Bitcoin-Kurs bei 90.000 US-Dollar: Bullishe Studie der BayernLB

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Bitcoin wird 2020 seltener als Gold – der Bitcoin-Kurs könnte explodieren

Quelle: Shutterstock

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Bitcoin wird im kommenden Jahr Gold als knappstes Gut der Menschheit einholen. Die BayernLB hat in einer Studie das Stock-to-Flow-Verhältnis von Bitcoin beleuchtet – und stellt eine bullishe Prognose für den Bitcoin-Kurs im kommenden Jahr auf.

Die Bayerische Landesbank (BayernLB) erkennt Bitcoin als ein Asset an, das als „ultrahartes Geld“ konzipiert wurde – und diesen Anspruch bislang auch weitestgehend erfüllt. Dabei stellt die BayernLB einen auffälligen Zusammenhang zwischen dem Bitcoin-Kurs und der „Härte“ von Bitcoin fest. Sollte sich dieser Zusammenhang nach dem nächsten Bitcoin Halving im Mai 2020 bestätigten, könnte dies den Bitcoin-Kurs in die Region von 90.000 US-Dollar befördern. Das geht aus einer Studie hervor, die die BayernLB am 30. September veröffentlicht hat.


In dieser wendet die Bank die Stock-to-Flow-Methode – eine bewährte Heuristik zur Bewertung von Commodities – auf Bitcoin an. Dabei wird die aktuelle Umlaufmenge eines Assets (Stock) durch die jährlich hinzukommende Menge geteilt, um seine „Seltenheit“ zu bestimmen. Nach dieser Metrik ist bislang noch Gold mit einem Stock-to-Flow-Wert (SF) von 50 das seltenste Asset. Bitcoin liegt mit einem SF von derzeit 25 (17, 5 Millionen BTC / 0,7 Millionen BTC) derzeit etwa gleichauf mit Silber. Mit der nächsten Halbierung der Mining Rewards im Mai 2020 wird Bitcoin einen SF von etwa 50 erreichen – und könnte damit Gold als seltenstes Gut vom Sockel stoßen.

Bitcoin läuft Gold den Rang ab – mit Siebenmeilenstiefeln

Dass Bitcoin im Begriff ist, Gold mit Siebenmeilenstiefeln den Rang abzulaufen, sieht die BayernLB in dessen digitaler Natur begründet. So ermögliche diese ein im Vergleich zu Gold „unfaires Angebotsengineering“. Gemeint sind damit der im Bitcoin-Protokoll festgelegte Wert von einer maximalen Umlaufmenge von 21 Millionen BTC sowie die regelmäßige Halbierung der „Fördermenge“ in Form des Mining Reward Halving. Die große Zahl der Netzwerkteilnehmer mache eine Veränderung dieses deflationären Ansatzes äußerst unwahrscheinlich:

Aufgrund des „Angebots-Engineerings“ dürfte es Bitcoin gelingen, einen ähnlich hohen Stock-to-Flow-Wert, wie Gold ihn heute hat, bereits nächstes Jahr zu erreichen – also innerhalb von nur 11 Jahren. Garantiert wird das von Satoshi festgelegte Angebotsprofil durch ein weltumspannendes Peer-to-Peer-Netzwerk und den Zentripetalkräften eines solchen großen Netzwerkes: Das ganze Netzwerk zu einem neuen Angebotsprofil (sprich: Software-Protokoll) zu bewegen, ist so gut wie unmöglich, zumal im Falle eines inflationäreren Profils die Anreize der einzelnen Node-Betreiber dem entgegenstünden (dies würde den Wert ihrer Bitcoin verwässern).

Die BayernLB stellt dabei einen auffälligen Zusammenhang zwischen Bitcoin-Kurs und dem Stock-to-Flow-Wert fest.

Bitcoin-Kurs nach Halving bei 90.000 US-Dollar

Bislang hat sich der Bitcoin-Kurs linear zu seinem Stock-to-Flow-Wert entwickelt. Sollte sich dies auch nach dem nächsten Reward Halving bestätigen, könnte Bitcoins Reise zum Mond beginnen:

Das Spannendste ist natürlich der Blick in die Zukunft. So wird sich Bitcoins Stock-to-Flow-Wert im Mai 2020 – also nach dem nächsten Halving – drastisch erhöhen: von derzeit ca. 25,8 auf fast 53. Der Stock-to-Flow-Wert von Gold bei aktuell rund 58 wird hingegen im Mai 2020 wenn überhaupt nur unwesentlich höher liegen. Wenn man diesen Mai-Wert für Bitcoins Stock to Flow in das Modell einpflegt, kommt ein schwindelerregender Preis von ca. 90.000 US-Dollar pro Bitcoin heraus. Demnach wäre im aktuellen Preis von rund 8.000 US-Dollar der anstehende Halving-Effekt kaum eingepreist (der aktuelle Modellwert liegt bei ca. 7.500 US-Dollar),

so die Prognose der BayernLB.

Die BayernLB hat sich in ihrer SF-Analyse Bitcoins unter anderem von Saifedean Ammous und seinem Werk „The Bitcoin Standard“ inspirieren lassen. Ammous gilt als einer der ersten Analysten, der die Stock-to-Flow-Methode für die Wertbestimmung von Bitcoin angewendet hat. Offenbar hat Ammous mit seinem Auftritt bei der BayernLB im Juni einen bleibenden Eindruck bei den Bankern hinterlassen können.

Mehr zum Thema Stock-to-Flow-Ratio und warum Bitcoin das knappste Gut der Menschheit ist, erfahrt ihr hier.

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