Euro an.


Insgesamt werden damit Token mit einem Gegenwert von fünf Millionen Euro angeboten. Auf diese Weise vermeidet es edeXa, dass der Token Sale unter das Wertpapier-Prospektgesetz des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) fällt. Hier klingt bereits an, dass aus rechtlichen Gründen nur Bürger von EWR-Staaten an dem STO teilnehmen dürfen. Das bedeutet, das unter anderem Schweizer Investoren von dem STO ausgeschlossen sind.

Keine Stimmrechte, aber Gewinnbeteiligung

Sollte die Nachfrage unter den Erwartungen der Firma bleiben, werden nicht verkaufte Token „verbrannt“. Bislang sieht es jedoch gut aus. Der Soft Cap von 500.000 Euro wurde bereits erreicht. Die Mindestinvestition beträgt 200 Euro. Einlagen können in Euro, Bitcoin oder Ether entrichtet werden. Die erstandenen Token werden auf einer von edeXa bereitgestellten ERC20-kompatiblen Wallet verwahrt. EdeXa verkauft das als einen Pluspunkt. So heißt es in den FAQ unter dem Punkt „Wieso erstellt ihr ein eigenes Wallet?“:


„Die Kryptobewegung ist noch vergleichsweise jung und wenig ausgereift. Die meisten Wallets sind nicht besonders nutzerfreundlich. Wer einmal das Passwort vergessen hat, bekommt keinen Zugriff mehr auf seine Token und steht vor einem Totalverlust. Das wollen wir vermeiden. Daher erstellen und verwalten wir das Wallet zunächst. Auf Wunsch können die Token nach dem ICO in ein eigenes Wallet überführt werden.“

Krypto-Hardlinern ist der Umstand, seine Token fremdverwaltet zu sehen, sicherlich ein Dorn im Auge. Allerdings soll das STO schließlich auch Otto-Normal-Investoren ansprechen. Zumal Sekundärmarkte für Security Token (sprich: STO-Börsen) noch im Entstehen begriffen sind.

Investoren müssen sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei den Token um eine Art stimmrechtslose Aktie nach Liechtensteiner Recht handelt. Die Stimmrechte liegen zu 100 Prozent bei der Muttergesellschaft io-market. Dafür bietet der Token eine Gewinnbeteiligung. Das gilt laut einer Pressemitteilung sowohl für Dividenden-Zahlungen und Kurssteigerungen als auch für den Fall eines erfolgreichen Verkaufs des Unternehmens.

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