Die Lage am Mittwoch: Bitcoin – der neue Stable Coin?

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Diese Überschrift ist natürlich augenzwinkernd gemeint – die Unabhängigkeit Bitcoins steht nicht auf dem Spiel. Allerdings hat sich der Bitcoin-Kurs in der vergangenen Woche tatsächlich stabiler zum US-Dollar verhalten als die selbsternannte US-Dollar-Abbildung Tether. Überhaupt zeigt sich der Bitcoin – im Vergleich zu diversen Altcoins – zunehmend schwankungsresistent. Was aus Investorensicht langweilig klingen mag, könnte für die langfristige Adaption jedoch Vorteile bieten. Die Lage am Mittwoch.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Ein 24-Stunden-Minus von einem halben Prozent, ein Wochen-Minus von 0,2 Prozent – diese Kennzahlen beschreiben nicht etwa den „stabilen“ Stable Coin Tether (USDT), sondern den Branchenprimus Bitcoin. Die Tether-Daten für denselben Zeitraum liegen bei einem 24-Stunden-Plus von 1,5 Prozent, das jedoch das Wochen-Minus von 1,7 Prozent nicht wettmachen kann. Verrückte Zeiten könnte man meinen – doch nicht nur das Chaos um Tether und Bitfinex spielt in diese Rechnung hinein. Auch die bemerkenswerte Stabilität, die Bitcoin zuletzt an den Tag gelegt hat, trägt ihren Teil dazu bei.

Bitfinex und der instabile Stable Coin

Die Exchange Bitfinex gibt im Moment gar keine gute Figur ab. Zunächst sieht sich die Krypto-Börse mit dem Vorwurf konfrontiert, nicht genügend Geldreserven zu besitzen, um alle Kunden auszahlen zu können. In dieses Bild passte, dass wenige Tage später Fiateinzahlungen auf Bitfinex blockiert wurden. Die Masse an gelöschten Reddit-Posts ließ tief blicken.

Zudem stürzte der von Bitfinex und Brock Pierce herausgegebene Tether Anfang der Woche ab und konnte seine US-Dollar-Bindung entsprechend nicht halten. Für die umstrittene Bitcoin-Börse ist der Tether-Verfall eine weitere Hiobsbotschaft. Eine Flucht von Investoren in andere Kryptowährungen liegt nahe – Hauptsache weg von Bitfinex.

Bitcoin ist stabiler als sein Ruf

Unabhängig von der Destabilisierung des Stable Coins Tether setzte sich in den letzten Wochen der Trend fort, dass Bitcoin sich als krisenfeste Kryptowährung präsentieren kann. So unterliegt Bitcoin bemerkenswert geringen Kursschwankungen. Oben klang bereits an, dass sowohl der Tages- als auch der Wochenchart des BTC lediglich kleine Ausschläge aufweist. Und das ist kein neues Bild.

Auffälliger wird dieses Merkmal, wenn man dagegen die Kursentwicklungen der Altcoins betrachtet. Von den Top-10-Coins ist die geringste Marge ein Minus von knapp fünf Prozent (XRP), während Cardano und Bitcoin Cash um den höchsten Kursverlust „wetteifern“ (zehn bzw. elf Prozent).

So stellten wir uns in der letzten Woche bereits die Frage, ob man den Bitcoin künftig nicht lieber in einer Reihe mit Euro und US-Dollar stellen sollten als mit Ether und Monero. Die sinkende Volatilität spräche jedenfalls dafür. Für die Bitcoin-Adaption sind das gute Nachrichten. Schließlich ist die Grundidee der Kryptowährung die eines Peer-to-Peer-Zahlungssystems als Alternative zu den Fiatwährungen und nicht die einer neuartigen Anlageklasse.

Dies wird sicherlich auch Jimmy Song so sehen. Dieser hatte in der vergangenen Woche für einiges Aufsehen gesorgt, als er Bitcoin-Haltern die Nutzung einer Kreditkarte zur Zahlungsabwicklung empfahl. Ein Bärendienst für Kryptowährungen, der allerdings im Kontext betrachtet werden sollte.

China: Gefahr für den Bitcoin-Markt?

Trotz aller Stabilität sollte sich die Bitcoin-Community nicht allzu sehr in Sicherheit wiegen. Jedenfalls nicht, wenn man einer Reihe von FUD-Verbreitern glauben schenkt, die vor einem baldigen Angriff Chinas auf das globale Bitcoin-Ökosystem warnen. Mit der geballten Power der chinesischen Miner und einer Armee von 51-Prozent-Angreifern würde der Bitcoin demnach in die Knie gezwungen – so weit, so FUD.

Wieso es eine schlechte Idee ist, jede Verbreitung von „Fear, Uncertainty and Doubt“ für bare Münze zu nehmen und wieso an dieser Stelle lieber „Do Your Own Research“ stehen sollte, legt unser Analyst Dr. Phillip Giese anschaulich in einer zweiteiligen Reihe dar.

Zu guter Letzt…

…lohnt sich ein bisschen fröhliches Rätselraten noch immer. In der letzten Woche berichteten wir ausführlich über die im Internet kursierende Schatzsuche, die dem Gewinner einen Preis von 310 Bitcoin in Aussicht stellte. Der Hauptpreis wurde zwar relativ zügig abgeräumt, einer der Trostpreise im Wert von 0,31 BTC ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch immer zu haben. Hat etwa der Großteil der Schatzsucher das Interesse verloren, als die 310 BTC den Besitzer wechselten? Kleinvieh macht auch Mist, also noch einmal kräftig in die Hände spucken und los…

BTC-ECHO

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