Überraschende Personalie 

Ripple-Kläger als neuer KI-Zar: Ex-SEC-Chef Jay Clayton von Trump nominiert

Mit der Nominierung von Jay Clayton als KI-Zar kehrt der Initiator der historischen Ripple-Klage zurück. Was bedeutet sein Comeback für XRP?

Tobias Zander
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Jay Clayton

Beitragsbild: picture alliance

| Der frühere SEC-Vorsitzende Jay Clayton soll David Sacks als KI-Zar nachfolgen

Alteingesessene XRP-Anleger dürften über diese Meldung wenig erfreut sein: Jay Clayton, der ehemalige Vorsitzende der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC), soll unter US-Präsident Donald Trump zum neuen KI-Zaren berufen werden. In der Krypto-Community weckt der Name Clayton düstere Erinnerungen, schließlich leitete er Ende 2020 die historische Klage gegen Ripple Labs ein, bei der dem Unternehmen ein unregistrierter Verkauf von XRP im Wert von 1,3 Milliarden US-Dollar vorgeworfen wurde.

Schon während seiner ersten SEC-Amtszeit etablierte Clayton im Jahr 2017 eine spezielle Cyber Unit und ging streng gegen Initial Coin Offerings (ICOs) vor. Bis zu seinem Abgang brachte die Behörde insgesamt 57 Verfahren gegen Kryptowährungen, Blockchain-Unternehmen und Token-Verkäufe auf den Weg. Die Aufsichtsbehörde betonte damals, dass es sich um Maßnahmen gegen “Bemühungen zur Täuschung von Anlegern durch die Verwendung von Wertpapieren aus digitalen Vermögenswerten sowie Verstöße gegen die Registrierungsbestimmungen” handelte.

Nur KI im Zuständigkeitsbereich, kein Krypto

Die neue Funktion als KI-Beauftragter hat aber eine völlig andere Ausrichtung und unterscheidet sich auch vom bisherigen Aufgabenbereich, den Vorgänger David Sacks innehatte. Als KI-Zar soll Clayton die “AI Force” leiten und die wachsende US-amerikanische KI-Industrie beaufsichtigen. In einem Interview auf CNBC lehnte er einen Entwicklungsstopp ab, insbesondere aus Gründen der nationalen Sicherheit: “Ich glaube nicht, dass irgendein Amerikaner denkt, dass das eine gute Strategie ist.”

Krypto-Anleger allgemein und XRP-Halter im Speziellen können somit beruhigt aufatmen, da Claytons neue Rolle keine Krypto-Themen umfasst. Die Klage gegen Ripple Labs wurde ohnehin vom amtierenden SEC-Chef Paul Atkins im vergangenen Jahr eingestellt. Dementsprechend zeigt sich der XRP-Kurs auch wenig beeindruckt von der Personalentscheidung und notiert im Moment des Schreibens bei 1,50 US-Dollar, ein Plus von 3,8 Prozent auf Monatssicht. Zumindest vorerst verbleibt die Krypto-Agenda des Weißen Hauses bei Berater Patrick Witt.

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