Istanbul Hard Fork bei Ethereum: Merhaba, Zcash!

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Ethereum nähert sich seinem achten Update. „Istanbul“ macht das zweitgrößte Blockchain-Ökosystem vor allem kosteneffizienter. Ethereum-Fans, denen Privatsphäre ein besonderes Anliegen ist, dürften sich indes über eine verbesserte Interoperabilität mit Zcash freuen.

Die auf den Namen „Istanbul“ getaufte Hard Fork erfolgt bei Blockhöhe 9.069.000. Diese wird voraussichtlich am 7. Dezember erreicht. Ursprünglich sollte Istanbul nicht nur früher kommen, sondern auch um einige Verbesserungsvorschläge reicher sein. Namentlich die im Frühjahr 2019 erwogene Umstellung des Netzwerks auf den ASIC-resistenten Proof-of-Work-Algorithmus ProgPow hat es nicht in das Update geschafft. Die sechs Ethereum-Verbesserungsvorschläge [Ethereum Improvement Proposal, EIP], auf die sich die Entwicklergemeinde für Istanbul verständigen konnte, betreffen dabei vor allem Kostenanpassungen für einzelne Operationen mit der Ethereum Virtual Machine (EVM).

Istanbul senkt Gas-Kosten in Ethereum

So soll es mit EIP 1108 etwa günstiger werden, Daten mithilfe der Elliptischen-Kurven-Kryptographie zu kompilieren. Das soll vor allem der Entwicklung von Instrumenten mit Fokus auf Privatsphäre und Skalierbarkeit (zum Beispiel zk-SNARKs) zugutekommen. EIP-1844 sieht indes Kostenanpassungen für bestimmte Rechenoperationen (opcodes) in Smart Contracts vor, die aufgrund des rapiden Wachstums von Ethereum notwendig geworden seien. Darüber hinaus soll die Abfrage von On-Chain-Daten mit der Istanbul Hard Fork deutlich günstiger werden. EIP-2028 sieht eine Senkung der Gas-Kosten von 68 Gas pro Byte auf 16 Gas pro Byte vor. Auf diese Weise passen künftig mehr Daten in einen Block – was de facto eine Vergrößerung der Bandbreite in Ethereum bedeutet. Auch bei EIP-2200 geht es um eine Optimierung der Gas-Kosten. Konkret soll die Berechnung der Gas-Kosten für den Speicherbefehl SSTORE angepasst werden.

EIP-152 bringt Ethereum und Zcash näher zusammen

EIP-152 soll schließlich die Interoperabilität zwischen der Ethereum Virtual Machine (EVM) und Blockchains, die auf den Proof-of-Work-Algorithmus Equihash setzen (Beispiel: Zcash), verbessern. Dadurch ermöglicht EIP-152 die Implementierung von BLAKE2b, einer 64-Bit-Variante des Hashing-Algorithmus BLAKE2, welcher unter anderem bei der Verifizierung von Transaktionen des Privacy Coins Zcash Verwendung findet. Die Interoperabilität mit Zcash könnte Ethereum damit um einige Funktionen zum Schutz der Privatsphäre der Netzwerkteilnehmer bereichern. Der flottere Blake2b-Algorithmus erlaubt es der EVM, Zcash-Transaktionen deutlich kosteneffizienter zu verifizieren.

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Auch jenseits der Gas-Kosten bringt Istanbul Neuerungen für Ethereum. So sieht EIP-1344 einheitliche Regeln zur Bestimmung der ChainID vor. Mithilfe der ChainID werden Ethereum-basierte Blockchains voneinander unterschieden. ChainIDs wurden nach der Fork von Ethereum Classic im Rahmen des EIP-155 eingeführt. Dies war notwendig, weil beide Netzwerke – Ethereum (eth) und Ethereum Classic (etc) – über die gleiche Netzwerk-ID verfügen. Dadurch bestand beispielsweise die Gefahr, dass böswillige Akteure Transaktionen von einer Blockchain übernehmen und auf einer anderen wiederholen (Replay Attack). Bislang erfolgte die Festlegung der ChainID manuell durch die Entwickler neuer Ethereum-basierter Netzwerke.

Betreiber von Netzwerkknoten sind derweil dazu angehalten, ihre Client-Software rechtzeitig zu aktualisieren. Neun Tage vor der Hard Fork ist erst knapp jeder dritte Client bereit für Istanbul.

Ethereum 2.0: Phase 0 soll 2020 beginnen

Ethereum soll langfristig auf die Konsensfindung via Proof of Stake (PoS) umsatteln. Nach der ursprünglichen Planung sollte mit der Beacon Chain bereits Ende dieses Jahres eine PoS-Chain eingeführt werden, die parallel zur PoW-Chain läuft. Ihre Einführung markiert den Beginn von Phase 0 des Unterfangens Ethereum 2.0 – Codename: Serenity.

Einen fixen Starttermin für Serenity Phase 0 gibt es derweil noch nicht. Im Juni dieses Jahres war vonseiten der Entwicklergemeinde noch vom 3. Januar 2020 die Rede. Angesichts der Verzögerungen bei Istanbul und der noch immer ungeklärten ProgPow-Frage scheint dieser Termin jedoch unwahrscheinlich.

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