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Pyramidensystem? Bitcoin-Abzocke: Chinesische Polizei ermittelt gegen Scam-Exchange

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Handschellen, die vor einem blau-violetten Hintergrund liegen

Quelle: Shutterstock

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Chinesische Medien berichten über eine vermeintlich in Iran ansässige Bitcoin-Börse, die Kundengelder veruntreut haben soll. Doch die Spur führt auf das chinesische Festland.

Obacht bei der Wahl der BitcoinExchange. Immer wieder erreichen uns Nachrichten über Hacks oder Exit Scams von Börsen-Betreiben. In letztere Kategorie fällt auch der Fall von Bitisis. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, hat die vermeintlich in Iran ansässige Bitcoin-Börse ihren Dienst eingestellt – und dabei ihre Kunden geprellt.

Wie chinesische Medien berichten, sei die Exchange allerdings nicht in Iran ansässig, sondern werde vom chinesischen Festland aus betrieben. Dafür spricht, dass Bitisis auf einem Alibaba Cloud Server beheimatet ist. So ist es wenig überraschend, dass alle Opfer des Exit Scams aus China stammen.

Aufgebaut war die Börse wie ein Pyramidensystem. Kunden konnten Fiatgeld zwar einzahlen und damit verschiedene Kryptowährungen sowie den hauseigenen Token IRRT traden. Das Abheben der Funds knüpfte die Börse an eine Reihe von Bedingungen, die es de facto unmöglich machten, an eingelagertes Vermögen zu gelangen.

Kundengelder ausgelagert


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Wie sich jetzt herausgestellt hat, verfügte die Börse zudem nie wirklich über das Kundenvermögen. Vielmehr überwies man BTC und Co. sogleich an eine Dritt-Exchange, um so frühzeitig auszucashen. Aktuell liegt das gesamte Kundenvermögen auf drei Wallet-Adressen. Das Pikante: Die Adressen sind nicht etwa eigens kontrollierte Cold Wallets, sondern gehören einer nicht näher spezifizierten Bitcoin-Börse.

Infolge von verschiedenen Beschwerden von Bitisis-Kunden hat besagte Exchange die gestohlenen Gelder nun eingefroren. Mit Bitisis haben die Täter augenscheinlich eine große Menge krimineller Energie aufgebracht. Mangelendes technisches Wissen dürfte nun allerdings dazu führen, dass sich erbeutete Krypto-Millionen nicht mehr liquidieren lassen.

Das Team hinter Bitisis wird ferner mit anderen Krypto-Scams wie bit-ven.com in Verbindung gebracht. Wie der Name sagt, operiert die Börse in Venezuela. Ähnlich wie Bitisis wirbt auch bit-ven.com mit lukrativen Arbitragemöglichkeiten. Zur Stunde ist die Website allerdings nicht erreichbar.

Krypto-Scams haben Hochkonjunktur

Scams haben im Krypto-Sektor seit jeher eine gewisse Tradition. Häufig setzen Betrüger auf die Unwissenheit, die in Verbindung mit neuen Technologien wie Bitcoin besteht und nehmen so ihre Opfer regelrecht aus. Traurige Berühmtheit erreichten zudem Studien, nach denen über 80 Prozent aller ICOs mit betrügerischer Absicht lanciert wurden.

Zuletzt warnte das FBI vor einer Zunahme von Krypto-Betrug im Zuge der Corona-Krise. Dabei schrecken Kriminelle nicht vor perfiden Drohungen wie der absichtlichen Ansteckung mit SARS-CoV-2 an, sollten Bitcoin-Zahlungen ausbleiben. BTC-ECHO berichtete.


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