"Einschränkung ist niemals die richtige Antwort" 

Russland ermittelt gegen Telegram-CEO wegen Terror-Verdacht in Chats

Russische Behörden ermitteln gegen Telegram-CEO Pavel Durov wegen mutmaßlicher Terror-Unterstützung. Auslöser sei die Weigerung, 155.000 Kanäle zu löschen.

Dominic Döllel
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Pavel Durov, der Gründer von Telegram, mit dem Telegram-Logo-.

Beitragsbild: Shutterstock

| Pavel Durov zieht wieder Ärger auf sich
  • Die russischen Behörden haben laut übereinstimmenden Medienberichten ein Strafverfahren gegen den Telegram-Mitgründer und CEO Pavel Durov eingeleitet. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte die Untersuchung.
  • Die Ermittlungen folgen auf eine verschärfte Gangart der russischen Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor gegenüber dem Messenger-Dienst Anfang Februar. Hintergrund ist die Weigerung von Telegram, umfangreiche Inhalte mit extremistischem Bezug zu entfernen.
  • Wie die staatsnahe Zeitung Komsomolskaya Pravda berichtet, habe Telegram rund 155.000 Kanäle, Chats und Bots mit illegalen oder schädlichen Inhalten bislang nicht gelöscht. Darunter befänden sich 104.000 Kanäle mit Falschinformationen, 11.000 mit extremistischen Inhalten, 4.200 zur Rechtfertigung extremistischer Aktivitäten sowie 3.800 mit Drogenbezug.
  • Pavel Durov hatte in der Vergangenheit erklärt, der Druck aus Russland solle Nutzer zu einem staatlich unterstützten Messenger-Dienst lenken. Ähnliche Versuche habe es auch in anderen Ländern gegeben, unter anderem im Iran.
  • “Die Einschränkung der Freiheit der Bürger ist niemals die richtige Antwort. Telegram steht für Meinungsfreiheit und Privatsphäre – unabhängig vom Druck”, schreibt Durov in einer Nachricht.
  • Parallel dazu steht Durov auch in anderen Ländern unter Beobachtung. In Frankreich läuft weiterhin ein Verfahren gegen ihn, nachdem er im August 2024 festgenommen worden war. Inzwischen wurde er wieder entlassen und ist nach Dubai ausgereist.
  • Die hauseigene Telegram Kryptowährung Toncoin (TON) ist in den letzten 24 Stunden um drei Prozent gesunken. Auslöser dafür war aber wohl eher der breite Abverkauf am Krypto-Markt.

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