Milliardenminus 

Strategy erleidet historischen Verlust: Wankt Michael Saylors Bitcoin-Wette?

Die schlechte Marktlage bei Bitcoin wird für Strategy zunehmend zur Belastung. Das Milliardenloch wird immer größer. Platzt jetzt die Wette?

Daniel Hoppmann
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Strategy-Gründer Michael Saylor auf einer Bühne.

Beitragsbild: picture alliance / Sipa USA | Travis Ball

| Wie lange hält Strategy dem Abverkauf stand?

Neuer Negativrekord bei Strategy. Das Bitcoin-Portfolio des Treasury-Unternehmens weist mittlerweile einen zweistelligen Milliardenverlust aus. Das zeigen Tracking-Daten. Demnach sank der Nettoinventarwert um 10,8 Milliarden US-Dollar ab. Damit liegt die Wette von Firmengründer Michael Saylor nun knapp 17 Prozent im Minus.

Über die vergangenen Monate ist der Bitcoin-Kurs kontinuierlich gefallen und setzte dem Unternehmen immer weiter zu. Kritik an der Bitcoin-Strategie wies Saylors stets zurück, schloss jedoch Verkäufe der Kryptowährung nicht mehr kategorisch aus.

Am Montagnachmittag herrschte dann Gewissheit. Strategy verkaufte erstmals seit 2022 Bitcoin im Wert von 2,5 Millionen US-Dollar – und sorgte für zusätzliche Panik am Markt. Die Kryptowährung sank in der Folge zeitweise auf unter 63.000 US-Dollar.

Bricht die STRC-Dividende Strategy das Genick?

Marktbeobachter halten derweil auch weitere Verkäufe für möglich. Das liege nicht zuletzt auch an den hohen Dividenden, die Strategy für seine Vorzugsaktien zahlt. “Sie müssen jetzt jedes Jahr knapp 1,7 Milliarden Dollar an Dividenden in bar auszahlen – und das als Firma, die operativ kaum Kohle einnimmt”, sagt Martin Leinweber vom Indexanbieter MarketVector gegenüber BTC-ECHO.

Die Verbindlichkeiten dürften perspektivisch sogar zunehmen. Denn bei der STRC-Vorzugsaktie verfolgt Strategy einen Zielwert von 100 US-Dollar. Aktuell liegt der Kurs jedoch nur bei rund 96 US-Dollar. Um das Produkt für Anleger attraktiver zu machen und den Kurs wieder näher an die Zielmarke zu bringen, erhöht Strategy in solchen Fällen meist die Dividende. Für das Unternehmen bedeutet das: Die Kosten könnten weiter steigen.

Leinwebers warnt: “Wenn das Management es nicht kurzfristig schafft, irgendwoher ausreichend Cash aufzutreiben, ohne die eigenen Bitcoin-Bestände weiter zu liquidieren, sehen wir am gesamten Krypto-Markt neue Tiefs.”

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