Bitcoin trifft WhatsApp: Neuer Bot ermöglicht Senden und Empfangen von Bitcoin und Litecoin

Quelle: Shutterstock

Bitcoin trifft WhatsApp: Neuer Bot ermöglicht Senden und Empfangen von Bitcoin und Litecoin

Während die Gerüchte um einen Stable Coin aus dem Hause Facebook nicht abreißen, erobern bestehende Kryptowährungen schon einmal den Messaging-Dienst WhatsApp. Der Bot Lite.IM ermöglicht es nun, Bitcoin (BTC), Litecoin (LTC), Ether (ETH) und Zulu (ZTX) mit dem Chatprogramm zu senden und zu empfangen. 

Wenn der Mainstream nicht zu Bitcoin findet, muss Bitcoin eben zum Mainstream finden. So oder so ähnlich dürfte das Kalkül der Erschaffer von Lite.IM gewesen sein, als sie mit der Entwicklung ihres gleichnamigen WhatsApp-Bots begannen. Lite.im ermöglicht das Empfangen und Senden der Kryptowährungen Bitcoin und Litecoin per WhatsApp.

Bitcoin Management als Zwiegespräch mit Bot

Dabei spielt sich von der Wallet-Erstellung über die Verwaltung der Kryptowährungen bis zum Export des Private Keys alles in einem Chatfenster ab. Zunächst fragt der Bot nach der bevorzugten Sprache. Bislang stehen nur Englisch und Spanisch zur Auswahl. Darauf folgt die Erstellung eines Passworts. Spätestens hier muss man darauf vertrauen, dass am anderen Ende der (verschlüsselten) Leitung auch wirklich ein Programm agiert und niemand des Lite.IM-Teams Einblick in den Chatverlauf haben kann.

Sprachauswahl und Passworterstellung

Nach erfolgter Passworterstellung kann es losgehen.

Es kann losgehen. Dieses Menü bildet das Interface von Lite.IM

Zunächst gilt es, die Wallet zu füllen. Unter Punkt 1 (recieve) kann sich der Benutzer die Adresse seiner Lite.IM-Wallet anzeigen lassen.


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Sobald die Transaktion vom Netzwerk bestätigt wurde, meldet sich der Bot mit der frohen Kunde und dem Link zur Transaktion in einem Blockchain-Explorer.

Bestätigungsnachricht samt Link zu einem Blockchain Explorer

Bislang unterstützt Lite.IM die Kryptowährungen Bitcoin, Ether, Litecoin und der Zulu Token. Das Versenden von Bitcoin & Co. erfolgt ebenfalls innerhalb des Chats. Dabei muss das vorher festgelegte Passwort angegebenen werden. Außerdem fällt eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2-FA) an: Der Bot fragt eine Bestätigungs-PIN ab, die per SMS verschickt wird.

Als Empfänger der Transaktion dient wahlweise eine Wallet-Adresse für die jeweilige Kryptowährung oder die Angabe einer (bei Lite.IM registrierten) E-Mail-Adresse oder Telefonnummer.

Vermutlich ist es nicht jedermann ganz geheuer, seine Krypto-Geschäfte im Zwiegespräch mit einem Bot abzuwickeln – Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hin, 2FA her. Jene, die diese durchaus gesunde Skepsis an den Tag legen, können ihre Wallet beziehungsweise ihren Private Key und/oder ihre Seedphrase aus der App exportieren. Auch hier fallen wieder die Angabe des Passworts sowie eine 2F-Authentifizierung an.

Fazit: Ein Schub für die Bitcoin-Adaption, der Vertrauen voraussetzt

Die App bietet damit einen interessanten Einstieg für jene Krypto-Neulinge, denen der Umgang mit WhatsApp vertrauter ist als etwa mit einer Hardware-Wallet. Zudem besteht die Möglichkeit, mittels Referral-Links für das Einladen von Freunden ein wenig BTC hinzu zu verdienen. Dennoch erfordert der Umgang mit Lite.IM einen gehörigen Vertrauensvorschuss – vor allem, wenn man vorhat, größere Summen zu verwalten.


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Lite.IM. ist eine nette Spielerei mit nicht zu unterschätzendem Potenzial für die Adaption von Bitcoin & Co. Ob man seine Kryptowährungen jedoch ausschließlich über WhatsApp verwalten möchte, muss jeder für sich entscheiden. Eine sicher(ere) Verwahrung seiner Kryptowährungen per Cold Storage wird der Bot jedenfalls nicht ersetzen können – möglicherweise aber dem erwarteten Facebook Coin Konkurrenz machen.

EDIT: In einer früheren Version wurde irrtümlich Tezos (XTZ) als unterstützte Währung angegeben. Tatsächlich handelt es sich um den Zulu Token (ZTX). Vielen Dank für den Leserhinweis!

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Gefahr für Linux-Rechner: Cryptojacking mit Skidmap auf dem Vormarsch
Gefahr für Linux-Rechner: Cryptojacking mit Skidmap auf dem Vormarsch
Sicherheit

Risikoanalysten einer IT-Sicherheitsfirma haben eine Cryptojacking Malware namens Skidmap entlarvt. In ihrem Bericht erklären sie die ausgefeilten Mechanismen, mit denen sich die Angreifer Zugriff auf Linux-basierte Geräte verschaffen. Die Distributionen Debian und Red Hat seien betroffen.

Studie: 72 Prozent der Deutschen schließen Bitcoin-Zahlungen aus
Studie: 72 Prozent der Deutschen schließen Bitcoin-Zahlungen aus
Bitcoin

Laut einer Studie schließt ein Großteil der Deutschen Zahlungen mit Bitcoin, der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, aus. Die Herausgeber der Studie vermuten als Grund technischen Hürden.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Die Ruhe vor dem Sturm
Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Die Ruhe vor dem Sturm
Kursanalyse

Der Bitcoin-Kurs steht nicht nur am Ende eines Triangle Pattern, sondern an einem Scheideweg. Positiv für den Bitcoin-Kurs ist zweifellos das Wachstum von SegWit-Transaktionen. Wie sich das Libra-Verbot in Deutschland auf den Krypto-Markt auswirkt, bleibt jedoch spannend.

Gefahr für Linux-Rechner: Cryptojacking mit Skidmap auf dem Vormarsch
Gefahr für Linux-Rechner: Cryptojacking mit Skidmap auf dem Vormarsch
Sicherheit

Risikoanalysten einer IT-Sicherheitsfirma haben eine Cryptojacking Malware namens Skidmap entlarvt. In ihrem Bericht erklären sie die ausgefeilten Mechanismen, mit denen sich die Angreifer Zugriff auf Linux-basierte Geräte verschaffen. Die Distributionen Debian und Red Hat seien betroffen.

ETO-Investment ab 10 Euro: Neufund erhält grünes Licht für Equity Token Offering
ETO-Investment ab 10 Euro: Neufund erhält grünes Licht für Equity Token Offering
Funding

Neufund hat den Start des Equity Token Offerings (ETO) für das E-Mobility Start-up Greyp bekannt gegeben. Bei dem ETO können auch Kleinanleger mitmachen – und sich in die Riege der Greyp-Investoren einreihen, zu denen auch der Autobauer Porsche zählt.

Studie: 72 Prozent der Deutschen schließen Bitcoin-Zahlungen aus
Studie: 72 Prozent der Deutschen schließen Bitcoin-Zahlungen aus
Bitcoin

Laut einer Studie schließt ein Großteil der Deutschen Zahlungen mit Bitcoin, der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, aus. Die Herausgeber der Studie vermuten als Grund technischen Hürden.

Angesagt

Libra-Treffen in der Schweiz: Ein langer Weg für den Facebook Coin
Altcoins

In Basel trafen sich am 16. September Vertreter von Facebooks geplanter Kryptowährung Libra mit insgesamt 26 Zentralbanken-Vertretern. Dabei wurde die Zukunft des Bitcoin-Abkömmlings aus dem Hause Zuckerberg diskutiert.

Wohin mit all dem Müll? KleanLoop als digitaler Wertstoffhof
Tech

Ein kanadisches Unternehmen hat eine dezentralisierte Anwendung (dApp) entwickelt, die das Konzept des „Waste Mining“ populär machen soll. Mit KleanLoop soll zunächst das Problem alter Autoreifen angegangen werden. Doch die Visionen von Klean Industries Inc. gehen noch weit darüber hinaus.

OKEx verbannt Privacy Coins
Märkte

FATF sei Dank: Die südkoreanische Bitcoin-Börse OKEx verbannt diverse anonyme Kryptowährungen sowie „Super Bitcoin“ von ihrer Plattform. Insgesamt sind vier sogenannte „Privacy Coins“ betroffen – darunter auch Monero (XMR), der Privacy Coin mit der höchsten Marktkapitalisierung.

Altcoin-Marktanalyse – Geringe Handelsspanne bei Bitcoin und Ethereum mit möglicher Bodenbildung
Kursanalyse

Die Gesamtmarktkapitalisierung des Krypto-Marktes schaffte es diese Woche weder ein neues Wochenhoch noch ein neues Wochentief auszubilden. Der Widerstand bei 268 Milliarden US-Dollar wie auch die Unterstützung im Bereich von 240 Milliarden US-Dollar haben weiterhin Bestand. Die Kapitalisierung konnte sich nicht entscheidend absetzen und liegt mit aktuell 258 Milliarden US-Dollar ebenfalls auf Vorwochenschluss.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: