Monero, Der Ledger Support für die Monero GUI Wallet

Der Ledger Support für die Monero GUI Wallet

Anfang der Kalenderwoche 27 wurde offiziell die Monero GUI Version 12.2. veröffentlicht. Das bedeutet, dass nun auch Nutzer der Graphic User Interface Wallet ihre XMR auf dem Ledger Nano S und Ledger Blue speichern können. Friede, Freude, Eierkuchen – oder? Nicht ganz. 

„When GUI?“ lautete ein Kommentar unter dem Reddit-Thread, der die Binär-Codes für die Monero Wallet Version 12.2. verkündete und erklärte. Angelehnt an die mittlerweile legendär gewordenen „when Lambo?“- und „when Moon?“-Memes, die schon so manche Telegram-Gruppe überfluteten, machte dieser Kommentar einen wichtigen Punkt: Zwar war es mit 12.2. möglich, seine Ledger Hardware Wallet auch mit Monero zu benutzen, allerdings klappte das nur mit der CLI. Das Command Line Interface schreckt schnell alle Nutzer ab, die sich den Umgang mit Kryptowährungen einfach vorgestellt haben. Ein Programm per Texteingabe zu bedienen ist für viele ungewohnt und anfällig für Fehler. „When GUI?“ ist also die Frage nach einer simplen und benutzerfreundlichen Software, mit der man sein Ledger bedienen kann.

Endlich einfache Hardware-Nutzung für Monero?

Am 3. Juli war es dann endlich soweit. Fast einen Monat nach der Veröffentlichung der CLI v12.2. ist nun auch die GUI v12.2. verfügbar. Somit unterstützt auch die offizielle grafische Wallet von Monero die Hardware Wallet von Ledger. Allerdings ist die erste Installation immer noch nicht so einfach, wie man es gerne hätte. Plug & Play ist hier eine Fehlanzeige. Stattdessen muss der Nutzer zuerst eine 15-Schritt-Anleitung befolgen, bis er seine Monero auf dem Ledger lagern kann.

Natürlich ist es kein Ding der Unmöglichkeit diese detaillierten Schritte abzuarbeiten, jedoch ist es nach wie vor notwendig, einige Befehle per Command Line auszuführen. Außerdem muss man beim Installieren der Monero-Applikation für das Ledger per Mausklick in der rechten unteren Ecke des Ledger Managers die „Developer-Applikationen“ anzeigen lassen. Man sollte ungefähr eine halbe Stunde bis Stunde – je nach persönlicher technischer Erfahrung – einplanen, bis man XMR auf dem Ledger speichern kann. Für blutige Anfänger ist diese Installation also wahrscheinlich noch nicht geeignet.

Ist die Wallet jedoch einmal mit dem Ledger eingerichtet, kann man mit der GUI auf die Private Keys zugreifen. Dafür muss das Ledger an dem Computer angeschlossen sein und die Monero-Applikation muss laufen. Dann öffnet man die Monero GUI Version 12.2. und wählt die entsprechende Wallet-Datei aus. Wer der Anleitung von dEBRUYNE auf Reddit oder Stack Exchange befolgt hat, findet die neue Ledger-Wallet-Datei im selben Ordner wie die GUI 12.2.


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Eine Installation ohne Command Line Interface wurde den Nutzern auch bereits versprochen. Im nächsten Release der GUI soll es dann soweit sein. Wer dem Monero-Projekt schon länger folgt, weiß, dass dies noch einige Zeit dauern kann. Nichtsdestotrotz ist die Veröffentlichung der GUI 12.2. ein Anzeichen, dass es vorwärts geht – langsam, aber sicher.

Ein unangenehmer Beigeschmack

Nutzer müssen außerdem in einen von zwei sauren Äpfeln beißen: Entweder man exportiert beim Erstellen der Ledger Wallet seinen Private View Key auf den Computer oder man lässt den Ledger das Scannen der Blockchain übernehmen. Die erste Variante hat zur Folge, dass die Privatsphäre eventuell kompromittiert werden könnte. Wer im Besitz des Private View Key ist, kann die Monero-Blockchain nach allen empfangenen Transaktionen absuchen. Das heißt, man verliert im schlimmsten Fall die Privatsphäre, die man durch die Stealth-Adressen gewonnen hat. Die zweite Variante hat den Nachteil, dass der Ledger sehr langsam im Scannen der Blockchain ist und unter Umständen heiß läuft. Mit anderen Worten, wer seinen Private View Key nicht exportiert, muss länger warten, bis er die Ledger Wallet nutzen kann. Die Gefahr, dass einem Monero gestohlen werden, besteht nicht.

BTC-ECHO

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