Kampf der Smart Contracts Polkadot integriert Chainlink – Aus für Ethereum?

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Chainlink erweitert seinen Einflusskreis: Nachdem das Oracle-Netzwerk bislang ausschließlich Ethereum-basierte Smart Contracts mit Daten versorgte, kommt die Technologie künftig auch in Polkadot zum Einsatz. Schlechte Nachrichten für Ethereum?

„Ein wichtiger Meilenstein wurde erreicht“ – so kommentiert Polkadot die Integretation von Chainlink in das Ökosystem von Substrate, das wiederum die technologische Grundlage von Polkadot bildet. Der Use Case von Chainlink besteht in der Versorgung von Smart Contracts mit Off-Chain-Daten von Drittanbietern (sogenannte Oracles).

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Bislang war dies jedoch nur für Smart Contracts auf Ethereum-Basis möglich. Durch seine Integration in Substrate kann Chainlink nun auch Smart Contracts im geplanten blockchainübergreifenden Polkadot-Netzwerk mit externen Daten füttern. Zunächst soll Chainlink jedoch als eine Parachain im zugangsbeschränkten Polkadot-Netzwerk Kusama zum Einsatz kommen. Das Oracle-Netzwerk von Chainlink soll dadurch zum vorrangigen Daten-Lieferanten in Polkadot werden. Dessen Team freut sich bereits über das breite Spektrum an Anwendungen, die Chainlink möglich machen. Egal ob DeFi oder digitale Identität – Chainlink soll dafür sorgen, dass Smart Contracts nur mit zuverlässigen Daten gefüttert werden.

Beispielsweise wäre eine für die selbstständige Identität optimierte Parachain in der Lage, Off-Chain-Daten wie digitale Signaturen von Identitätsdaten […] mithilfe der Oracles von Chainlink zuverlässig abzufragen. […] Auf einer Polkadot-Parachain, die für dezentralisierte Finanzen (DeFi) optimiert ist, könnten Smart Contracts und dApps dezentralisierte Preis-Feeds für krypto-native Derivate, reale Daten für dezentralisierte Prognosemärkte oder Börsenpreis-Feeds für den tokenisierten Aktienhandel nutzen,

erklärt Polkadot in der Bekanntmachung der Chainlink-Integration.

T-Systems setzt auf Polkadot

Noch in diesem Jahr soll Polkadot an den Start gehen. Zunächst werden noch letzte Sicherheits-Audits durchgeführt. Der Launch soll sodann im dritten oder vierten Quartal erfolgen. Die Deutsche Telekom positioniert sich mit ihrer Tochter T-Systems schon einmal als Blockchain-Infrastrukturdienstleister. In Kusama will T-Systems Staking as Service anbieten. Gleb Dudka von T-Systems hatte im Interview mit BTC-ECHO bereits eine Brücke zwischen Chainlink und Polkadot geschlagen:

Allein über dieses Zusammenspiel von Interoperabilität und der Nutzung von Oracles ergeben sich verschiedene Use Cases. Ein Beispiel wären etwa Wetterdaten, was für Decentralized Insurance sinnvoll sein kann. Grundsätzlich stellt Polkadot genau wie Ethereum 2.0 eine zuverlässige Infrastruktur für Drittanwendungen zur Verfügung,

so Dudka. Derweil entwickelt sich das Projekt zunehmend zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für den Smart-Contract-Primus Ethereum. Dessen Kernentwickler-Team hat vor Kurzem den Umstieg auf ProgPow angekündigt – die Entscheidung gilt als äußerst umstritten.

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