Cryptojacking: Wie Schadsoftware fremde Rechner für das Krypto-Mining kapert

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Cryptojacking: Wie Schadsoftware fremde Rechner für das Krypto-Mining kapert

Die Anzahl bösartiger Mining-Infektionen, dem sogenannten Cryptojacking, ist 2018 um sage und schreibe 83 Prozent angestiegen. Bei Angriffen dieser Art missbrauchen die Miner CPU-Power fremder Rechner für das eigene Krypto-Mining. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres registrierte Kaspersky Labs insgesamt fünf Millionen Attacken.

Während die Popularität von Kryptowährungen – trotz Bärenmarkt – steigt, steigt auch das Interesse von Cyberkriminellen, diesen Wachstumsmarkt anzuzapfen. Dies ist einer Pressemitteilung von Kaspersky Labs zu entnehmen, die BTC-ECHO vorliegt. Wie die Expertinnen und Experten für Cybersecurity mitteilen, sei 2018 das Jahr der Krypto-Kriminellen gewesen.

Mining-Angriffe im Fokus

Der Bericht geht dabei insbesondere auf die Bedeutung von versteckter Mining-Software ein, welche die CPU-Ressourcen der infizierten Rechner für das eigene Krypto-Mining missbraucht. Demnach nutzt die infiltrierte Schadsoftware in manchen Fällen „70 bis 80 Prozent der CPU- oder Grafikkartenleistung zur Erzeugung virtueller Münzen“.

Wie in der Grafik zu sehen ist, stieg die Zahl der Cryptojacking-Angriffe zum Frühjahr hin enorm an; der anhaltende Bärenmarkt scheint sodann auch den Cyberkriminellen die Laune verhagelt zu haben. Denn zum Ende des dritten Quartals sank das Niveau wieder leicht ab, rangiert allerdings nach wie vor über dem Level vom Jahresbeginn.

Kriminelle Miner gehen demnach nach einem ähnlichen Muster wie Distributoren sogenannter Ransomware vor, denn das einzige Ziel der Angriffe ist die eigene Bereicherung. Während Ransomware-Infektionen allerdings umgehend auffallen, bleiben bösartige Mining-Angriffe häufig lange Zeit im Verborgenen. Dieser Umstand macht die Attacken für die Hacker so interessant, heißt es in dem Bericht.

„Cryptojacking unterscheidet sich für Cyberkriminelle dadurch, dass es bei richtiger Ausführung für den Besitzer eines infizierten Computers unmöglich ist, [einen Angriff] zu erkennen, und somit die Chancen [einer Strafverfolgung zugeführt zu werden] gering sind.“

Verbreitung durch nicht lizenzierte Software

Die Untersuchung hat ergeben, dass ein Großteil der Infizierungen auf Installationen von nicht lizenzierter oder raubkopierter Software zurückzuführen ist. Dies führe dazu, dass die Rate in Ländern, in denen typischerweise eine Menge nicht lizenzierter Software in Umlauf ist, deutlich höher ist. Als Beispiel dafür seien Länder wie Russland, Indien und Kasachstan zu nennen.

Lies auch:  KingMiner: Der neue König des Cryptojacking

Social Engineering immer bedeutender

Auch durch sogenannte Social-Engineering-Methoden gehen den Cyberkriminellen immer mehr Fische ins Netz. Der „Vorteil“ bei dieser Methode: Große Botnetze propagieren die infizierte Software automatisch über Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter. Dadurch erreichen die Programmierer eine zielgenaue und flächendeckende Verbreitung der Schadsoftware.

In diesem Zusammenhang sollten auch die sogenannten Giveaway-Scams nicht unerwähnt bleiben. Wie BTC-ECHO berichte, tummeln sich allen voran auf Twitter eine Menge betrügerischer Konten. Dabei versprechen gefälschte Postings prominenter Personen die Auszahlung hoher Summen an Ether oder Bitcoin, verlangen aber im Gegenzug einen kleinen Betrag in der jeweiligen Kryptowährung. Es ist überflüssig zu sagen, dass sich die Betrüger anschließend mit dem Geld ihrer Opfer aus dem Staub machen.

Die Sicherheitsarchitektur des Krypto-Ökosystems dürfte in Zukunft zu einem immer wichtigeren Thema avancieren. Derzeit sind die Nutzer weitestgehend selbst gefragt, auf all die Betrügereien nicht hereinzufallen. Die Sicherheitsexperten von Malwarebytes empfehlen trotzdem, „Sicherheit zu installieren, bevor Sie zu einem Opfer werden“. Die Installation einer ausgereiften Firewall wäre dafür ein guter Start.

Im Krypto-Space gilt also mehr denn je: Vorsicht vor Betrug.

BTC-ECHO

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