Pandemie-Bekämpfung Corona-Apps im Vergleich: Was es gibt und was sie können

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 6 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

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Seit heute morgen ist die heiß diskutierte dezentrale Corona-Warn-App der Bundesregierung für iOs und Android verfügbar. In unserem Corona-App-Vergleich gibt euch BTC-ECHO einen Überblick über die bekanntesten Corona-Apps – und was wir von ihnen erwarten können.

Zahlreiche Staaten setzen auf Smartphones, um die Pandemie einzudämmen und wichtige Daten für die Forschung zu bekommen. So zieht auch Deutschland nach. Die Kontaktverfolgung über Bluetooth soll COVID-19-Infektionswege nachvollziehbar machen. Die App der Bundesregierung hat von Fachleuten vorwiegend gute Noten erhalten. Doch wie sicher sind Corona-Apps generell? Wie viel Datenschutz wird gewährleistet? Und warum sind Dezentralität und Datensparsamkeit gerade jetzt ausschlaggebend?

Corona-Warn-App der Bundesregierung

App-Typ: Tracing 

Nach wochenlangen Diskussionen ist die von SAP und Telekom entwickelte Corona-Warn-App der Bundesregierung seit heute im App-Store erhältlich. Die App regisitriert über Bluetooth, ob sich Personen über den Zeitraum von 15 Minuten näher als zwei Meter gekommen sind. Dabei tauschen die Smartphones anonyme Identifikationscodes aus. Rückschlüsse auf den Ort oder die eigene Person sind nicht möglich. Hier ist vor allem auch die dezentrale Datenerhebung ein entscheidender Faktor. Sie gewährleistet die Anonymisierung und verhindert eine zentrale Speicherung persönlicher Daten. Mit der Corona-Warn-App nähert sich nun die Bundesregierung also einem Blockchain-affinen Use Case.

Sollte ein Nutzer positiv auf Corona getestet worden sein, soll dieser Status zunächst vom zuständigen Gesundheitsamt bestätigt werden, bevor derjenige seine Kontakte informieren kann. Das soll über einen QR-Code geschehen. Es ist fraglich, ob der Plan überall aufgeht.  Viele Gesundheitsämter und auch Test-Labore haben nicht die beste Telematik-Infrastruktur. Funktioniert allerdings alles, benachrichtigt die App all diejenigen Menschen, die sich in der Vergangenheit in der Nähe dieser infizierten Person aufgehalten haben. Das Herunterladen der App ist für alle Bürger freiwillig. 

  • Vorteile: breite Nutzung, erleichtert Nachverfolgung von Infektionen, dezentrale Datenerhebung
  • Nachteile: Nicht hundertprozentig sicher, Bluetooth-Technik wird zweckentfremdet (war nie zur Kontaktverfolgung gedacht), schlechte Infrastruktur

Datenspende-App des RKI

App-Typ: Datenspende

Das Robert-Koch-Institut stellte mit der Corona Datenspende-App eine der ersten solcher Apps in der Corona-Pandemie zum Download bereit. Darüber können Nutzer anonymisierte Daten eines Fitnesstrackers oder ihrer Smartwach dem RKI für Forschungszwecke zum Coronavirus zur Verfügung stellen. Dies soll Rückschlüsse darüber erlauben, wie sich das Coronavirus ausbreitet. Wer seine Daten löschen lassen möchte, kann auch dies tun. Aktuell können allerdings nur Wearables von Fitbit, Garmin, Polar, Withings oder Google Fit verknüpft werden. Tracker anderer Marken wie Xiaomi, Huawei oder Samsung sind aktuell nicht mit der App kompatibel.

  • Vorteile: kostenlos nutzbar, sammelt wichtige Daten für Corona–Forschung
  • Nachteile: funktioniert nur mit Wearables, unterstützt nicht alle Modelle

CoroNotes-App des Max Planck Instituts 

App-Typ: Datenspende

Mit CoronaNotes hat das Max-Planck Institut in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen – ähnlich wie das RKI – eine App zur Datenerhebung für die Corona–Forschung bereitgestellt. Anders als die vor einigen Wochen veröffentlichte Corona-Datenspende-App des RKI funktioniert CoroNotes ohne eine Smartwatch oder einen Fitnesstracker, sondern Nutzer müssen mit wenigen Klicks selbst tätig werden. Keinerlei Daten werden automatisch erfasst. Stattdessen sollen Nutzer jeden Tag einige Fragen zu ihrem Gesundheitszustand und eventuellen Symptomen und Vorerkrankungen in einem App-Tagebuch beantworten. Dies soll in weniger als einer Minute täglich erledigt sein, den Forschern aber wertvolle Daten liefern, wie der Krankheitsverlauf aussehen kann und Rückschlüsse auf Immunität und effektive Behandlung ziehen.

  • Vorteile: anonyme und freiwillige Teilnahme, ohne Wearables nutzbar, erfasst keine Bewegungsprofile oder Kontakte mit anderen Personen, einfache Nutzung 

Crowdless-App der ESA

App-Typ: Tracing

Die Lockerungen der Corona-Beschränkungen resultierten in mitunter neuen schwierigen Situationen. Was erwartet einem beim schnellen Gang in den Supermarkt? Womöglich eine Riesen-Schlange vor den Kassen. Hätte man das doch nur vorher gewusst… Die Crowdless-App der europäische Weltraumorganisation ESA und dem britischen Start-up Lauteren will hier Abhilfe schaffen. Crowdless zeigt per Ampel-System, wo es sich gerade staut und wo nicht. So können Menschen ihre Einkaufszeiten bequem und zuverlässig planen. Über anonymisierte Daten von der ESA, Google Maps und Google Places soll ermittelt werden, wie voll die Geschäfte in der Umgebung gerade sind, sodass Menschen auf weniger überfüllte Einkaufsmöglichkeiten ausweichen können. Ziel ist es, das persönliche Infektionsrisiko zu verringern, indem Menschenansammlungen von Anfang an vermieden werden.

  • Vorteile: nutzt akkurate Google-Daten

Corona-Schnittstelle von Apple und Google 

Auch wenn aus der Zusammenarbeit der Smartphone-Giganten keine App hervorgeht, unterstützen sie die Bekämpfung von Corona. So haben Google und Apple mittlerweile eine Schnittstelle in ihr Betriebssystem integriert, auf die dann die offiziellen Corona-Warn-Apps der einzelnen Länder aufsetzen können. Bisher wurde 22 Ländern der Zugang ermöglicht. Pro Land soll nur eine App auf die Schnittstellen zugreifen können, um einen Flickenteppich aus verschiedenen Anwendungen zu verhindern. Da von Google und Apple kommen die beiden relevanten Smartphone-Systeme – Android und die iOS-Software stammen, sind sie als einziges in der Lage, die Basis für eine effiziente Einbindung der Corona–Apps in die Telefone zu schaffen. Aber: Obwohl Apple und Google die Technologie automatisch per Software-Update auf Apple- und Android-Smartphones installierten, müssen Nutzer der Aktivierung erst manuell zustimmen.

Corona-Testnachweis SeroStatus App 

App-Typ: Blockchain-basierter digitaler Testnachweis

Mit den Corona-Testergebnissen der SeroStatus App können der Nutzer die vom Arzt attestierten Corona Testergebnisse hochladen, speichern und zum Beispiel bei Messen oder im Flugzeug vorzeigen. Damit hat die Anyblock Analytics GmbH aus Mainz – so minimal invasiv wie möglich – eine funktionsfähige und besonders datensparsame Möglichkeit geschaffen, die Unternehmen ermöglichen, nach dem Lockdown risikoreduziert wieder zu öffnen.

Im Gegensatz zum Tracing von infizierten Personen ermittelt die SeroStatus-App auf Grundlage tatsächlicher Testergebnisse, wer ein Risiko darstellt und wer nicht. Anyblocks setzt auf die Blockchain–Technologie, ohne dass der Nutzer davon etwas mitbekommt. Die genutzten Self-Sovereign Identity (SSI) Standards ermöglichen es, dass alle sensiblen Daten nicht auf der Blockchain, sondern ausschließlich dezentral auf dem Handy des Nutzers gespeichert sind. Jede Datenabfrage erfordert die explizite Zustimmung des Nutzers. Die Blockchain kommt indessen zum Einsatz, um öffentliche Schlüssel, wie zum Beispiel von approbierten Ärzten, zu speichern. Die Liste könnte eine offizielle Institution wie die Bundesärztekammer verwalten.

Vorteile: Self-Sovereign Identity, Datensicherheit, einfache Benutzung Nachteile: nicht für die breite Nutzung ausgelegt

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