Zur Hohenheim-Studie Bitcoin (BTC), der unsichere Hafen?

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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ein schiff, das im meer versinkt als symbol für bitcoin als unsicherer hafen

Quelle: Shutterstock

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Eine aktuelle Studie der Uni Hohenheim bestreitet das Sichere-Hafen-Narrativ von Bitcoin (BTC). Was ist dran?

Spätestens seit dem Corona-Crash ist das Sichere-Hafen-Narrativ rund um Bitcoin ins Wanken geraten. Hatten ihn viele AnlegerInnen zuvor als sicheres Ausweich- beziehungsweise Ergänzungsasset fürs Portfolio gehalten, sollte der Bitcoin-Kurssturz für Kritiker das Gegenteil beweisen.

Bitcoin: Hochvolatil, wenig profitabel?


Laut einer aktuellen Studie der Universität Hohenheim, soll die Kryptowährung das Gesamtrisiko von Portfolios demgegenüber sogar erhöhen. Laut den Modellrechnungen, auf die die Uni ihre Aussagen vom 19. Mai stützt, sei das Sichere-Hafen-Narrativ bei Bitcoin nicht haltbar. So steige das Verlustrisiko bei Bitcoin überproportional. In ihrer Modellrechnung haben die ForscherInnen rund um Prof. Dr. Gehde-Trapp fiktive Portfolios mit unterschiedlichem Bitcoin-Anteil verglichen. Das Ergebnis: Wer allein auf Bitcoins setzte, hatte ein doppelt so hohes Verlustrisiko wie andere Anleger mit einem DAX-Portfolio, so heißt es in der Pressemitteilung der Uni. Auch Anlagen, denen Bitcoin beigemischt wurde, hätten sich demnach als verlustträchtiger erwiesen.

Bei einem Bitcoin-Anteil von zehn Prozent im ansonsten reinen DAX-Portfolio stieg das Verlustmaß bereits um 5 Prozent. Bei einem Bitcoin-Anteil von 20 Prozent erhöhte es sich um weitere 15 Prozent,

lässt sich Prof. Dr. Gehde-Trapp zitieren. Für die Analyse verwendete das Team das Value-at-Risk-Verfahren, bei dem ein Wertpapier immer nur einen Tag lang gehalten wird. Während das Verlustrisiko im 1. Quartal 2020 bei einem DAX-Portfolio bei sechs Prozent gelegen habe, habe es bei einer reinen Bitcoin-Geldanlage zwölf Prozent betragen.

BTC habe sich im Zuge des Corona-Crashs als besonders stark von den irrationalen Stimmungen an den Kapitalmärkten abhängig gezeigt. Investoren haben ihr Kapital sehr schnell aus anderen Anlagen abgezogen, um Liquiditätslücken zu schließen. Das bestätige, so das Fazit der Uni Hohenheim, dass BTC nicht als sicherer Hafen diene.

Wer Renditen erzielen wolle, so die Schlussfolgerung, setze sich immer den Risiken der jeweiligen Anlageklasse aus. Lediglich ein diversifiziertes Portfolio könne die Risiken relativ gut abfangen.

Eine Frage der Perspektive

Natürlich ist an der Studie zunächst nichts falsch. Der Bitcoin-Kurs ist nach wie vor hochvolatil, Kryptowährungen lassen sich als riskante Anlageklasse sehen – daran lässt sich wenig rütteln. Was dennoch gilt: In der Panik sind alle gleich. Ob nun Kryptowährungen, Gold, DAX oder sonstige Anlageklassen: Kaum ein Asset konnte den Corona-Crash überstehen. AnlegerInnen zogen ihre Assets ab, um in den US-Dollar zu flüchten, das rüttelte auch an den sichersten Häfen.

Was sich jedoch unlängst zeigte: Wer bei BTC am Ball bleibt, wird für den etwas längeren Atem belohnt. Bis auf wenige Ausnahmen ist man mit einem BTC-Investment bis jetzt profitabel geblieben. Emotionen sind und bleiben ein schlechter Ratgeber, das gilt für den traditionellen Markt genauso wie für den Krypto-Markt.

Denn: Auch, wenn Bitcoin und mit ihm so gut wie alle Kryptowährungen zunächst Verluste verkraften mussten, konnte das Krypto-Mutterschiff längst wieder zur Gegenbewegung ansetzen und die Verluste des Corona Crashs ausgleichen. Am fundamentalen Werteversprechen hinter Bitcoin ändert auch ein Corona-Crash nichts.

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