Brad Garlinghouse hat bei einem Auftritt an der KU School of Business erneut klargestellt, warum XRP aus seiner Sicht nie ein Wertpapier war. “Wir besitzen viel XRP, aber wir können es nicht kontrollieren, weil es Open Source ist”, sagte der Ripple-CEO. XRP-Inhaber hätten keinen Eigentumsanteil an Ripple, anders als bei den Aktienemissionen des Unternehmens zwischen 2012 und 2016. Der Unterschied sei bedeutend, denn eine Ripple-Aktie zu besitzen wäre etwas völlig anderes als XRP zu halten.
Diese Unterscheidung stand auch im Zentrum des SEC-Verfahrens, das 2020 eingeleitet wurde und Ripple letztlich rund 150 Millionen US-Dollar kostete. Garlinghouse traf die US-Börsenaufsichtsbehörde zwischen 2017 und 2019 viermal, ohne einen Anwalt hinzuzuziehen – weil niemand bei der SEC ihn je auf eine mögliche Wertpapiereinstufung hingewiesen hatte. Ripple gewann den Fall. Mit dem neuen SEC-Chef Paul Atkins bewertet Garlinghouse das regulatorische Umfeld ohnehin als deutlich konstruktiver als zuvor.
Charles Hoskinson widerspricht
Cardano-Gründer Charles Hoskinson sieht das allerdings völlig anders. Der Vorwurf, den er schon im Frühling klar und deutlich formulierte: Ripple nutze Preisanstiege, um XRP zu verkaufen und die Erlöse ins eigene Unternehmen zu leiten, ohne dass Holder davon profitieren. Ripple kaufe kein XRP zurück, sondern baue mit den Verkaufserlösen ein Unternehmensportfolio auf. Alles davon gehöre Ripple als Privatunternehmen, nicht den Token-Haltern.
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