Bitcoin-Kurs: Bullishe Aussichten und bearishe Sentiments

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Bitcoin-Kurs: Bullishe Aussichten und bearishe Sentiments

Steigt der Bitcoin-Kurs etwas an, kann man sich vor bullishen Prognosen kaum retten. 34.000 Euro in zwei Monaten? 16.000 US-Dollar innerhalb der nächsten Wochen? Neues Jahreshoch? Neues Allzeithoch? Ein Blick in die Bitcoin-Kurs-Kristallkugel.

Der Bitcoin-Kurs durchbricht endlich wieder die 10.000 US-Dollar-Marke. Mit einer Stärke von aktuell 10.068 US-Dollar (Stand 25. Juli, 12:30 Uhr) konnte die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung also ein knapp dreiprozentiges Plus im Vergleich zum Vortag verzeichnen.

Der Bitcoin-Kurs steigt, die Bullen brüllen

Plötzlich sind die Krypto-News-Sparten wieder voll mit bullishen Nachrichten. So glaubt etwa Dan Morehead von Pantera Capital fest daran, dass wir zu Ende des Jahres neue Höchstwerte sehen werden. Insgesamt 42.000 US-Dollar soll BTC bis Dezember wert sein. Das wäre für die meisten Anleger sicher schön, liegt dieses Kursziel doch doppelt so hoch wie die Kryptowährung zu seinen Bestzeiten war.

Im Unchained Podcast verrät er auch den Grund für diese gewagte Prognose: Wir folgen einer Trendlinie. Verfolgt der Bitcoin-Kurs diese Linie weiter, so könnten wir in nächstem Jahr schon Kurse von 122.000 US-Dollar, 2021 sogar 356.000 US-Dollar sehen. Traumrenditen, bei denen Anleger feuchte Augen bekommen.

Diese Art von Prognose verbreitet sich wie ein Lauffeuer – die Bullen „brechen aus“, YouTube-Video-Blogger und Freizeit-Journalisten greifen die Nachricht auf und reiten die Bitcoin-Welle.

Auch die Bären sind nicht weit


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Doch genau so schnell kann es in die andere Richtung gehen. Plötzlich greift die Meldung um sich, dass die Behörde mit dem griffigen Namen „Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht“ deutsche Bitcoin-Börsen künftig strenger regulieren will. Man hört sie schon, die Untergangsszenarien: Wir müssen den Gürtel enger schnallen, deutschen Bitcoin-Tradern geht es an die Gurgel, die BaFin greift gnadenlos um sich.

Doch Hand aufs Herz: Verwundert es jemanden tatsächlich, dass eine Regulierungsbehörde tut, was sie eben tut? Sie reguliert. Nüchtern betrachtet bedeutet das nur, dass Behörden, Regierungen und Regulatoren etwas Wichtiges begriffen haben. Und zwar, dass sie es mit einer Technologie zu tun haben, die sie nicht einfach verbieten können.

Die Zeichen der Zeit

Mit ähnlichen Impulsen darf man in der kommenden Zeit noch öfter rechnen. Das beste Beispiel kommt hier aus den USA. Denn dort hatten Bitcoin, Facebooks Libra und sonstige Kryptowährungen plötzlich die politisch-mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Vor Facebook müsse man sich hüten, die Blockchain-Technologie biete Potentiale und Bitcoin müsse man allgemein besser überwachen. So oder so ähnlich klangen die meisten Aussagen des US-Kongresses. Auch das ist streng genommen nichts Neues.

Doch dass sich tatsächlich auch etwas tut, darf man durchaus als Fortschritt ansehen. Denn Kryptowährungen scheinen, ganz unabhängig vom Bitcoin-Kurs, langsam in der Mitte der Gesellschaft anzukommen.

Das zieht, nicht erst seit gestern, Handlungsbedarf nach sich. Dies erkennen Regulatoren und Regierungen offenbar – die Maxime heißt nicht mehr Bekämpfung, sondern Schadensbegrenzung. Denn: Kryptowährungen kann man nicht effektiv verbieten, man kann höchstens versuchen, sie zu regulieren.

Und der Bitcoin-Kurs?


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Der gibt sich angesichts dieses Trubels relativ unbeeindruckt. Die psychologisch immer wichtiger werdende 10.000-US-Dollar-Marke scheint in den letzten Wochen zum Dreh- und Angelpunkt der Kursbewegungen geworden zu sein.

Die Kristallkugel ist derzeit etwas vernebelt, auf Anfrage von BTC-ECHO konnte sie keine klaren Aussagen machen. Der Trend wird wohl halten, wohin er genau geht, wird allerdings nur die Zeit zeigen.

Übrigens: Wem die Kursschwankungen zu hoch sind, der mag sich einen Langzeit-Plan überlegen und sich von kurzzeitigen Prognosen, Bullen oder Bären nicht beeindrucken lassen. Einige Tipps dazu findet ihr hier.

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