Coinbase erwägt Listing von Ripple (XRP), Cardano (ADA), EOS, Stellar Lumens (XLM)

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Coinbase erwägt Listing von Ripple (XRP), Cardano (ADA), EOS, Stellar Lumens (XLM)

Coinbase, die größte Bitcoin-Börse der USA, plant eine Aufstockung ihres Angebots an Kryptowährungen. Derzeit prüft die Krypto-Börse über 30 Kandidaten, unter anderem die „Top“ Coins XRP, ADA, XLM und EOS. Die Token müssen mit dem Digital Asset Framework von Coinbase konform sein. Dabei sollen langfristig über 90 Prozent der (Framework-konformen) Coins nach Marktkapitalisierung aufgenommen werden.

Die Krypto-Börse Coinbase will ihr vergleichsweise spärliches Angebot von aktuell neun Kryptowährungen erweitern. Dazu nimmt die US-Exchange derzeit 31 digitale Assets unter die Lupe. Das gab Coinbase am 7. Dezember auf ihrem Medium-Blog bekannt. Bei den Kandidaten handelt es sich zum Beispiel um die Krypto-Größen XRP, ADA, XLM und EOS. Doch auch „kleinere Projekte“ wie Decentralland (MANA), Civic (CVC) oder Po.et (POE) gehören zu den Coinbase-Anwärtern.

Worauf es ankommt

Um in den erlesenen Kreis der Coinbase-gelisteten Token aufgenommen zu werden, muss ein Token jedoch dem hauseigenen Regelwerk zur Listung digitaler Assets entsprechen. Laut dem Digital Asset Framework müssen dafür u. a. folgende Fragen geklärt werden:

  • Ist das Asset für jeden zugänglich und wird dabei nicht von einer einzelnen Partei kontrolliert?
  • Kann man dem Produkt auf Basis des Quellcodes und des laufenden Systems eine hohe Qualität und Sicherheit attestieren?
  • Entspricht die Expertise des Teams den Ansprüchen des Projekts?
  • Ist eine Governance und ein Konsensfindungsprozess definiert?
  • Ist das Projekt skalierbar?
  • Verfügt das Asset über eine hohe Liquidität?
  • Handelt man das Asset schon im größeren Stil?
  • Gibt es eine große Nachfrage nach dem Asset oder werden damit positive Netzwerkeffekte erzielt?
  • Gibt es Mechanismen, die Anreize zu einem das Netzwerk schützenden Verhalten schaffen?
  • Falls es einen Token Sale gab: Ist dieser gemäß Best Practices abgelaufen (Sicherheit, Gewährleistung einer fairen Token-Verteilung, Transparenz, White Paper etc.)?

Lies auch:  EOS: Nur 37 Prozent aktive Accounts, Sicherheitslücken bei 27 dApps entdeckt

Coinbase: Ohne Gewähr

Coinbase weist mit Nachdruck darauf hin, dass es keine Garantie für ein GDAX-Listing der oben aufgeführten Coins gibt.

„Das Hinzufügen neuer Vermögenswerte erfordert umfangreiche Sondierungsarbeiten sowohl aus technischer als auch aus Compliance-Sicht, und wir können nicht garantieren, dass alle von uns bewerteten Vermögenswerte letztendlich zum Handel zugelassen werden. Darüber hinaus kann unser Listungsprozess dazu führen, dass einige dieser Vermögenswerte ausschließlich für Kunden zum Kauf und Verkauf angeboten werden, ohne dass sie über eine lokale Wallet gesendet oder empfangen werden können.“

Zudem will Coinbase wie gehabt die unterschiedlichen Rechtsräume berücksichtigen:

„Schließlich werden wir gemäß unserem Listungsprozess neue Vermögenswerte auf der Grundlage der jeweiligen Rechtsprechung einführen. Dies ermöglicht es uns, Vermögenswerte effizient und verantwortungsbewusst hinzuzufügen.“

GDAX-Liste (Stand: 10.12.18) Quelle: support.coinbase.com

Coinbase hatte bereits im Juli angekündigt, die Aufnahme von ADA, BAT, XLM ZEC und ZRX zu prüfen. Immerhin hat es mehr als die Hälfte tatsächlich in den GDAX geschafft. Wer von 31 neuen (und alten) Kandidaten in den Kreis der GDAX-Token aufgenommen wird, will die Krypto-Börse per Blog und Twitter verkünden.

BTC-ECHO

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