„Die babylonische Gefangenschaft“ – Cardanos Michael Parsons tritt zurück

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„Die babylonische Gefangenschaft“ – Cardanos Michael Parsons tritt zurück

Die Cardano Foundation hat einen Personalwechsel angekündigt. Demnach wird der Vorsitzende des Stiftungsrates Michael Parsons nicht länger Teil des Teams sein. 

Personalwechsel bei Cardano: Wie man einer offiziellen Ankündigung des Blockchain-Unternehmens aus Zug entnehmen kann, ist Michael Parsons nicht länger Mitglied im Stiftungsrat. Die Entscheidung wurde mit der Ankündigung direkt in die Tat umgesetzt. Die Neuigkeiten dürfte für Cardano-Anhänger weniger überraschend sein, hat sich doch ein Personalwechsel bereits angekündigt.

Abtritt war abzusehen

Teile der Community hatten den Austritt Parsons bereits gefordert. So hatten Charles Hoskinson und Ken Kodama Mitte Oktober einen offenen Brief verfasst. Darin kritisierten die beiden zuletzt den Führungsstil von Parsons:

„Seit mehr als zwei Jahren gibt es große Frustration in der Cardano-Community und im Ökosystem. Dies ist auf mangelnde Aktivität und Fortschritte bei den zugewiesenen Aufgaben der Cardano Foundation und ihres Rates zurückzuführen. Darüber hinaus gibt es trotz vieler erfolgloser Versuche und Ansätze an den Vorsitzenden und den Rat der Stiftung, dies zu ändern, keine klaren Anzeichen für eine Verbesserung.“

Ferner forderten Charles Hoskinson und Ken Kodama eine Offenlegung der finanziellen Aktivitäten von Parsons:

„[Wir] fordern, dass sich der Stiftungsrat freiwillig den Schweizer Behörden unterwirft, dass alle Finanztransaktionen und wichtigen Entscheidungen der Stiftung umfassend geprüft werden und dass die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Diese Prüfung sollte auch direkte und indirekte Vergütungen umfassen, die […] an Herrn Parsons, seinen Stiefsohn Bruce Milligan, der als Generaldirektor tätig war, und seine Frau Julie Milligan, die als Assistentin von Herrn Parsons tätig war [gezahlt wurden].“

„Die babylonische Gefangenschaft Cardanos ist beendet“

Im Anschluss kündigten Hoskinson und Kodama zudem an, die Cardano Foundation zu verlassen, was zu einer direkten Reaktion der Community führte. Sie startete eine Petition gegen Parsons, indem sie unter anderem seinen Rücktritt forderte. In Reaktion auf den Rücktritt postete Hoskinson anschließend ein YouTube-Video mit dem melo-dramatischen Titel „Die Babylonische Gefangenschaft von Cardano ist beendet“:

The Babylonian Captivity of Cardano has Ended

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Sichtlich erfreut sah er den Personalwechsel als positives Signal für das Cardano-Projekt. Dieses habe nun die Möglichkeit, sich neu zu orientieren.

Lies auch:  Blockchain – das Hype-Wort des Jahres 2018?

Der „Neue“: Pascal Schmid

Die Nachfolge von Parsons wird Pascal Schmid antreten. Der Schweizer schloss sein Studium an der Universität St. Gallen im Jahr 2004 mit einem Master in den Bereichen Finanzen, Rechnungswesen und Controlling ab.

Mehr zu Cardano im Artikel „New Coins on the Block“.

BTC-ECHO

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