LINK, 2, 3, 4 ChainLink (LINK) marschiert durch

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

Soldatenbeine im Gleichschritt

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Während der Bitcoin-Kurs noch in der mehr oder minder stabilen Seitenlage verharrt, verbucht Chainlink (LINK) erneut kräftige Kurszuwächse. Das Oracle-Netzwerk hat jüngst ein neues Allzeithoch erklommen – DeFi sei Dank?

In den vergangen Wochen hat der Hype um dezentralisierte Finanzdienstleistungen (DeFi) einen neuen Höhenpunkt erreicht. Nicht nur DeFi-Plattformen wie Compound (COMP), Synthetix (SYNTH) oder Aave (LEND) konnten ein rapides Wachstum an den Tag legen. Auch das ChainLink-Projekt (LINK) kann sich über massive Kursgewinne freuen.

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Zur Zeit des Schreibens blickt LINK nicht nur auf einen äußerst erfolgreichen Monat mit Kurszuwächsen von fast 90 Prozent zurück; mit 8,28 US-Dollar pulverisierte der ChainLink-Kurs am 13. Juli zudem sein letztes Allzeithoch, das er erst wenige Tage zuvor bei 6,51 US-Dollar aufgestellt hatte.

ChainLink – Surfer oder Welle?

Dass die jüngsten Kursgewinne von ChainLink mit dem Auftieg der DeFi-Plattformen korreliert, kommt nicht von ungefähr. Zwar bietet das Projekt selbst keine dezentralisierten Finanzdienstleistungen wie das immer beliebter werdende Crypto Lending an. Dafür leistet Chainlink als dezentrales „Oracle“ einen fundamentalen Beitrag zur Funktionsfähigkeit der neuen DeFi-Ökosysteme. Die Smart Contracts, die bei diesen zum Einsatz kommen, müssen mit zuverlässigen Daten, wie beispielsweise zu Kursen von Krypto- oder Fiatwährungen gespeist werden.

Kurs-Feed von ChainLink
ChainLink-Kurs-Feed für das Wertepaar ETH/USD. Quelle: Chain.Link.

Zahlreiche DeFi-Plattformen – darunter auch die Shooting Stars Synthetix und Aave – greifen für ihre Kursdaten mittlerweile auf das Projekt zurück. ChainLink liefert die Daten nicht aus einer Hand, sondern berechnet diese – ganz im Geiste der Dezentralisierung – auf Grundlage eines verteilten Netzwerkes von Datenlieferanten, die in ChainLink Netzwerkknoten (Nodes) betreiben.

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LINK-Kurs: Vervierfachung seit Juni 2019

Bislang dominiert Ethereum noch den DeFi-Sektor. Mittlerweile hängt die Konkurrenz dem Smart-Contract-First-Mover jedoch an den Fersen. ChainLink kann einem etwaigen Krieg der DeFi-Welten jedoch gelassen entgegen blicken. Zwar handelt es sich bei LINK um einen Ethereum-basierten ERC-20 Token; das Protokoll lässt sich jedoch auch in andere dezentralsierte Netzwerke integrieren. So verkündete Anfang des Jahres der potenzielle Ethereum-Killer Polkadot, dass ChainLink im geplanten Polkadot-Netzwerk, das noch in diesem Jahr an den Start gehen soll, maßgeblich für die Bereitstellung von Off-chain-Daten verantwortlich zeichnen wird. Das Blockchain-agnostische Polkadot-Netzwerk wird unter anderem von T-Systems, der IT-Sparte der Deutschen Telekom unterstützt.

Doch auch außerhalb von Blockchain und DeFi kann sich ChainLink schon die ein oder andere prestigeträchtige Kooperation ans Revers heften. Der IT-Gigant Google verwendet ChainLink besipielsweise als Lieferant für Blockchain-Daten auf seinem Datenmarktplatz Big Query. Die entsprechende Ankündigung im Juni 2019 bescherte dem LINK-Kurs seinerzeit einen veritablen 30-Prozent-Pump.

Übrigens: BTC-ECHO hat ChainLink bereits in der 2019 in der Dezemberausgabe des Kryptokompass als Coin des Monats vorgestellt. Damals (1.12.2019) handelte LINK noch knapp oberhalb der Marke von zwei US-Dollar. Seit dem hat sich der LINK-Kurs beinahe vervierfacht – DYOR zahlt sich aus.

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