All in Bitcoin Investment? Die Frage ist nicht ob, sondern wie viel

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

Ein Bitcoin-Kuchendiagramm

Quelle: Shutterstock

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Bitcoin ist das am besten performende Asset in der Geschichte der Menschheit. Wieso eine Portfolio-Beimischung von BTC die Performance verbessern kann und was Investorinnen und Investoren beachten sollten.

“Sag mir nicht, was du denkst, sondern zeig mir dein Portfolio.” Damit meint Bestseller-Autor Nassim Taleb die normative Kraft der Überzeugung. Man könnte auch sagen: “Put your money where your mouth is.” Während Bitcoiner vermutlich mit zweistelligen Prozentsätzen ihres Portfolios in BTC investiert sind, legen konservative Investoren eher geringere Werte an. Doch welcher Anteil ist der richtige?

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Nun, pauschal kann man das nicht sagen. Eines lässt sich aber auf jeden Fall festhalten: Ein Portfolio, das null Prozent Bitcoin beinhaltet, ergibt keinen Sinn. Bitcoin ist das beste Asset der Menschheitsgeschichte. Aktuell beträgt sein jährliches Wachstum im Schnitt 200 Prozent. Und dazu ist es auch noch vergleichsweise unkorreliert zu Assets wie Aktien oder Anleihen. Eine Diversifikation mit BTC ist also sinnvoll.

Das perfekte Portfolio

Der Bitcoin-Datendienstleister Ecoinometrics, ein Newsletter, der sich wöchentlich mit relevanten Metriken im Bitcoin-Netzwerk auseinandersetzt, hat die Renditen einer mehr oder weniger hohen Bitcoin-Allokation zusammengetragen.

Wer etwa während der letzten acht Jahre 100 Prozent seines Vermögens in dem digitalen Gold gehalten hat, durfte sich über einen annualisierten Wertzuwachs von 100 Prozent freuen. Eine solche All-in-Position empfiehlt sich indes nur für Bitcoiner, die in der Lage sind, teils jahrelange Bärenmärkte durchzustehen. Schließlich hat der Krypto-Markt innerhalb der letzten acht Jahre zweimal signifikant korrigiert. Zuletzt im Zeitraum Dezember 2017 bis Dezember 2018. Im zurückliegenden Bärenmarkt rutschte der Kurs der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung von knapp unter 20.000 US-Dollar (USD) auf 3.000 USD ab. Eine Kurskorrektur von sage und schreibe 89 Prozent.

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Durststrecken wie diese waschen sogenannte “Weak Hands”, also Trader, die vor allem auf kurzfristige Gewinne abzielen, aus dem Markt. Übrig bleiben die Hodler, die sich in Bärenmärkten sodann typischerweise mit günstigen Sats eindecken können.

Beimischung verringert Volatilität

Eine weniger aggressive Portfolio-Zusammensetzung kann das Risiko, das mit volatilen Assets wie Bitcoin einhergeht, deutlich verringern. Wer etwa 50 Prozent seines Portfolios in Bitcoin und den Rest im S&P 500, also einem namhaften US-Aktienindex hält, verringert seine Rendite auf „nur“ 63 Prozent, gemittelt auf acht Jahre. Dafür nahm der Wert des Portfolios maximal 58 Prozent ab. Für langfristig orientierte Anleger, die ihr Vermögen innerhalb eines Jahres nicht um knapp 90 Prozent schrumpfen sehen wollen, ist dieses Portfolio wohl die solidere Wahl.

Selbst risikoaverse Anleger sollten über ein Investment in Bitcoin nachdenken, schreibt Ecoinometrics. Mit 34 Prozent Bitcoin, 33 Prozent S&P 500 sowie 33 Prozent Gold erreicht man immer noch 43 Prozent Rendite auf acht Jahre. Der maximale Abfall betrug laut Ecoinometrics nur 45 Prozent, selbst wenn BTC um 89 Prozent korrigiert.

Zusammenfassend kann man also sagen: je größer die Bitcoin-Position, desto höher die Rendite. Die Bitcoin-Performance seit dem Halving kann sich durchaus sehen lassen.

Gleichzeitig steigt mit der prozentualen Größe der BTC-Position aber auch das Risiko.

Es gibt also keine magische Zahl, vielmehr kommt es darauf an, durch kluge Portfolio-Konstellationen einen guten Mix aus Risiko und Ertrag hinzubekommen. Gold, der S&P 500 sowie Bitcoin sind mal mehr mal weniger stark miteinander korreliert. Vor allem in Bullenmärkten zeigt sich eine abnehmende Korrelation zu konkurrierenden Assets. Ein Bitcoin-Investment wird dann doppelt attraktiv. Schließlich senken unkorrelierte Assets das Risiko des Portfolios insgesamt. Zudem befindet sich Bitcoin noch am Anfang seiner Monetarisierung – Wachstumspotenzial besteht also allemal.

Wie viel Prozent ihres Vermögens Anleger in BTC investieren sollten, lässt sich pauschal nicht sagen. Eines ist aber klar: Bitcoin im Portfolio außer Acht zu lassen ist fahrlässig.

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