Bitcoin-Kurs BTC unter 7.000 US-Dollar – Wer ist schuld am Krypto-Crash?

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

BTC unter 7.000 US-Dollar – wer ist schuld am Krypto-Crash?

Quelle: Shutterstock

Der Bitcoin-Kurs ist unter die 7.000-US-Dollar-Marke gerutscht. Mit dem derzeitigen Einbruch am Krypto-Markt zieht die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung die meisten Altcoins mit nach unten. Die Suche nach Gründen führt unter anderem nach China.

Der Bitcoin-Kurs schraubt sich weiter nach unten. Mit dem aktuellen Bruch der 7.000-US-Dollar-Marke scheint eine weitere psychologisch wichtige Grenze gebrochen. In den letzten 24 Stunden hat die Kryptowährung 2,6 Prozent an Stärke verloren, innerhalb der letzten sieben Tage waren es über 6 Prozent. Damit steht der Bitcoin-Kurs zu Redaktionsschluss bei 6,884 US-Dollar.

Sehr viel härter hat es den Ethereum-Kurs (ETH) getroffen. Der Kursverlauf des Ether Token ist in den letzten 24 Stunden um 7 Prozent gefallen, innerhalb der letzten Woche waren es gar 11 Prozent. Damit notiert der Ether-Kurs derzeit bei 131 US-Dollar.

Auch der Ripple-Kurs (XRP) schreibt derzeit rote Zahlen. Mit knapp 7 Prozent in den letzten 24 Stunden und 11 Prozent in den letzten sieben Tagen hat er ähnlich schlecht performt wie der Ether Token. Der Ripple-Kurs (XRP) liegt damit bei 0,1977 US-Dollar.


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Auch IOTA-Fans dürften beim aktuellen Crash nicht gerade in Freude ausbrechen. Der IOTA Token (MIOTA) liegt bei 0,175 US-Dollar. Damit hat der Token für das Internet der Dinge in den letzten 24 Stunden 6,8 Prozent verloren. Innerhalb der letzten Woche waren es knapp 14 Prozent, die der IOTA-Kurs abgegeben musste.

China zieht das Korsett enger

Aktuellen Berichten zufolge könnte der Einbruch beim Bitcoin-Kurs mit Nachrichten aus China zusammenhängen. Wie das Krypto-Magazin The Block am 17. Dezember berichtete, hat ein Gericht in der chinesischen Provinz Fujian Unternehmenseinlagen von Bitmain in Höhe von 3,6 Millionen Yuan (etwa 514.000 US-Dollar) eingefroren. Dabei handelte es sich nicht um die erste Aktion, bei der Gelder des Bitcoin-Mining-Unternehmens den Behörden zum Opfer fielen. Bereits am 13. Dezember war dementsprechend bekannt geworden, dass ein anderes Gericht weitere Bitmain-Gelder eingefroren hatte.

Das Vorgehen zeugt von der restriktiven Haltung des chinesischen Staates gegenüber Kryptowährungen – das sich im aktuellen Fall gegen einen der größten Bitcoin-Mining-Unternehmen weltweit richtet. Dass es dahingehend zu Verkäufen und einem Einfluss auf den Bitcoin-Kurs kommen kann, darf angenommen werden. Schließlich gab es in der Vergangenheit immer wieder Korrelationen zwischen Meldungen aus China und dem Bitcoin-Kurs. So hatte etwa eine positive Äußerung der chinesischen Regierung zur Blockchain-Technologie im Oktober einen kleineren Bull Run ausgelöst. Nachdem Präsident Xi Jinping jedoch klargestellt hatte, dass sich die Aussage lediglich auf die Technologie an sich bezogen hatte und der chinesische Staat Bitcoin gegenüber kritisch ist, war es umgehend zu Einbrüchen beim Bitcoin-Kurs gekommen.

Bitmain selbst hatte in der Vergangenheit immer wieder mit sinkenden Absätzen zu kämpfen, worauf der Mining-Gigant zuletzt mit einer proaktiven Marketingstrategie reagiert hatte.

Plus Token: Ausverkauf des Krypto-Scams Schuld am fallenden Bitcoin-Kurs

Gerade der vergleichsweise starke Einbruch beim Ethereum-Kurs im Vergleich zum Bitcoin-Kurs legt einen weiteren Grund nahe: Ein Abverkauf ergaunerter Kryptowährungen im Zusammenhang mit einem der mutmaßlich größten Krypto-Scams könnte Mitschuld am derzeitigen Bitcoin-Kurs-Crash haben. Wie die Analytiker von Chainalysis am 16. Dezember nahelegen, drücken die Betreiber von Plus Token den Bitcoin-Kurs, indem sie eine größere Menge an BTC-Einheiten auf den Markt werfen. Selbiges gilt auch für den Ether-Kurs – schließlich zählt Plus Token zu den zehn größten Ethereum-Adressen im Krypto-Space.

Chainalysis will insgesamt 180.000 BTC, 6.400.000 ETH, 111.000 USDT und 53 OMG identifiziert haben, die mit Plus Token in Verbindung stehen. Damit kommt Chainalysis auf einen Gesamtvorrat an Kryptowährungen im Wert von knapp zwei Milliarden US-Dollar – was Plus Token zu einem der größten Krypto-Scams der Geschichte machen würde, wie das Unternehmen weiter berichtet.

Diesen Berichten zufolge seien einige Wallets nach wie vor aktiv. Ehemalige Betreiber würden demnach noch immer über OTC Broker in Verbindung mit der Bitcoin-Börse Huobi Kryptowährungen auscashen. Chainalysis identifiziert zwei mögliche Arten, wie die Plus-Token-Abverkäufe mit dem Bitcoin-Kurs zusammenhängen könnten:

Sie [die Abverkäufe] verursachen [die Volatilität] entweder direkt, indem sie das Angebot an Bitcoin erhöhen und die Marktdynamik verändern, oder indirekt, indem sie die Wahrnehmung der Händler auf dem Markt beeinflussen. Man muss beachten, dass Plus-Token-Auszahlungen nur einer von vielen möglichen Einflüssen auf den Bitcoin-Kurs sind. Medienberichte, konzertierte Marktmanipulationen, algorithmische Handelsfehler oder eine Vielzahl anderer Faktoren können ebenfalls zur Volatilität beigetragen haben. Aber keine dieser Komponenten allein liefert eine überzeugende Erklärung für den großen Anstieg der Volatilität in dem Zeitraum, den wir untersucht haben, ohne den Einfluss von Plus Token.

Es zeigt sich: Das Zusammenspiel der Nachrichten aus China mit den Abverkäufen im Plus-Token-Umfeld kann mit den aktuellen Einbußen beim Bitcoin-Kurs zu tun haben.

Bitcoin-Kurs: Die technische Analyse

Die technische Analyse zum Bitcoin-Kursverlauf an dieser Stelle von Dr. Philipp Giese. 

Tageschart auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf der Börse Bitstamp erstellt

Seit Ende November bewegte sich der Bitcoin-Kurs in einem Triangle Pattern, dessen Support vor wenigen Tagen durchbrochen wurde. Seitdem kennt der Kurs nur noch eine Richtung: abwärts. Die Indikatoren sind entsprechend bearish: Der seit einigen Tagen hohe Aroon-Down-Indikator bestätigt den sich bildenden Abwärtstrend, der MACD ist negativ und fällt und auch der RSI befindet sich in tiefen bearishen Gefilden.

Aktuell bietet sich keine Long Position an. Dazu benötigt es eine nachhaltige Trendwende. Als Einstiegspunkt bieten sich die 7.299,20 US-Dollar an, als erstes Target wird die 7.989,15-US-Dollar-Marke angestrebt. Den Stop Loss kann man in dem Fall auf 6.922,16 US-Dollar setzen.

Aktuell bietet sich eher eine Short Position an. Targets sind durch die Support Level bei 6.428,23 US-Dollar und 5.160,54 US-Dollar definiert, während man als Stop Loss 6.922,16 US-Dollar ansetzen kann.

Bitcoin-KUrs crash

Wochenchart auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf der Börse Bitstamp erstellt

Bitcoin-Kurs-Crash: Was tun?

Zunächst gilt es an dieser Stelle wie immer, nicht in FUD (Fear, Uncertainty and Doubt) auszubrechen und unüberlegt zu handeln. Wie man stattdessen trotz Kurseinbrüchen und Scam-Berichten besonnen vorgeht und clever investiert, erklären wir in unserer BTC-ACADEMY. Hier entlang.

Charts am 17. Dezember 2019 mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,90 Euro.

Die dargestellten Informationen stellen keine Investment-Beratung dar. Der Krypto-Markt ist hochvolatil, Investitionen können zum Totalverlust führen. DYOR!

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