Das Korsett wird enger Südafrika: Zentralbank fordert Verbot für Bitcoin-Überweisungen ins Ausland

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Christopher Klee

von Christopher Klee

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Südafrika-Flagge und Bitcoin-Logo (Grafik)

Quelle: Shutterstock

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In Südafrika plant man, Krypto-Überweisungen ins Ausland zu kriminalisieren.

Bitcoin-Überweisungen ins Ausland könnten in Südafrika bald unter Gefängnisstrafe stehen. Zumindest wenn es nach der “Intergovernmental Fintech Working Group” (IFWG) geht. Die Arbeitsgruppe, der unter anderem die südafrikanische Notenbank und die Finanzamarktaufsichtsbehörde FSCA angehören, hat sich der Entwicklung von “verantwortungsvoller Innovation” im Finanzmarkt verschrieben.


Wie das südafrikanische Tech-Nachrichtenportal Mybroadband berichtet, gehört dazu auch ein Verbot von Auslandsüberweisungen für Kryptowährungen, die an südafrikanischen Bitcoin-Börsen erworben worden sind.

Die Devisenkontrollverordnung 10(1)(c) verbietet Transaktionen, bei denen Kapital oder das Recht auf Kapital ohne Genehmigung des nationalen Finanzministeriums direkt oder indirekt aus Südafrika exportiert wird,

zitiert Mybroadband aus einem Positionspapier der Taskforce vom 11. Juni. Damit verbunden ist die Empfehlung, Kryptowährungen als Kapital im Sinne der Devisenkontrollverordnung zu klassifizieren (siehe Punkt 12).

Auszug aus dem Positionspapier der IFWG. Grün: Bereits im Gange. Gelb: 12 -24 Monate bis zur Umsetzung

Das Strafmaß für Zuwiderhandlungen gegen das Devisenkontrollgesetz liegt zwischen eine Geldstrafe von 250.000 Rand (rund 15.000 Euro) und bis zu 5 Jahren Haft.

Branche fordert Bitcoin-Regulierung nach Augenmaß

Gegenüber Mybroadband mahnt ein Manager von Luno eine Regulierung nach Augenmaß an. Luno ist eine Krypto-Börse, die nach eigenen Angaben über 2,1 Millionen Kund:innen in Südafrika zählt.

Ein schrittweiser Ansatz zur Umsetzung der Regulierung für die Krypto-Industrie in Südafrika – beginnend mit verpflichtenden AML/KYC-Verpflichtungen – ist ein sinnvoller Ansatz, der dazu beitragen wird, mögliche negative Auswirkungen der Regulierung abzumildern,

erklärt Marius Reitz, bei Luno General Manager für Afrika. Reitz warnt davor, die noch junge Krypto-Industrie mit zu strengen Auflagen zu ersticken oder in den Untergrund zu verdrängen. Luno arbeite daher eng mit den globalen Regulierungsbehörden zusammen. Das Ziel seien “angemessene” Maßnahmen für die Regulierung von Bitcoin und Co. zu eruieren.

Nachholbedarf aufseiten der Behörden sieht der Bitcoin-Börsen-Manager vor allem beim Verständnis der Blockchain-Technik.

Sie müssen sich mit einer neuen Technologie auseinandersetzen, die noch sehr wenige verstehen,

so Reitz. Die Empfehlungen der Task Force sind verbindlich. Das heißt, Hodler:innen in Südafrika könnten sich in 12-24 Monaten strafbar machen, wenn sie Bitcoin auf eine ausländische Exchange überweisen (und sich dabei erwischen lassen). Vorausgesetzt, die IFWG bessert nicht nach.


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Bank of AmericaEl Salvador: Bitcoin-Akzeptanz bekommt Unterstützung von US-Bankenriese

5 Stunden

Die Bank of America sieht El Salvadors Bitcoin-Pläne positiv. Das überrascht, da sich die Bank erst diesen März skeptisch gegenüber Bitcoin geäußert hat.


Bank of America – Vorteile Bitcoin als staatliches Zahlungsmittel

2021 ist es so weit – Bitcoin wird erstmalig ein gesetzliches Zahlungsmittel. El Salvador gibt dieses Jahr als erstes Land überhaupt bekannt, Bitcoin als Währung zu akzeptieren. Nun verkündet die Bank of America in einem auf Twitter veröffentlichten Dokument, dass dieser Schritt El Salvadors viele neue Möglichkeiten und positive Perspektiven für das Land bieten könnte. Diese Verkündung der Bank ist deshalb überraschend, da die Bank of America sich erst diesen März äußerst skeptisch gegenüber Bitcoin geäußert hat. Es gäbe keinen Grund Bitcoin zu halten, außer damit zu spekulieren, so die Bank, die zeitweise das größte Kreditinstitut der USA war.

Was für Vorteile könnte Bitcoin dem kleinen südamerikanischen Land bieten?

El Salvador verringert mithilfe Bitcoins die im Land sonst anfallenden Überweisungsgebühren. Bisher werden ein Viertel des Bruttoinlandsproduktes für Überweisungen ausgegeben. Bitcoin könnte dabei helfen, diese immensen Kosten zu senken, so die Bank of America. Dazu kommt, dass circa 70 Prozent der Salvadorianer keinen Zugang zu einem Bankkonto haben. Bitcoin könnte diesen Einwohnern ermöglichen, Zugang zu neuen Möglichkeiten zu gewinnen. 

El Salvador bald neuer Bitcoin Mining Hotspot?

Letztlich sieht die Bank of America als weiteren Vorteil, dass die Anerkennung Bitcoins als gesetzliches Zahlungsmittel Investitionen in das kleine Land fördern könnte. Da China Bitcoin Mining in diesem Jahr weitflächig verboten hat, sind viele Mining-Unternehmen auf der Suche nach neuen Standorten. Vielleicht sehen wir El Salvador bald als neuen Standort? Präsident Bukele äußerte sich etwa in Bezug auf die Möglichkeit, Geothermie aus Vulkanen für die Schürfung der Kryptowährung zu nutzen.

Mehrheit der El Salvadorianer jedoch skeptisch …

Von der Entscheidung der Regierung, Bitcoin als Zahlungsmittel zugelassen zu haben, ist die Mehrheit der Salvadorianer noch nicht überzeugt. Um diese Skepsis zu mildern und die Krypto-Adaption weiter voranzutreiben, planen unter anderem die Brüder des Salvadorianischen Präsidenten einen Stablecoin.

Es bleibt also spannend, inwieweit die Einwohner des südamerikanischen Landes Bitcoin als Währung annehmen. Denn auch andere Länder beobachten die Geschehnisse mit Spannung und Interesse. Die jüngsten Einschätzungen der Bank of America könnten sich positiv auf die Akzeptanz auswirken.

Diamond HandsTrotz 424,8 Millionen US-Dollar Verlust – MicroStrategy hält an Bitcoin-Strategie fest

3 Tagen

MicroStrategy will weiterhin an seiner “Digital-Asset-Strategie” festhalten – trotz einer Wertminderung in Höhe von 424,8 Millionen US-Dollar im ersten Halbjahr 2021. Was hat Michael Saylor vor?

Bei der Bekanntgabe der Unternehmensergebnisse des zweiten Quartals 2021 ließ Michael Saylor, berüchtigter CEO von MicroStrategy, verlauten, dass sein Unternehmen trotz enormer Verluste auf dem Papier weiterhin an seiner Bitcoin-Strategie festhalten würde.

Insgesamt hat MicroStrategy mit seinen Bitcoin-Investitionen seit dem Allzeithoch von Bitcoin bei 64.805 US-Dollar eine Wertminderung seiner Investitionen von insgesamt 689,6 Millionen US-Dollar hinnehmen müssen. Derzeit besitzt MicroStrategy rund 105.085 BTC mit einem Buchwert von 2,051 Milliarden US-Dollar.

MicroStrategy mit Bitcoin-Investitionen immer noch massiv im Plus

Das ist jedoch nur ein Verlust auf dem Papier und spiegelt nicht den realisierten Verlust wider. Zählt man alle Bitcoin-Investitionen zusammen, dann ist MicroStrategy mit seinen Investitionen immer noch mit über einer Milliarde US-Dollar im Plus. Man sollte nämlich nicht vergessen, dass MicroStrategy einen Großteil seiner BTC bereits im August, September und Dezember des Jahres 2020 gekauft hat.

Insgesamt liegt der Durchschnittskurs, zu dem MicroStrategy seine Bitcoins erworben hat, bei knapp 26.000 US-Dollar. Bei einem derzeitigen Bitcoin-Kurs von 38.708 US-Dollar sind die Investitionen des Unternehmens daher nach wie vor äußerst lukrativ.

Zur Kasse, bitteDash wird jetzt in 155.000 Geschäften akzeptiert

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Mit der Kryptowährung Dash lässt sich künftig in 155.000 Geschäften zahlen. Möglich macht das die neue DashDirect-App.

Es ist offiziell: Dash hat die DashDirect-App gelauncht, über die die Kryptowährung an 155.000 Geschäften und 125 Online-Händlern in den USA akzeptiert wird. Darunter finden sich Einzelhandelsketten wie GameStop, Subway, Staples oder Chipotle, ebenso wie einige kleinere Eckläden. Mit einer Art Treue-Programm, das laut Dash bis zu zwölf Prozent Rabatt auf Einkäufe gewährt, soll sich der Anreiz für Nutzer erhöhen. Die Rabatte sollen sich sogar künftig noch erhöhen, sobald “die Nutzung der App insgesamt zunimmt”. Auch eine “Tip”-Funktion enthält die App, mit der Nutzer Dash-Trinkgelder in Restaurants geben können.

Die App ist das Ergebnis einer Investition der Dash Investment Foundation in das Finanztechnologie-Unternehmen CrayPay. Bereits im Januar gab Dash dahingehend Pläne einer Zahlungs-App bekannt. Für die Akzeptanz der Kryptowährung ist die App ein großer Wurf. Das sehen Investoren wohl auch so. Der Privacy Coin wider Willen hat in den letzten 24 Stunden acht Prozent an Wert zugelegt.

Mit sofortiger WirkungBreaking – Binance stellt Futures- und Derivate-Handel in Deutschland ein

3 Tagen

Mit sofortiger Wirkung stellt Binance den Futures- und Derivate-Handel in Deutschland, Italien und den Niederlanden ein. Offene Positionen müssen ab einem späteren Zeitpunkt innerhalb von 90 Tagen geschlossen werden.

Binance zieht sich aus dem Derivatehandel in Europa zurück. In Deutschland, den Niederlanden und Italien können bereits keine Konten für Derivate und Futures eröffnet werden, wie die Krypto-Börse mitteilen ließ. Weitere Länder in der EU sollen folgen. Für offene Position soll eine Übergangszeit von 90 Tagen gelten. Den Zeitpunkt will Binance in einer weiteren Mitteilung bekannt geben.

Zur Begründung heißt es, dass die Produkte wegen der weltweiten Entwicklung des Krypto-Ökosystems neu evaluiert werden müssten, “um die Bedürfnisse unserer Nutzer zu erfüllen”. Wer jedoch die jüngsten Entwicklungen im Hause Binance verfolgt hat, weiß, dass die Börse in letzter Zeit Druck von Aufsichtsbehörden bekommen hat. Den Anfang machte die BaFin im April, als sie Binance wegen fehlender Prospekte gerügt hat. Großbritannien, Japan und Kanada haben die Dienstleistungen schließlich vergangenen Monat eingeschränkt. Wichtige Partner wie die britische Großbank Barclays und Clear Junction sind ebenfalls bereits abgesprungen. Und auch die Stock Token musste die Börse wohl wegen rechtlicher Probleme aus dem Angebot entfernen.