Corona-Markt-Update Geschäfte schließen – Bitcoin-Kurs (BTC) legt zu

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 6 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Geschäfte schließen – Bitcoin-Kurs (BTC) legt zu

Quelle: Shutterstock

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Die Corona-Krise erfordert immer drastischere Maßnahmen der Bundesregierung. Nachdem Kultureinrichtungen und der Bildungsbetrieb bereits eingestellt wurden, kommt nun auch der Einzelhandel zum Erliegen. Die Märkte erholen sich derweil leicht von den Verlusten der letzten Tage und auch der Bitcoin-Kurs konnte wieder zulegen.

Die Welt im Krisenmodus. Alles zu den aktuellen Entwicklungen rund um Corona und das Bitcoin-Ökosystem.

Die jüngsten Entwicklungen der Corona-Krise

Die Bundesregierung veranlasst wegen der Corona-Krise immer drastischere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Bars und Clubs mussten bereits schließen, seit dem 16. März wurde zudem der Betrieb in Schulen und Kitas eingestellt. Ab heute, dem 17. März, ist auch der Einzelhandel betroffen.

Geschäfte schließen, wichtige Versorgungsstellen bleiben geöffnet


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Auf Beschluss der Bundesregierung bleiben die meisten Geschäfte in Deutschland ab sofort geschlossen. Die Maßnahme soll eine weitere Verbreitung des Coronavirus ausbremsen. Wichtige Versorgungsstellen wie Lebensmittelläden und Apotheken bleiben aber bis auf Weiteres geöffnet, um die Grundsicherung der Bevölkerung sicherzustellen. Zudem bleiben auch der Großhandel und Banken sowie Drogerien und Poststellen geöffnet. Die wirtschaftlichen Konsequenzen für den Einzelhandel sind verheerend. Dahingehend hat die Bundesregierung bereits ein Gesetz zur Kurzarbeit erlassen, das rückwirkend zum 01. März gilt. Dennoch stellt die Maßnahme für viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine existenzielle Bedrohung dar.

Mögliches Einreiseverbot in die EU 

Immer mehr Länder schotten sich innerhalb der EU ab und schließen ihre Grenzen. Nachdem Polen, Tschechien und Dänemark bereits verschärft an den Grenzen kontrollieren, riegelt sich auch Deutschland seit gestern ab. Es gilt ein striktes Ein- und Ausreiseverbot für Bürger. Die EU-Kommission hat zudem ein generelles Einreiseverbot für 30 Tage in die EU vorgeschlagen. Der Stopp könnte heute von den Regierungschefs beschlossen werden und würde den Flugverkehr über europäischem Boden lahmlegen. Der Warenverkehr soll aber mit allen Mitteln aufrechterhalten werden.

Frankreich verhängt Ausgangssperre

Neben Italien und Spanien gilt ab heute Mittag auch in Frankreich eine generelle Ausgangssperre. Nur in dringenden Fällen ist der Bevölkerung erlaubt, das Haus zu verlassen. Die Sperre ist zunächst auf zwei Wochen angesetzt und wird bei Nicht-Einhaltung mit Geldbußen bestraft. In 14 Tagen – so auch die Inkubationszeit des Virus – lässt sich bewerten, ob die Maßnahmen gewirkt haben. Bislang hat die deutsche Bundesregierung von einer derartigen Maßnahme zwar abgesehen. Als letztes Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie scheint ein Ausgangsverbot aber auch hierzulande nicht mehr undenkbar.

Auswirkung auf die traditionellen Märkte

Die Corona-Panik hat den Märkten weiterhin stark zugesetzt und am 16. März zu massiven Kursverlusten an den Börsen geführt. So hat die überraschende Leitzinssenkung der Fed um 100 Basispunkte auf nahezu Null kaum Wirkung gezeigt und ist an der Börsen allenfalls verpufft. Der DAX rutschte am Montag deutlich unter die Marke von 9.000 Punkten. Bei Öffnung der Börsen am heutigen Dienstag konnte der deutsche Leitindex aber mit 250 Punkten um 2,8 Prozent zulegen und kratzt wieder an der Schwelle von 9.000 Punkten.

An den US-Börsen haben die Kursverluste am Montag sogar zu einem kurzzeitigen Handelsstopp geführt. Der Dow-Jones-Index fiel um 2.999 Punkte und auch der S&P 500 rutschte um zwölf Prozent ab. Die Angst vor einer globalen Rezession hat die Märkte nach wie vor fest im Griff. Dennoch haben sich auch die US-Börsen nach den schweren Verlusten der letzten Tage leicht erholen können. So konnte der Dow-Jones-Index mit einem Plus von 924 Punkten und einem Gewinn von 4,5 Prozent in den neuen Handelstag starten.

Bitcoin & Co. erholen sich leicht

Die Corona-Panik hat den gesamten Krypto-Markt in die Tiefe gerissen und zu gewaltigen Abverkäufen geführt. Zurzeit hat sich die Lage zwar etwas beruhigen können. So hat Bitcoin in den letzten 24 Stunden 4,7 Prozent an Stärke gewonnen und notiert aktuell bei 5,277 US-Dollar. Auch die Altcoins können sich nach den Marktturbulenzen der vergangenen Tage stabilisieren. Von einer langfristigen Beruhigung kann jedoch nicht die Rede sein. Zu ungewiss ist die weitere Entwicklung der Pandemie und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Bitcoin-Kurs: Die technische Analyse

Die technische Analyse zum Bitcoin-Kurs von Chief Analyst Dr. Philipp Giese.

Das Bild, das wir heute sehen, erinnert stark an das gestrige Bild. Der Bitcoin-Kurs bewegt sich in einem aufwärts zeigenden Triangle-Pattern, wie man am rechten Stundenchart sieht. Schaut man auf die Indikatoren im Tageschart, scheint sich die Lage etwas zu entspannen: Der Aroon-Down-Indikator sinkt etwas, während der RSI etwas gestiegen ist. 

Tageschart auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf der Börse Bitstamp erstellt.

Wir kommen deshalb insgesamt auf eine neutrale Einschätzung. Die Handelsempfehlungen sind dieselben wie gestern:

  • Short-Position: Entry bei Fall unter 4.776,15 US-Dollar, Target bei 3.850 US-Dollar, Stop Loss bei 5.461,96 US-Dollar.
  • Long-Position: Entry bei 5.990,35 US-Dollar, Target bei 7.956,29 US-Dollar, Stop Loss bei 5.461,96 US-Dollar.

Nachfrage an Bitcoin Futures sinkt

Die Verunsicherung der Anleger macht sich auch bei den Krypto-Derivaten bemerkbar. So zeichnet sich dem Bakkt Volume Bot nach eine rückläufige Nachfrage an Bitcoin Futures beim Bakkt-Handelsplatz ab:

Da die Märkte weiterhin kollabieren und ein Ende der derzeitigen Krisenstimmung nicht absehbar ist, dürfte auch in dieser Woche mit weiteren Rückgängen bei Bitcoin Futures zu rechnen sein. Da Bitcoin Futures als Anlagevehikel tendenziell von erfahrenen Tradern genutzt werden und diese ihre Positionen zugunsten von Cash-Positionen momentan auflösen, ist auch ein Rückgang des Handelsvolumens bei Bitcoin Futures nicht ungewöhnlich.

Hash Rate sinkt

Die Corona-Krise ist nicht nur am Krypto-Markt, sondern im gesamten Krypto-Ökosystem spürbar. Wie weit sich die wirtschaftlichen Schäden auch auf Blockchain-Unternehmen auswirken, lässt sich momentan nur erahnen. Die derzeitige Situation bringt jedenfalls zusehends die „Arbeiter“ im Bitcoin-Netzwerk in Bedrängnis: Miner.

Angesichts des bevorstehenden Halvings im Mai haben Miner in den vergangenen Monaten aufgerüstet und mehr Rechenleistung denn je in das Netzwerk gespeist. Nun kippt das Allzeithoch der Rechenleistung in die entgegengesetzte Richtung. Momentan zeichnet sich eine deutliche Abnahme der Hash Rate ab. Binnen einer Woche ist die gesamte Rechenleistung von 118 EH/s auf 108 EH/s gesunken.

Marktvisualisierung

Aus gegebenem Anlass scheinen Markt-Prognosen kaum Gültigkeit zu haben. Quasi stündlich werden von den Regierungen neue Maßnahmen beschlossen und Hilfspakete geschnürt, um die Schäden für die Wirtschaft und Kapitalmärkte abzumildern. Da der gesamte Markt vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängt, wird sich eine langfristige Erholung erst einstellen, wenn sich die Verbreitung des Virus verlangsamen lässt und das öffentliche Leben wieder zurück zur Normalität findet.

Etwas Hoffnungsschimmer gibt es aber dennoch. Die Marktvisualisierung von coin360 strahlt wieder in grüner Farbe:

Nach den drastischen Verlusten der letzten Tage gibt diese Entwicklung Grund zur Hoffnung.

Dr. Julian Hosp sieht hier eine Einstiegsposition für Mutige:

Ich glaube, dass die aktuellen Entwicklungen rund um Money Printing und eine potenzielle Therapie mit antiretroviralen Medikamenten in Kombination mit Chloroquin bisher noch nicht eingepreist ist. Ich würde jetzt nicht All-in BTC gehen. Aber eventuell Schritt für Schritt eine Position aufbauen, da auf dem jetzigen Level die Upside-Wahrscheinlichkeit einfach unglaublich bullish im Vergleich zur Downside-Wahrscheinlichkeit ist,

erklärte Hosp gegenüber BTC-ECHO.

Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Charts am 17.03.2020 mithilfe von TradingView erstellt

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,89 Euro.

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