Der weltweit führende Stablecoin-Emittent Tether treibt die Expansion in den USA voran und baut dafür erstmals eine eigene operative Struktur im Land auf. Vor allem CEO Paolo Ardoino sorgte zuletzt auf internationalen Konferenzen für Aufmerksamkeit, aber im Hintergrund arbeitet ein neues Team am Markteintritt. Geleitet wird die Initiative laut einem Bloomberg-Bericht vom früheren Footballspieler und Ex-Krypto-Berater des Weißen Hauses, Bo Hines. Von North Carolina aus soll er künftig den Aufbau des US-Geschäfts koordinieren.
Kern der US-Strategie soll ein neuer Stablecoin namens “USAT” werden. Anders als der weltweit dominierende USDT ist dieser Token speziell auf die US-Regulierung zugeschnitten. Diese wird vor allem durch den Genius Act aus dem Jahr 2025 geprägt, welcher strengere Anforderungen an Stablecoin-Emittenten stellt. Demnach müssen sie unter anderem ihre Reserven verstärkt in US-Staatsanleihen halten und klare Vorgaben bei Transparenz und Compliance erfüllen.
Stablecoins als Zahlungsmittel der Zukunft?
Ardoino sieht darin in erster Linie eine Chance für den Markt. “Wir glauben, dass Stablecoins zu einer grundlegenden Infrastruktur für digitale Zahlungen werden können”, sagte der Tether-Chef. Der neue Token soll daher nicht nur für Krypto-Investoren gedacht sein, sondern vermehrt im Alltag eingesetzt werden. Gerade in den Vereinigten Staaten könnten Stablecoins laut Tether eine Alternative zu klassischen Zahlungssystemen bieten.
Bitcoin, Ethereum und auch Stablecoins findest du auf der MiCA-lizenzierten Krypto-Börse Bitpanda aus Wien. Einfach registrieren und direkt mit dem Handeln starten.
Während Stablecoins in Schwellenländern heute oft genutzt werden, um zu sparen oder Geld günstig ins Ausland zu überweisen, läge der Fokus in den USA damit auf einem ganz anderen Aspekt. Befürworter argumentieren, dass Händler und Kunden so die teils hohen Gebühren von Kreditkarten und Banken umgehen könnten. Kritiker warnen allerdings vor fehlenden Schutzmechanismen und der endgültigen Abwicklung von Transaktionen. Mehr über die Bedeutung von Stablecoins für die Dollarhegemonie lest ihr hier: “Wo Bitcoin gegen den US-Dollar verliert“.
