“Hot Money” könnte wieder stärker in den Krypto-Markt zurückkehren. Binance-Gründer Changpeng Zhao sieht erste Anzeichen dafür, dass spekulatives Kapital aus dem KI-Sektor zurück in digitale Assets fließt. Gemeint ist damit schnelles Geld, das kurzfristig dem lautesten Narrativ folgt. Ein Teil dieses Kapitals war aus Bitcoin in den KI-Sektor gewandert und könnte nun wieder zurückfließen.
Obwohl die Kryptowährung zuletzt eine starke Rallye hingelegt hat und innerhalb kürzester Zeit von rund 62.000 US-Dollar auf über 80.000 US-Dollar gestiegen ist, liegt der Kurs noch deutlich unter dem Allzeithoch. Neue Kapitalzuflüsse könnten deshalb helfen, die jüngste Erholung weiterzutragen.
Bitcoin könnte langfristig deutlich höher steigen
Für deutlich mehr Aufsehen sorgt eine neue Modellrechnung von River. Das Research-Unternehmen hält einen Bitcoin-Kurs von bis zu 840.000 US-Dollar innerhalb der kommenden fünf Jahre für möglich. Entscheidend dafür wäre nicht, dass Anleger enorme Summen investieren, sondern dass Bitcoin in deutlich mehr Portfolios einen festen Platz bekommt.
Laut River besitzen weltweit rund vier Prozent der Menschen Bitcoin. Bei professionellen Anlageberatern ist die Kryptowährung zwar ebenfalls angekommen, spielt in den Portfolios bislang aber nur eine sehr kleine Rolle. Obwohl 29 der 30 größten registrierten Anlageberater in den USA bereits Bitcoin halten, liegt die gesamte Bitcoin-Allokation von Anlageberatern bei lediglich 0,008 Prozent.
Das Unternehmen geht davon aus, dass künftig 20 bis 40 Prozent der Portfolios zwischen zwei und vier Prozent ihres Vermögens in Bitcoin investieren könnten. Bei einem weltweiten Finanzvermögen von rund 333 Billionen US-Dollar würden dadurch innerhalb von drei bis fünf Jahren Nettozuflüsse zwischen 1,3 und 5,3 Billionen US-Dollar entstehen.
