Der Krypto-Markt bleibt im Wartemodus. Während sich die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran erneut verschärfen, zeigen sich Bitcoin und die meisten Altcoins vergleichsweise stabil. Die Gesamtmarktkapitalisierung verliert auf Tagessicht rund ein Prozent. Bitcoin gibt um 0,3 Prozent nach und notiert knapp unter der Marke von 64.000 US-Dollar. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von rund zwei Prozent. Der Fear and Greed Index verharrt unterdessen unverändert bei 26 Punkten im Bereich “Angst”.
Ethereum kann sich dem schwachen Gesamtmarkt leicht entziehen und gewinnt 0,3 Prozent auf rund 1.800 US-Dollar. XRP, Solana, BNB und Tron notieren dagegen leicht im Minus. Hyperliquid zählt mit einem Tagesplus von rund einem Prozent zu den wenigen Gewinnern unter den größeren Kryptowährungen.
Onchain-Daten senden gemischte Signale
Auch die Onchain-Daten zeichnen derzeit kein eindeutiges Bild. Nach Angaben des Analysehauses CryptoQuant kühlte sich die Hebelwirkung am Terminmarkt zuletzt etwas ab. Die Funding Rate ging im Tagesvergleich zurück und deutet darauf hin, dass das Risiko einer überhitzten Long-Positionierung zunächst nachgelassen hat. Gleichzeitig sank das Open Interest leicht, nachdem es in den Tagen zuvor deutlich gestiegen war. Die Analysten werten das eher als Verschnaufpause.
Bei den Bitcoin-Zuflüssen auf Börsen zeigt sich ebenfalls keine klare Trendwende. Zwar verzeichnete CryptoQuant am Freitag einen leichten Nettozufluss, auf Wochensicht überwiegen jedoch weiterhin deutliche Abflüsse. “Die Daten sprechen derzeit eher für ein neutrales bis konstruktives Marktbild als für ein starkes Kaufsignal”, heißt es weiter. Solange die Börsenzuflüsse niedrig bleiben und sich die Hebelwirkung nicht erneut deutlich erhöht, gebe es weder Anzeichen für zunehmenden Verkaufsdruck noch für eine überhitzte Marktphase.
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