Erfolgsgeschichte Das beste Asset der Welt: Asymmetrische Rendite mit Bitcoin

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 4 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

Hand stapelt Münzen auf Wabenförmigen Feldern

Quelle: Shutterstock

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Bitcoin spielt nicht nach den Regeln der klassischen Portfolio-Theorie. Doch genau das macht ihn zu einem Ausnahme-Asset – womöglich dem besten, das die Welt je gesehen hat.

In der Welt der Portfoliotheorie gibt es ein übergeordnetes, unumstößliches Dogma: Wer höhere Renditen sucht, muss zu mehr Risiko bereit sein. Es existiert also typischerweise ein linearer Zusammenhang zwischen Risiko und Ertrag. 

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An Staatsanleihen lässt sich dies überprüfen. Deutsche Staatsanleihen, bewertet mit Bestnote AAA, versprechen eine Rendite von -0,49 Prozent auf zehn Jahre. Kein sonderlich lukratives Investment, aber dafür ziemlich sicher. Derweil liegt der aktuelle Zinssatz für brasilianische 10-Jahres-Anleihen bei über 7 Prozent. Die Rating-Agentur Fitch bewertet das Papier allerdings mit BB-. Investoren müssen bei der Geldanlage eine potenzielle Pleite des brasilianischen Staatshaushalts einkalkulieren. 

Wie viel Prozent des Portfolios Anleger in welche Art von Wertpapier investieren, kommt im Umkehrschluss einzig auf ihre Risikotoleranz an. Risikoaverse Anleger dürften ein Portfolio bevorzugen, das mehr auf sichere Anleihen setzt und aggressivere Anleger setzen mehr auf Aktien, ETFs und alternative Investments.

Sicher ist nicht immer besser

Wer der Lehrbuchmeinung über den linearen Zusammenhang von Risiko und Ertrag folgt, der läuft indes Gefahr, die wirklich guten Gelegenheiten zu verpassen. Es gibt nämlich Investments, die passen nicht so recht in beschriebenes Muster. Bitcoin ist eines davon. Nicht nur ist Bitcoin retrospektiv betrachtet das am besten performende Asset der Menschheitsgeschichte; auch im Verhältnis zu dem damit verbundenen Risiko schlägt BTC die Konkurrenz um Längen. Je nachdem, wo man anfängt zu messen, ist BTC in der ersten Dekade seiner Existenz um über drei Millionen Prozent gewachsen. 

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Müssen Anleger also überaus risikofreudig sein, damit ein BTC-Investment in Frage kommt? Nur bedingt. Denn anders als es die moderne Portfoliotheorie nahelegt, ist Bitcoin weniger riskant als angenommen. Klar, das digitale Gold ist durchaus volatil – deutlich volatiler als etwa Gold, Öl und der S&P 500. Aber eben nicht so volatil, wie der Kurs bei einem solchen Ertrag der Theorie nach sein müsste. In anderen Worten, Bitcoin ist ein sogenanntes asymmetrisches Investment.

Bitcoin: Exponentielles Wachstum möglich

Risiko und Ertrag stehen bei der Kryptowährung Nr. 1 nicht einem linearen, sondern in einem konvexen Zusammenhang. Der Ertrag steigt nicht proportional zum Risiko, sondern nimmt exponentiell zu.

Messbar wird diese ohnehin intuitiv schlüssige Beschreibung des Kursgeschehens mit der Sharpe Ratio. Dabei handelt es sich um einen quantitativen Indikator, bei dem das Risiko, gemessen anhand der Volatilität, mit der Rendite in Zusammenhang gesetzt wird. Eine Sharpe Ratio >1 bedeutet eine überdurchschnittliche Rendite des Assets im Verhältnis zum übernommenen Risiko. Es zeigt sich, dass Bitcoin verglichen mit Assets wie Gold, Aktien und Öl der große Gewinner in Sachen Asymmetrie ist. So weist BTC aktuell eine Sharpe Ratio von 2,83 auf. Das nächstbeste asymmetrische Asset ist Gold mit lediglich 1,98. 

Sharpe-Ratio von Bitcoin im Vergleich. Quelle: Woobull

Eines ist damit klar: Wer das Asset mit der besten asymmetrischen Rendite sucht, wird mit Bitcoin fündig.

Der Zug ist noch nicht abgefahren

Niemand weiß, wie Bitcoin in der Zukunft abschneiden wird. Anleger sollten bedenken, dass BTC nach wie vor eine riskante Geldanlage ist. Zwar funktioniert die Kryptowährung seit 10 Jahren mit einer Zuverlässigkeit von 99,99 Prozent einwandfrei. Ein Bug oder andere noch unbekannte Risiken könnte das Projekt aber immer noch gefährden. Es ist daher sinnvoll, mit Maß und Mitte am Kurs zu partizipieren – das Wachstumspotenzial ist groß genug. 

Auch wenn es sich für so manchen anders anfühlt: Bitcoin steckt zehn Jahre nach seiner Genese immer noch in den Kinderschuhen. Optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass gerade einmal ein Prozent der Weltbevölkerung Bitcoin besitzt. Ein Asset, das das Zeug zu Weltreservewährung hat, ist selbst mit 435 Milliarden US-Dollar noch sehr bescheiden kapitalisiert. Wer jetzt investiert, ist immer noch Early Adopter und setzt auf einen weiterhin bullishen Kursverlauf. 

Unter dem Strich ist noch massiv Potenzial nach oben – und die Zeichen stehen nordwärts. Mit dem Halving im Mai dieses Jahres hat sich das Angebotswachstum abermals verknappt und Nachrichten wie die Milliarden-Dollar-Allokation von MicroStrategy sind Vorboten für ein exponentielles Kurswachstum ähnlich dem von 2017. Bitcoins Sprung über die 20.000 US-Dollar-Marke kam nicht von ungefähr.

Mit jedem Tag sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Fehlschlags und das Risiko eines BTC-Investments nimmt ab. Vermutlich war das Verhältnis zwischen Risiko und Rendite nie besser als jetzt.

Asymmetrische Investitionen sind der heilige Gral der Geldanlage und Bitcoin ist das Weihwasser.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Novemberausgabe des Kryptokompass, dem ersten Börsenbrief für digitale Wertpapiere. Zahlen und Grafiken wurden entsprechend aktualisiert.

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