Shopify tritt Libra bei Libra-Netzwerk bekommt prominenten Zuwachs

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Die Libra Association durchlebt ein Wechselbad der Gefühle. Der Widerstand, der dem Libra-Projekt aufseiten der Regulierungsbehörden entgegentritt, reißt nicht ab. Zumindest kurzzeitig dürfte da die Bekanntgabe von Shopify als neuestes Mitglied der Association die Sorgen um Libra vergessen machen.

Nachdem die Libra Association in jüngster Zeit einige Rückschläge verkraften musste, kann sich das Netzwerk nun über prominenten Zuwachs freuen. Das börsennotierte Unternehmen Shopify hat den Eintritt in die Association bekannt gegeben und könnte dem Projekt neuen Aufschwung verleihen.

Shopify ergänzt Libra Association

Der Pressemitteilung zufolge will Shopfiy mit dem Eintritt in das Libra-Netzwerk Teil einer globalen Finanzinfrastruktur werden, die den grenzübergreifenden Zahlungsverkehr ausbaut. Als Mitglied der Libra Association setzt sich das kanadische Unternehmen künftig für den „Aufbau eines Zahlungsnetzwerks ein, das den Zugang zu Geld erleichtert und Händler und Verbraucher überall unterstützt“. Entsprechend hochgesteckt sind die mit dem Libra-Projekt verbundenen Ziele:

Unsere Mission ist es, den Handel für alle besser zu machen, und um das zu erreichen, verbringen wir viel Zeit damit, darüber nachzudenken, wie wir den Handel in den Teilen der Welt verbessern können, in denen Geld und Bankwesen besser sein könnten. Deshalb haben wir beschlossen, Mitglied der Libra Association zu werden.

Mit der Shopify-Software können vor allem kleine und mittelständische Unternehmen eigenständig und ohne vertiefte IT-Kenntnisse Webshops aufbauen und verwalten. Laut Unternehmensangaben nutzen bereits über eine Million Anbieter und Händler diese E-Commerce-Lösung. Als Teil des Libra-Projekts will sich Shopify folglich insbesondere „für transparente Gebühren und einfachen Zugang zu Kapital einsetzen“.

Eine neue Hoffnung?

Nachdem Visa, MasterCard, eBay und jüngst Vodafone die Association bereits verlassen haben, schließt der Eintritt von Shopify zumindest eine kleine Lücke in den Reihen des Konsortiums. Ob die Bekanntgabe Shopifys jedoch dem Libra-Projekt neuen Aufwind verleiht, bleibt abzuwarten. Derzeit ist schwer abzuschätzen, in welche Richtung sich Libra entwickelt.

Ursprünglich noch als Global Coin konzipierte Kryptowährung hat die Association aufgrund des Drucks internationaler Regulierungsbehörden bereits zurückgerudert und plant derzeit offenbar die Einführung mehrerer Stable Coins. Das regulatorische Vakuum, das Libra aufgedeckt hat, ließ sich bislang nicht mit entsprechenden Gesetzen und Richtlinien füllen.

Erst kürzlich hat EU-Kommissar Dombrovskis die Informationsauskunft der Association bemängelt und wiederholte seine Forderung nach regulatorischer Klarheit. Somit scheint ein baldiger Start des Facebook Coins, der zunächst für Anfang dieses Jahres angesetzt war, aktuell in unbestimmte Ferne gerückt.

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