BTC-e gibt Schuldtoken für Relaunch heraus

BTC-e gibt Schuldtoken für Relaunch heraus

Laut einem Beitrag im Bitcoin Talk-Forum will BTC-e unter einem neuen Namen erscheinen und einen Token ausstellen, der als Schuldschein für die Schließung der Plattform hinhält. Dieser Schritt erinnert an die Handhabung eines Hacking-Angriffes der Börse Bitfinex.



Neustart

Die russische Börse war war eine der geheimsten Börsen, bis sie Ende letzten Monats von den US-Behörden geschlossen wurde. Nach der Verhaftung eines angeblichen Mitbetreibers, zogen US-Behörden mehr als 100 Millionen US-Dollar in Form von Geldstrafen ein und legten die BTC-e Seite lahm.

Die verbleibenden Angestellten kommunizieren mit der Community nun über einen langjährigen Bitcoin Talk-Account und haben seitdem schon angekündigt zurückzukehren. Teile Geldes soll außerdem wieder aufgetaucht sein.

Laut aktuellen Aussagen von BTC-e soll man wieder Kontrolle über 55 Prozent der Mittel bekommen haben, der Rest soll konfisziert worden sein.

Ein anonymer Mitarbeiter soll bestätigt haben, dass die Plattform daran arbeitet, einen Neustart durchzuführen. Mithilfe einer Gruppe unbekannter Investoren soll die Plattform unter einem neuen Namen wieder aufgebaut werden. Durch bisher ungelöste Probleme mit dem US Schatzamt sei es nicht mehr möglich den Namen BTC-e weiterzuführen. Die Börse versprach damit, dass Ende August das Rebranding beginnen soll, weitere Meilensteine seien geplant.

Schuldschein

BTC-e kündigte ebenso die Ausstellung eines Schuldtokens an. Die Kunden könnten so ihre Schulden ausgleichen, da die Börse in Zukunft die Tokens zurückkaufen würde. Der Schritt ist ähnlich zu den BFX-Token, die im letzten Sommer von der Bitfinex-Börse ausgestellt wurden.

Die Börse erklärte dazu folgendes:

„Alle Schulden in Fiat (USD, EUR, RUR) werden in BTE-Token übertragen (1 BTE ist 1 USD) zum Kurs des jeweiligen Umrechnungsdatums. Um operativ mehr Schuldscheine zu schließen, wird wahrscheinlich ein ICO für die BTE-Token abgehalten. Wer BTE wird für 45 Prozent davon sieben verschiedene Kryptowährungen erhalten (BTC, LTC, NMC, NVC, PPC, ETH, DSH).“

Um die Token zu erhalten, müssen die Nutzer ihre Identitäten verifizieren, so die Information des anonymen Investors. „Die Investment-Firma arbeitet mit Know-Your-Customer und Anti-Geldwäsche-Lizenzen zusammen, somit ist es für jeden Kunden notwendig durch dieses Verfahren zu gehen“, heißt es.

BTC-ECHO

Über Danny de Boer

Danny de BoerAls Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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