Big Four unter Beschuss Facebook, Amazon, Google, Apple vs USA – Chance für das Bitcoin-Ökosystem?

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Die Symbole der Big Four: Google, Facebook, Amazon Apple auf einem smartphone als antithese zum bitcoin-system
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Facebook, Amazon, Google und Apple haben vor dem US-Kongress ausgesagt. Politiker bemängeln die Monopolisierung durch die Tech-Giganten. Dabei hört man eine Chance für eine Bewegung heraus, die Bitcoin hervorgebracht hat.

Bitcoin ist die Antithese zum institutionellen Geldsystem, Facebook, Amazon, Google und Apple stehen diametral zu dezentralen Lösungen. Hat der dezentrale David eine Chance gegen den insitutionalisierten Goliath? Ein ungleiches Kräftemessen.

Der amerikanische Traum

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Facebook, Amazon, Google und Apple sind ein Musterbeispiel für Monopolisierung. Die „Big Four“ haben sich in den Bereichen soziale Medien, Online-Handel, Internet und Technologie breit gemacht und die Konkurrenz nach und nach bestmöglich an die Ränder gedrängt. Dabei haben sie (zum Teil) ganz nebenbei den amerikanischen Traum verwirklicht: Bezos und Zuckerberg haben ihre Imperien mehr oder weniger aus dem Nichts erschaffen. Zwar waren sie vorher keine Tellerwäscher. Aber immerhin thronen sie nun über riesigen Imperien. Und das passt dem US-Kongress dann doch nicht so recht.

Big Four: Facebook, Amazon, Google und Apple vs USA

Da sitzen sie also, die Chefs der Big Four und müssen sich verantworten: Sundar Pichai (Alphabet/Google), Mark Zuckerberg (Facebook), Tim Cook (Apple) und Jeff Bezos (Amazon) wurden am 30. Juli per Videostream vor den US-Kongress geladen, um sich dort dem Kreuzverhör der US-Politiker zu stellen. David Cicilline betonte direkt in seiner Eröffnungsrede die Zielsetzung der Anhörung:

Unsere Gründerväter haben sich keinem König gebeugt, und wir sollten uns nicht den Kaisern der Online-Wirtschaft beugen.

David Cicilline

Tatsächlich, so berichtet es etwa der Spiegel, wurde das ganze dann doch eher zu einem Show-Off der Politiker:

Während Demokraten mit Blick auf Facebook beklagten, dass die Plattform zum Beispiel Videoclips mit offensichtlichen Fehlinformationen zum Coronavirus an ein Millionenpublikum verbreitet, regten sich die Republikaner darüber auf, dass Facebook solche Inhalte manchmal vom Netz nimmt.

Der Spiegel

Auch die von Cilline eingangs postulierte Monopolisierung durch Facebook, Google, Amazon und Apple rückt im Verlauf der über 5-Stündigen Anhörung zusehends in den Hintergrund. Dabei dürften die Kritikpunkte klar sein – ob nun der Umgang mit Daten oder mit der Konkurrenz; jedes Mitglied der „Big Four“ nutzt seine Marktmacht, um ebenjene zu vergrößern. Dass das dem US-Kongress nun aufstößt, erscheint verständlich. Doch gäbe es überhaupt Alternativen?

„Big Four“: Alternativen aus dem Bitcoin-Ökosystem

Das Bitcoin-Ökosystem verfolgt das Ideal der Dezentralisierung wie kaum eine andere Branche. Denn mittels Einsatz von Distributed–Ledger–Technologien beziehungsweise einer Blockchain lässt sich eine Organisation und damit auch Macht auf mehrere Teilnehmer verteilen.

Bitcoin ist das mit Abstand bekannteste Beispiel: Als peer-to-peer-Netzwerk umgeht es Institutionen wie Banken, die Geld drucken. Alles wird über die Bitcoin Blockchain geregelt, die Macht bleibt bei den Nutzern. Entsprechende Pendants aus dem Ökosystem und angrenzenden Bereichen gibt es letztlich für (fast) alle Bereiche der „Big Four“.

Facebook, Amazon und Google decentralized

Da gibt es etwa DuckDuckGo, eine Suchmaschine, die das Speichern von Daten umgeht und sich damit in direkte Konkurrenz zu Google stellt. Als Facebook-Alternative gibt es Entwürfe wie etwa das Steemit-Netzwerk, das den Bereich des sozialen Miteinanders auf dezentrale Bahnen lenkt. Im Bereich des E-Commerce à la Amazon gibt es Alternativen wie den Open Bazaar, ein dezentraler Marktplatz, auf dem man seine Waren auch mit Bitcoin & Co. bezahlen kann.

Apple: Eine harte Nuss

Bei Apple wird es schon schwieriger, eine tatsächliche Alternative aus dem Bitcoin-Ökosystem gibt es nicht. Ein dezentraler Technologie–Konzern ist schwer denkbar, ein Großteil der Einnahmen des Konzerns mit dem Apfel entstammt aus Hardware-Einnahmen. Dennoch kann der Einsatz dezentraler Technologien, wie sie ihren zaghaften Siegeszug mit Bitcoin begannen, dabei helfen, eine Disruption zu beginnen. Schließlich hat sich Apple mit ITunes, dem AppStore und der jeweiligen Iphone/Mac-Anbindung ein feinmaschiges Ökosystem geschaffen, das alle Prozesse Richtung Apfel lenkt. Dezentrale Applikationen, so genannte dApps, und zugehörige dApp-Stores hätten hier etwa die Möglichkeit, das Apple-Imperium zumindest ansatzweise aufzubrechen.

Zurück zu Bitcoin

Wenn Bitcoin die Antithese zum herrschenden monetären System ist, sind dezentrale Lösungen die Antithese zu Facebook, Amazon, Google und Apple. Bitcoin und das dezentrale Ökosystem stehen jedoch vor dem selben Problem: Ihr Gegner ist mächtig, zu stark die Widerstände. Dabei ist ihre große Stärke zugleich ihre größte Schwäche.

Denn Bitcoin und dezentralen Lösungen fehlt es meist an einer Lobby – welche zentrale Institution sollte eine dezentrale Organisation schon unterstützen? Sicher gibt es eine stetig wachsende Community. Doch der Großteil der Menschen sieht für dezentrale Lösungen offenbar noch keinen Nutzen.

Was also erschwerend hinzukommt, ist die Trägheit der Masse: Warum sollten sich Menschen nach Alternativen umsehen, so lange alles funktioniert? Es ist einfach bequemer, den neuen Fön mit Amazon-Prime zu bestellen, statt ihn auf einem dezentralen Marktplatz zu suchen und gefühlte Ewigkeiten zu warten, bis die Bitcoin-Transaktion durch ist.

Denkbar ist allenfalls ein Umdenken in der Bevölkerung und die schleichende Erkenntnis, dass Bequemlichkeit seinen Preis hat. Jeff Bezos wäre wahrscheinlich nicht der reichste Mann der Welt, wenn er seine Mitarbeiter nicht richtig mies bezahlen würde. Mark Zuckerbergs Facebook–Konzern würde wahrscheinlich deutlich schlechter laufen, wenn er nicht Schindluder mit den Daten der Kunden treiben würde. Auch Google hat in der Vergangenheit darauf verzichtet, die DSVGO allzu genau zu nehmen. Und Apple wurde zuletzt wegen mafiöser Strukturen kritisiert.

Bitcoin-Revolution: David gegen Goliath

Das alles schreit letztlich nach Dezentralisierung, nach einer Umverteilung der Kräfteverhältnisse. Ähnliches bahnt sich immer wieder im Finanzwesen an – zu locker der Umgang der Banken und Staaten mit der Emission neuen Geldes, so die Kritik der Bitcoin-Befürworter. Ob sie es samt dezentralem Ökosystem jedoch schaffen, die Trägheit der Masse zu mobilisieren und dabei jahrhundertealte Strukturen zu zersprengen, bleibt bis auf weiteres abzuwarten.

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