Bitfinex entschädigt die ersten Bitcoin Hack Opfer

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: © ipopba - Fotolia.com

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Bitfinex hat die erste Welle der Hacking-Opfer entschädigt.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Am 1. September verkündete die Bitcoin Börse aus Hong Kong, dass sie mehr als 1% der Blockchain Schuld-Token aufgekauft hat, die sie im August an die betroffenen Nutzer ausgegeben hat. Auf diese Weise sollten Schäden beglichen werden, die durch den Hack-Angriff auf die Plattform geschehen sind.

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Zwar ist dies nur ein kleiner Schritt zur Entschädigung, doch die Analysten waren im Allgemeinen positiv überrascht, denn die Börse entschied die Tokens mit einem Marktwert über 1$ zu kaufen. Dies war ungefähr der doppelte Wert den der Token beim Zeitpunkt der Einführung hatte.

Seit der Herausgabe fluktuierte der Token, erreichte jedoch nicht die 1$ Marke die die Börse versprach. Es gab einige schwere Bedenken, auch von bekannteren Namen, wonach der Marktplatz seine eigenen Schuld-Token über einen verminderten Preis zurückkaufen wolle.

Viele hegen immer noch Zweifel darüber wie die Börse ihren Weg durch diese schwere finanzielle Situation finden soll. In einem Hack der die Sicherheit der Börse aushebelte wurden rund 120.000 BTC (70 mio. US-$) gestohlen.

Zwar sagen Analysten, dass die Bestrebungen von Bitfinex sehr zu “respektieren” sind, andere argumentieren aber, dass die Märkte zunächst warten sollen um zu sehen, ob die Börse wirklich eine “völlige Entschädigung der gestohlenen Coins” bieten wird.

Die Schritte im Nachhinein

Im Nachhinein ist der Rückkauf der Schuld-Token wohl der beeindruckendste der vielen kleinen Schritte die Bitfinex seit dem temporären Halt getan hat. Bei dem Handels-Stop wurde auch ein Stop für die Auszahlungen angeführt. Nach diesen Schritten folgte die Ausstellung eines Schuld-Tokens auf der Blockchain.

Zunächst kündigte die Börse vor knapp einem Monat an, dass die finanziellen Verluste auf alle Nutzer verallgemeinert werden. Im Austausch dieses 36 %-igen Einschnitts hat Bitfinex den Accountbesitzern mit einem Blockchain Token namens BFX Token ausgestellt.

Zu diesem Zeitpunkt erklärte die Börse, das BFX Tokens entweder durch Bifinex eingelöst oder in Unternehmensanteile der Muttergesellschaft, iFinex, eingetauscht werden könne. Viele bezweifelten dieses Vorgehen und seine Rechtsgültigkeit.

Und dennoch ruft die Entscheidung von Bitfinex diese Woche “mehr Vertrauen hervor und erlaubt gleichzeitig die Entwicklung des BFX Marktplatzes”, sagte Rik Willard, Gründer und Managing Director der Agentic Group LLC.

Willard ist nicht der einzige der die Auflösung und sein Auswirken auf die BFX Tokens betonte. Auf anderer Seite erkärte Kryptowährungsinvestment-Fund Manager Jacob Eliosoff, dass der Markt die Auflösung “mag”.

Er machte dies an dem Wertanstieg des Tokens gestern von 0,5 US-$ auf 0,57 US-$ fest.

Zweifel

Eliosoff ist derzeit mehr von der mangelnden Transparenz der Webseite als von dem eigentlichen Hack eingenommen. Wie in der letzten Woche berichtet wurde, untersucht die Börse noch immer den Vorfall, doch es gab immer noch keinen Verlust-Report.

Andere Informationen sind ebenfalls rar, betonte Eliosoff.

“Wenn sie planen die BFX in kleinen Schritten, wie jetzt, zurückzukaufen, warum kündigen sie das nicht an? Woher hatte man jetzt plötzlich die Mittel dazu?, erklärte er CoinDesk.

Er wies darauf hin, dass Bitfinex nun mehr Zeit zum Planen und Kommunizieren hat als noch kurz nach dem Hack. Der Marktplatz solle die Vorteile aus dieser Option nutzen.

Arthur Hayes, CEO von BitMEX, äußerte ähnliche Bedenken. Zu CoinDesk sagte er:

“Viele aus der Community würden gerne von dem Bitfinex Management hören wie die konkreten Zukunftspläne in Sachen Entschädigung sind.”

Genau genommen sind Hayes und Eliosoff daran interessiert welche finanzielle Leistung das Unternehmen erbringen muss um zukünftige Entschädigungen leisten zu können und “welcher Teil des Umsatzes für die Erlöschung der Pflicht eingesetzt wird.”

Versprechen gehalten

Während Eliosoff seine Bedenken über die mangelnde Transparenz von Bitfinex äußerte, gab sich Petar Zivkovski, Operations Director bei der BTC Trading Plattform Whaleclub, in einem durchaus dunkleren Ton.

“Ich bin der Ansicht, dass Bitfinex sich einen finanziellen Ausweg aus dieser Katastrophe sucht, während sie die Risiken und Schulden auf die Kunden durch die BFX Tokens übertragen”, sagte er.

Mehr als ein Rechtsexperte versicherte bereits, dass sich Bitfinex mit der Ausstellung dieses Tokens auf dünnes Eis begeben hat. Diese Handlung ermöglicht Klagen und Geldstrafen durch Regierungsbehörden.

Zivkovskis Darstellungsweise der Situation ist nicht wirklich optimistisch, doch Eliosoff betont, dass Bitfinex zumindest sein Wort gehalten hat.

Die Börse hätte mit dem Kaufpreis von BFX Tokens à 1 US-$ vorher auch die doppelte Menge an dieser digitalen Währung kaufen können.

Eliosoff sagte letztendlich:

“Ich respektiere aber, dass sie halten was sie gesagt haben.”

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Charles Bovaird via coindesk.com

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