Trading: Wie beeinflussen Stop Orders den Bitcoin Kurs?

Max Kops

von Max Kops

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Max Kops

Quelle: © anankkml / fotolia.de

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Der Bitcoin Marktplatz Coinbase bietet seit einigen Tagen Stop Orders an, mit denen Trader ihren Bitcoin Handel in Teilen automatisieren können. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie der Handel mit Stop Orders den Kurs beeinflussen kann.

Warum sind Stop Orders wichtig?


Stop Orders sorgen dafür, dass ein Trade ausgeführt wird, sobald ein zuvor festgelegter Preis erreicht wurde. Sie sorgen also dafür, dass Trader die Verluste begrenzen können, indem sie ein Limit festlegen, das nicht unterschritten werden soll.

Gerade bei Bitcoins können Stop Orders noch entscheidender als am Aktienmarkt sein, weil es in der Vergangenheit bereits extreme Kursschwankungen über Nacht gegeben hat. Wer schnelle Veränderungen am Markt verpasst, wacht am nächsten Morgen mit einer bösen Überraschung auf.

Ein Stop Loss sorgt hingegen dafür, dass ein Trader die Bitcoins sofort verkauft, wenn das Limit unterschritten wird. Damit stoppt er weitere Verluste (to stop loss).

Stop Orders können gefährlich werden

Es scheint so, als würden Stop Orders den Bitcoin Handel zunächst weniger risikoreich gestalten. Ein einzelner Trader kann sich mit richtig gesetzten Stop Losses sicher eine Menge Ärger ersparen.

Auf der anderen Seite spielt auch die Psychologie mit in die automatischen Trades ein. Denn oft orientieren sich Menschen an “magischen Grenzen”, die man für gut oder schlecht hält. Aktuell wäre beispielsweise die 300€ Grenze einer dieser kritischen Punkte, an denen man einen Crash prognostizieren könnte.

Wie Stop Loss Orders einen Crash auslösen können

Probleme ergeben sich, wenn viele Trader sich an den selben Grenzen orientieren. Sollte eine dieser Grenzen also tatsächlich unterschritten werden, sind die Auswirkungen umso größer. Schließlich werden dann schlagartig große Mengen von Bitcoins auf den Markt geworfen, die den Kurs binnen wenigen Stunden extrem drücken.

Im schlimmsten Fall entsteht daraus eine Abstiegsspirale: Die Stop Orders werden ausgeführt, der Kurs bricht sehr stark ein. Im Laufe des Tages werden viele Trader ohne Stop Losses aufmerksam, die ihre Bitcoins ebenfalls auf dem Markt platzieren. Der Kurs verliert weiter an Wert, vielleicht sogar so weit, bis die nächste magische Grenze erreicht wird. Dann käme eine weitere Welle an Verkäufen auf den Markt.

Bitcoin Trading: Fehler der Vergangenheit

Meinung des Autors (Max):

Schaut man sich den Bitcoin Kurs im Langzeitverlauf über mehrere Jahre an, dann stellt man schnell fest, dass es immer wieder zu Crashs gekommen ist. Obschon oft politische, regulatorische oder finanzielle Einflüsse den Anstoß dafür gegeben haben, spielten auch große Teile der Psychologie mit in das Geschehen: Trader mit wenig Hintergrundwissen, die voreilig auf den Zug aufgesprungen sind, um das schnelle Geld mit Bitcoins zu verdienen, hielten eher an größeren, magischen Grenzen fest. Wurde eine Hundertermarke unterschritten, ging es anschließend umso stärker bergab.

 

Englische Originalquelle: How Does Coinbase’s Stop Order Affect Bitcoin Trading?

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