Alles nur geklaut? Laut Studie ist der Code der meisten Token kopiert

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Quelle: shutterstock

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Laut einer aktuellen Studie der chinesischen Firma Netta Lab, die in Zusammenarbeit mit Forschern der Xi’an Jiaotong University erstellt wurde, haben die allermeisten Erzeuger von Altcoins beziehungsweise Token mindestens 90 Prozent ihres Quellcodes von der Konkurrenz entnommen. Bei einigen Alternativen zum Bitcoin war der Plagiatsanteil sogar noch höher. Alles nur geklaut?
Open Source vs. Innovation?

Open Source vs. Innovation?

Was für Branchenkenner wenig überraschend erscheint, dürfte den meisten externen Beobachtern sauer aufstoßen. Die Programmierer der meisten Kryptoprojekte haben bei der Erschaffung ihres Token nicht viel anderes getan, als das geistige Eigentum Dritter im Copy-and-Paste-Verfahren zu übernehmen.

Der Grundgedanke quelloffener Open Source-Software besteht aber genau darin, dass man seine geistige Arbeit der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. So soll im Laufe der Zeit ein besseres Endergebnis erzielt werden. Von daher ist es wenig überraschend, dass sich die Urheber vieler Altcoins gerne und reichlich beim Wettbewerb bedient haben. Auch der Bitcoin verwendet ein Open-Source-Protokoll. Genau diese Offenheit und die Einladung an die Community, gemeinsam an einer sichereren und besseren Software zu arbeiten, erklärt unter anderem den Erfolg des Bitcoin. Diese Offenheit ist auch für den Siegeszug des Browsers Firefox, der Linux-Distribution Debian, der Bürosoftware Apache Open Office, des Datenbanksystems PostgreSQL oder beispielsweise der Media-Player VLC und Kodi verantwortlich. Wirklich alle erfolgreichen Softwareprojekte zu nennen, die auf dem Open Source-Prinzip basieren, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Altcoins – mach’ mir den Gutenberg!

Die Forscher der Xi’an Jiaotong University und von Netta Lab analysierten gemeinsam den Quellcode von 488 Token. Die Studie brachte zum Vorschein, dass in 405 Fällen mindestens 90 Prozent des Codes geklaut war. Das heißt: etwa vier von fünf Token sind eigentlich nichts weiter als Kopien.


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In 324 Fällen wurden sogar Übereinstimmungen bei 95 Prozent bis 100 Prozent des Codes entdeckt. Nur bei 38 Projekten fand man Überschneidungen von weniger als 80 Prozent des Quellcodes. Dies entspricht einem Anteil von 7,8 Prozent. Zur Überraschung der Forscher wurde keiner dieser Coins bzw. Token von den Machern als ein Original angepriesen.

Studie von Netta Lab bietet Kritikern viel Angriffsfläche

So wenige Kryptoprojekte mit einem Alleinstellungsmerkmal oder irgendwelchen innovativen Eigenschaften bringen natürlich einige Probleme mit sich. Für Kritiker bietet diese Tatsache viel Angriffsfläche. Sie können den Erschaffern vieler vermeintlich neuer Coins zurecht ankreiden, dass es ihnen lediglich darum ging, mit dem alten Wein in neuen Schläuchen möglichst viel Umsatz zu machen. Wenn auch dieser Hype abflacht, könnte man versuchen, noch ein wenig Profit aus dem nächsten „neuen“ Coin zu schlagen. Der wird dann natürlich ebenfalls nach dem Copy-and-Paste-Prinzip erschaffen.

Um es mit den Worten der Cree-Indianer zu sagen: Spätestens wenn der letzte ahnungslose Anleger mit den einfallslosen Copy-Coins um sein Erspartes gebracht wurde, hat man den Ruf der kompletten Community in Grund und Boden plagiiert. Fazit: Die Studie von Netta Lab ist eine deutliche Warnung an alle Aktiven der Coin-Community, die man sehr ernst nehmen sollte.

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