Satoshi Nakamoto Die Fassade bröckelt – Indizien sprechen gegen Craig Wright

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Craig Wright behauptet nach wie vor, der Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto zu sein. Neue Hinweise deuten darauf hin, dass das nicht der Wahrheit entspricht.

Craig Steven Wright ist nach wie vor der Überzeugung, der Erfinder von Bitcoin zu sein. Den australischen Informatiker und Geschäftsmann trieben seine Behauptungen sogar bis vor ein Gericht, wo er sich aktuell in einem Rechtsstreit befindet. Um seine Ansprüche auf technologischer Ebene geltend zu machen, rief er eine komplette Hard Fork ins Leben, die unter dem Namen Bitcoin SV (SV steht für „Satoshis Vision“) jüngst mit atemberaubenden Kurssprüngen für Aufsehen sorgte. Dennoch konnte er seinen Anspruch bislang nicht beweisen.

IP-Adresse spricht gegen mutmaßlichen Bitcoin-Erfinder

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Jüngste Erkenntnisse lassen nun erneute Zweifel an Craig Wrights Story aufkommen. Wie thecryptoreport berichtet, haben verschiedene Krypto-Analysten die mutmaßlichen IP-Adressen Satoshi Nakamotos mit Aussagen von Craig Wright zu seinen Aufenthaltsorten verglichen. Das Ergebnis: Sie stimmen nicht überein. So hat Wright etwa in einem Medium-Post vom 6. April 2019 geschrieben, dass er die ersten Blöcke der Bitcoin Blockchain auf seiner Farm in Australien „geschürft“ habe.

Laut Informationen, die aus dem Jahr 2016 stammen, soll der wahre Satoshi Nakamoto jedoch zur selben Zeit von Kalifornien (Van Nuys) aus gearbeitet haben. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass Wright kurzfristig nach Kalifornien gereist wäre, um dort mit dem Bitcoin Mining zu beginnen. Diese Hinweise dürften seiner Glaubwürdigkeit vor Gericht nicht in die Karten spielen.

Craig Wright vor Gericht

Craig Wright, so die Anklage gegen den selbsternannten Bitcoin-Erfinder, soll Dokumente gefälscht haben, um seinen Anspruch an (mutmaßlich) gestohlenen Bitcoin aus dem „Tulip Trust“ geltend zu machen. Darin befinden sich 1,1 Millionen BTC-Einheiten, beim derzeitigen Bitcoin-Kurs etwa 10,2 Milliarden US-Dollar. Wright soll sie gemeinsam mit dem verstorbenen Dave Kleiman geschürft haben, behauptet jedoch, dass sie ihm allein gehörten. Ira Kleiman, der Bruder des Verstorbenen, wirft Wright nun vor, die Bitcoins in die eigenen Wallets überführt zu haben.

Der nächste Termin um den selbsternannten Satoshi Nakamoto steht am 4. Februar an. Die Anklage hat bis dahin Zeit, eventuelle Zweifel an den bisherigen Aussagen Wrights vor Gericht zu tragen. Der Gerichtstermin selbst ist für den 6. Juli festgesetzt.

Beim Craig-Wright-Projekt Bitcoin SV ist für den 4. Februar überdies eine Hard Fork angesetzt.

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