Marktupdate Bitcoin-Kurs (BTC) knickt ein – Stecken Miner hinter der Verkaufswelle?

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Quelle: Shutterstock

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Zu Wochenbeginn ist der Bitcoin-Kurs (BTC) mit einem Fall unter die Marke von 9.000 US-Dollar auf Bodensuche. Welche Rolle spielen Miner bei der Kurskorrektur?

Der Bitcoin-Kurs hat über das Wochenende erneut Federn lassen müssen. Seit letztem Mittwoch, den 20. Mai, ist der Bitcoin-Kurs um rund 1.000 US-Dollar gefallen und liegt auf Wochensicht mit 8,9 Prozent im Minus. Konnte die Krypto-Leitwährung noch knapp die Marke von 9.000 US-Dollar übers Wochenende verteidigen, deutet sich zu Wochenauftakt erneut eine Kurskorrektur an. In den letzten 24 Stunden ist der Bitcoin-Kurs um 4,7 Prozent gefallen und notiert aktuell bei 8.779 US-Dollar. Auslöser dieser Abwärtsbewegung könnten Miner sein, die ihre BTC-Bestände auf den Markt werfen, um laufende Betriebskosten zu decken.

Auch die Altcoins fahren zu Wochenbeginn Verluste ein. Der Ether-Kurs (ETH) rutscht auf Tagessicht um 3,5 Prozent auf 201,76 US-Dollar, wodurch ein bearishes Reversal wahrscheinlicher wird. Fällt der Ether-Kurs unter das nächste Unterstützungslevel bei 195 US-Dollar und kann sich nicht an der Marke von 176 US-Dollar stabilisieren, droht ein Tests der Trendkanalunterkante bei 170 US-Dollar.

Mit einem 24-stündigen Minus von 3 Prozent ist der XRP-Kurs ebenfalls mit schlechten Vorzeichen in die Woche gestartet. Aktuell notiert der Ripple-Coin bei 0,194 US-Dollar und ist somit im Wochenvergleich um 2,9 Prozent gefallen. Die Indikatoren beim XRP-Kurs sind ebenfalls bearish zu bewerten. Schafft es der XRP-Kurs nicht, das 38er Fibonacci-Retracement bei 0,202 US-Dollar zu durchbrechen, scheint ein Anlaufen des Supportlevels bei 0,185 US-Dollar wahrscheinlich.


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Konnte der IOTA-Kurs (MIOTA) noch knapp die Marke von 0,20 US-Dollar am Wochenende halten, befindet sich die Internet-der-Dinge-Währung mit einem Minus von 5 Prozent im Tagesvergleich seither im Sinkflug. Auf Wochensicht fällt der IOTA-Kurs um 4,1 Prozent auf 0,190 US-Dollar. Rutscht der IOTA-Kurs unter die Kursunterstützung des 38er Fibonacci-Retracement bei 0,188 US-Dollar, könnten die Bären versuchen, den Kurs in Richtung 0,164 US-Dollar zu drücken.

Miner drücken den Bitcoin-Kurs

Seitdem das Halving die Coinbase Rewards für Miner von 12,5 auf 6,25 BTC und somit einen wesentlichen Teil der Einkommensgrundlage für Miner halbiert hat, kämpfen vor allem kleine Miner mit Existenznöten. In Abhängigkeit zum schwächelnden Bitcoin-Kurs sind die Betriebskosten gegenüber den Einnahmen unverhältnismäßig gestiegen.

Um Kosten decken zu können, veräußern Miner in der Konsequenz aktuell mehr Bitcoin aus ihren Reserven als sie neue BTC schürfen. Die Gewinnschwelle für das Schürfen neuer Blöcke liegt für Miner nach dem Halving bei einem Bitcoin-Kurs von 12.000 US-Dollar. Aktuell notiert der Bitcoin-Kurs jedoch bei rund 8.779 US-Dollar – Eine Differenz von rund 36 Prozentpunkten.

Entnommen von ByteTree

Wie aus der obigen Grafik von ByteTree hervorgeht, liegt das Miner’s Rolling Inventory (MRI) knapp über 102 Prozent. Das bedeutet, dass Miner aktuell mehr BTC als üblich auf den Markt spülen. Dies deutet darauf hin, dass der gegenwärtige Verkausfdruck anhalten und den Bitcoin-Kurs weiter drücken könnte. Diese Dynamik birgt die Gefahr einer kurzfristigen Abwärtsspirale. Hält der Trend an, könnten sich Miner selbst zu weiteren Verkäufen zwingen. Schließlich treiben sie den Kurs nach unten und müssen infolge immer häufiger BTC-Bestände anzapfen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Rund zwei Wochen nach dem Halving treten allmählich die ersten Effekte zu Tage. Bis ein neues Gleichgewicht im Bitcoin-Netzwerk hergestellt ist, könnten bereits einige Miner zur Aufgabe gezwungen worden sein.

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