Konkurrenz im Mining Der Kampf um neue Bitcoins

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Obwohl die Bitcoin Mining Difficulty in vergangener Woche um 15 Prozent zurückging, rüsten einige Mining-Mittstreiter angesichts des nahenden Halvings wieder auf. Die Karten unter den Mining-Pools könnten neu gemischt werden.

Das Bitcoin-Netzwerk steht und fällt mit den Minern. Denn die „Schürfer“ des digitalen Goldes sorgen dafür, dass alles mit rechten Dingen zugeht – unter Einhaltung des Proof-of-Work-Mechanismus reihen sie neue Blöcke an die Blockchain und meißeln die Informationen in diesen Blöcken damit unwiderruflich fest. Dafür erhalten sie eine Belohnung von derzeit 12,5 BTC pro Block, zusätzlich zu Transaktionsgebühren von Bitcoin-Nutzern.

Doch dieses Fundament begann in den vergangenen Wochen zu bröckeln. Mit dem Einbruch des Bitcoin-Kurses war es für einige Miner nicht länger profitabel, neue Bitcoin zu schürfen. Das führte dazu, dass einige Miner ihre Geräte vom Netz nahmen. Außerdem wurden mehr BTC verkauft, als auf den Markt kamen, die Bitcoin Mining Difficulty wurde im Zuge dessen um über 15 Prozent herabgesenkt. Grund zur Sorge besteht hier jedoch nicht. Einerseits bleibt das Netzwerk trotz Wegfall einiger Teilnehmer stabil, auch konnte der Markt die Abverkäufe abfangen. Andererseits stärken im Gegenzug bestehende Player ihre Positionen.

Hive verstärkt Bitcoin-Mining-Aktivitäten

So teilte das Blockchain-Unternehmen HIVE am 30. März via Pressemitteilung mit, dass es eine 30-Megawatt-starke Krypto-Mine im Wert von 4 Millionen kanadischen Dollar erworben hat. Um die Ausgaben zu decken, so Hive weiter, bezahle man das zu verkaufende Unternehmen Cryptologic zu drei Vierteln mit Unternehmensanteilen. Der Rest der Bezahlung erfolge in kanadischen Dollars. Frank Holmes, Vorstandsvorsitzender bei HIVE, sieht hier eine Erweiterung des Geschäftsfeldes:

Diese Anschaffung verschafft uns eine fortgeschrittene Bitcoin-Mining-Farm, die dazu bereit ist, zur nächsten Generation Mining-Hardware aufzuschließen; mit Zugang zu einem der günstigen Stromnetze der Erde. […] Außerdem verschafft uns der Kauf direkte Kontrolle unseres [weiteren] Schicksals, ebenso wie bedeutende Möglichkeiten zur Expansion.


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Mit diesem Schritt stockt das Unternehmen die eigenen Mining-Kapazitäten auf und schließt zur Konkurrenz von Bitmain & Co. auf. Die neue Mining-Farm enthält laut offiziellen Angaben an die 14.000 Mining-Geräte, die insgesamt 173 Petahashes an Bitcoin-Mining-Power mitbringen. Damit stehen die Mining-Farmen im kanadischen Quebec in direkter Konkurrenz zu Mining-Farmen in Texas, wo der Strom ähnlich günstig ist. Es zeigt sich: Trotz niedrigem Bitcoin-Kurs und zum Teil sinkender Mining-Aktivitäten scheint Bitcoin Mining für einige Unternehmen vielversprechend zu sein.

Der Zeitpunkt zur Erweiterung der Mining-Aktivitäten von Hive könnte kaum besser gewählt sein. So steht im Mai das Bitcoin Halving an. Bei diesem Event wird der Nachschub an neuen Bitcoins von 12,5 auf 6,25 BTC pro erfolgreich geschürften Block verknappt. Bis dahin hat Hive also noch die Möglichkeit, möglichst viele „günstige“ Bitcoins zu schürfen.


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