Meinungs-ECHO US-Notenbank treibt Bitcoin-Kurs womöglich über 1.000.000 US-Dollar – Raoul Pal

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Grafik einer sich auflösenden 100-US-Dollarnote

Quelle: Shutterstock

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Das jüngste Bekenntnis der US-Notenbank zu einer inflationären Geldpolitik lässt Bitcoin Bullen um die Wette spekulieren. Das Meinungs-ECHO.

Fed-Chef Powell füllt Treibstoff in die Bitcoin-Kurs-Rakete

US-Notenbank-Chef Jerome Powell hat dem Narrativ von Bitcoin als Hedge gegen eine Inflation des US-Dollar neuen Auftrieb verliehen. Ganze 65 Mal nahm der Fed-Vorsitzende in einer Rede am 27. August das Wort „Inflation“ in den Mund. Powell rief darin ein Inflationsziel von zwei Prozent aus. Die Fed werde ihre Geldpolitik danach ausrichten, dieses Ziel zu erreichen – und wolle dabei eine „flexible“ Strategie fahren:

Wenn wir versuchen, eine Inflation zu erreichen, die im Laufe der Zeit durchschnittlich 2 Prozent beträgt, binden wir uns nicht an eine bestimmte mathematische Formel, die den Durchschnitt definiert. Daher könnte unser Ansatz als eine flexible Form der Zielvorgabe für die durchschnittliche Inflation angesehen werden. Unsere Entscheidungen über eine angemessene Geldpolitik werden auch weiterhin ein breites Spektrum von Überlegungen widerspiegeln und nicht von irgendeiner Formel diktiert werden.

Jerome Powell in einer Rede am 27. August

Der Kontrast zur festgeschriebenen „Geldpolitik“ des Bitcoin-Protokolls könnte kaum sichtbarer sein. Mit seinem auf 21 Millionen Einheiten gedeckelten Gesamt-Supply und den regelmäßigen Halvings setzt BTC der „Flexibilität“ der Fed eine in Code verankerte „Geldpolitik“ entgegen, die ihn mit Gold zu einem der härtesten Assets machen.

Raoul Pal: „Inflation um jeden Preis“ wird Bitcoin-Kurs beflügeln

Kein Wunder also, dass viele Powells Rede als bullish für BTC und Gold interpretieren. Zu ihnen gehört auch Raoul Pal. Der CEO der Investment-Plattform Real Vision hat aus der Rede des US-Notenbank-Chefs auf seiner Twitter-Präsenz einen Bull Case für BTC destilliert:

Powell hat gezeigt, dass es eine NULL-Toleranz gegenüber einer Deflation gibt, so dass sie ALLES tun werden, um sie zu stoppen, und das ist gut für die beiden härtesten Vermögenswerte – Gold und Bitcoin. Powell WÜNSCHT Inflation. Ich glaube nicht, dass er eine echte bedarfsorientierte Inflation bekommt, aber er wird eine Fiat-Abwertung bekommen, zusammen mit den anderen Zentralbanken, die alle auf derselben Mission sind. Insgesamt denke ich, dass Bitcoin Gold übertrifft. Gold kann um das 2-, 3- oder sogar 5-fache steigen, während Bitcoin um das 50- oder sogar 100-fache steigen kann.

Raoul Pal auf Twitter

Beim gegenwärtigen Bitcoin-Kurs wären das 500.000 – 1.000.000 US-Dollar.

Winklevoss-Brüder stapeln tief: BTC nur bei 500.000 US-Dollar

Powells Rede hat auch das milliardenschwere Brüderpaar Cameron und Tyler Winklevoss auf denn Plan gerufen. Noch am selben Tag veröffentlichten die Gründer der Bitcoin-Börse Gemini einen Beitrag, in dem sie erklären, warum sie den Bitcoin-Kurs langfristig tief im sechsstelligen Bereich verorten. Wie Raoul Pal sehen auch Tyler und Cameron Winklevoss die Inflation als einen maßgeblichen Kurstreiber für Bitcoin.

Die Inflation ist im Anmarsch. Das in einer Bank gelagerte Geld wird überrollt werden. Geld, das in Vermögenswerte wie Immobilien oder den Aktienmarkt investiert wird, wird Schritt halten. Geld, das in Gold oder Bitcoin angelegt ist, wird die Plage überflügeln. Und in Bitcoin gelagertes Geld wird am schnellsten laufen und Gold überholen.

Dass Bitcoin Gold überholen wird, schließen die Autoren aus dessen rakenhaften Aufstieg zu einer Marktkapitalisierung von über 200 Milliarden US-Dollar

Heute beträgt die Marktkapitalisierung von oberirdischem Gold konservativ geschätzt 9 Billionen US-Dollar. Wenn wir mit dem Gold-Vergleich für die Bewertung von Bitcoin richtig liegen und Bitcoin so weiter macht, dann ist das Bull-Case-Szenario für Bitcoin, dass er um ein Vielfaches von 45 unterbewertet ist.

Macht nach Adam Ries einen Bitcoin-Kurs von 500.000 US-Dollar. Doch damit wäre das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Sollten andere Unternehmen beziehungsweise Notenbanken dem Beispiel von MicroStrategy folgen und einen Teil ihrer Reserve in Bitcoin anlegen, dann halten die Brüder auch eine Versechzigfachung des Kurses für möglich.


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