Videokonferenzen Zoom-Seminar mit Bitcoin bezahlen – SmartSessions machts möglich

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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smartphone, auf dem das zoom-logo erkennbar ist, liegt neben kopfhörern auf einem holztisch

Quelle: Shutterstock

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Weltweit nutzen immer mehr Menschen die Dienste der Videoplattform Zoom – auch Anbieter von Online-Seminaren. Damit künftig nur noch zahlenden Nutzer an deren Konferenzen teilnehmen, hat das Unternehmen 2key nun eine Krypto-Paywall für Zoom entwickelt.

Die Videoplattform Zoom geht bereits jetzt als Profiteur aus der andauernden Corona-Krise hervor. Kaum ein Unternehmen hat aus der derzeitigen Situation so Kapital für sich schlagen können, wie der Konferenzdienstleister. Dank Nutzerzahlen von täglich bis zu 300 Millionen Personen hat sich der Aktienkurs des Unternehmens mehr als verdoppelt.


Worauf Zoom-nutzende Unternehmen wie etwa Anbieter von Online-Seminaren jedoch bislang verzichten mussten, ist eine sichere und unkomplizierte Bezahllösung. Dies will der israelische Tech-Dienstleister 2key nun ändern. Auf seinem offiziellen Blog verkündet das Unternehmen in der vergangenen Woche den Startschuss seiner Krypto-Paywall SmartSessions.

Als Antwort auf die steigende Nachfrage nach entsprechenden Bezahltools können Unternehmen künftig mithilfe weniger Klicks sicherstellen, dass nur solche Nutzer an ihren kostpflichtigen Konferenzen teilnehmen, die zuvor hierfür auch bezahlt haben. Die Verwendung der Software wiederum ist kostenfrei. Dies soll vor allem krisengebeutelten Videoanbietern helfen.

SmartSessions biete neue Einkommens- und Skalierungsmöglichkeiten, für von COVID19 betroffene Unternehmen, die ihr Online-Geschäft nun auf Zoom verlagert haben. Darüber hinaus planen wir, das Produkt und seine Funktionalität weiter zu verbessern,

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wirbt 2key-Geschäftsführer Erez Ben-Kiki gegenüber dem Branchendienst Cointelegraph für die Potentiale der Software-Lösung.

Über SmartSessions können Anbieter ab sofort Zahlungen mit Ether sowie künftig in Tether, Dai, TrueUSD und Bitcoin empfangen. In erster Linie soll dies die Zahlungsabwicklung der häufig unterschiedlichen heimischen Währungen internationaler Konferenzteilnehmer erleichtern. Kryptowährungen wiederum können Zoom-Nutzer per Kreditkarte direkt über 2key erwerben.

Kann sich Zoom gegen öffentliche Bedenken durchsetzen?

Transaktionen zwischen Konferenzteilnehmern und -anbietern speichert SmartSessions dann auf der Ethereum-Blockchain. Dies soll sicherstellen, dass die Transaktionen sicher und transparent von Statten gehen, ohne dass die Online-Eintrittsgelder verloren gehen.

Während der Umweg über Kryptowährungen somit auch für sichere Zahlungen sorgen soll, wird dieser Schritt jedoch längst nicht alle Zoom-Nutzer überzeugen. So ächzt das öffentliche Ansehen von Zoom bereits seit längerem aufgrund klaffender Sicherheitslücken. Nutzer konnten hier zeitweise unter anderem fremde Konferenzen stören – ein Problem, dass SmartSessions mithilfe „dezentralisierter Links“ lösen will. Ob diese Rechnung aufgeht, sich die Paywall durchsetzt und Zooms Aufwind anhält, bleibt jedoch abzuwarten. Bereits heute stehen Konkurrenzanbieter wie etwa der Social-Media-Riese Facebook mit seinen neuen Messenger Rooms in den Startlöchern.

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