Chinesische Behörden regulieren Mining

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

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Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Nachdem in China der Handel mit Kryptowährungen als auch die Emission von Initial Coin Offerings (ICO) verboten wurde, geht man jetzt auch gegen die Miner vor, wie Bloomberg berichtet. Mehrere Unternehmen haben bereits angekündigt, ihren Geschäftsbereich auf andere Länder auszuweiten. Das Geschäft für Miner wird in China immer schwieriger, da sie bei den lokalen Behörden künftig auf monatlicher Basis einen Statusreport einreichen müssen. Langfristig sollen sie mit der neuen Anordnung zum kompletten Ausstieg aus dem Mining-Geschäft bewogen werden.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tobias Schmidt

Die lokalen Behörden der chinesischen Provinz Xinjiang haben kürzlich eine Anordnung veröffentlicht, um den Stromverbrauch durch das Minen von Kryptowährungen einzugrenzen. Der Zeitplan soll nach Medienberichten auf eine Entscheidung der chinesischen Zentralbank vom vergangenen Mittwoch basieren. Demnach müssen die Miner künftig alle vier Wochen einen Statusbericht über ihre Tätigkeit einreichen. Die Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas will damit gegen „hoch spekulative und zugleich energieintensive“ Unternehmen vorgehen, die sich auf das Schürfen von digitalen Währungen spezialisiert haben. Laut der Anordnung will man damit finanzielle Risiken einschränken und Firmen dazu bringen, sich anderen Geschäftsfeldern zuzuwenden. Das endgültige Ziel der angeordneten Maßnahmen ist es, die Unternehmen auf lange Sicht zu einem geregelten Ausstieg aus dem Mining zu bewegen. Alle betroffenen Firmen müssen jeden Monat bis spätestens zum 5. mitteilen, wie es um ihre Geschäfte steht beziehungsweise wann der Ausstieg durchgeführt werden soll. Chinesische Miner spielen bei der Aufrechterhaltung des Bitcoin eine große Rolle, weil beispielsweise in den Provinzen Sichuan und Yunnan der Strom sehr günstig ist. Das Vorgehen gegen den hohen Stromverbrauch soll nun koordiniert werden. Dies könne beispielsweise bei der Preisgestaltung des Stroms, der Höhe der zu entrichtenden Steuern oder in anderen Umweltschutzmaßnahmen bestehen, um die Unternehmer über kurz oder lang zur Aufgabe zu bewegen.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet von der Ausweitung des Mining-Unternehmens Bitmain auf Singapur, die USA und Kanada. Wettbewerber BTC.Top hingegen will Niederlassungen in Kanada gründen. Man habe sich für Kanada aufgrund der relativ niedrigen Energiepreise und der Stabilität der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse entschieden, sagte BTC.Top-Gründer Jiang Zhuoer gegenüber Bloomberg. ViaBTC hingegen kündigte neue Geschäftsstellen in Island und den USA an.

Auch wenn der Strompreis in einigen chinesischen Provinzen konkurrenzlos günstig ist, werden alle Mining-Firmen früher oder später ihren Sitz komplett ins Ausland verlegen müssen. Der Regierung in Peking ist schon seit Monaten sehr daran gelegen, die uneingeschränkte Kontrolle über alle Geldflüsse zurückzuerlangen. Sofern die jetzige Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg bringen sollte, wäre der nächste logische Schritt das komplette Verbot aller chinesischen Miner. Das wäre sowohl für die Community als auch für die Kryptowährungen selbst ein herber Rückschlag.


BTC-ECHO


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