Der nächste Skandal? 

Krypto-Insiderhandel: Ermittler deckt mutmaßlichen Datenmissbrauch für Memecoin-Trades auf

Krypto-Ermittler ZachXBT schlägt Alarm wegen möglicher Marktmanipulation. Ein Axiom-Mitarbeiter soll interne Daten ausgenutzt haben.

Tobias Zander
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Nahaufnahme eines Händlers, der eine Brille trägt und ein Börsenchart mit rückläufigen roten Kerzenleuchtern analysiert, die sich in den Gläsern spiegeln.

Beitragsbild: Shutterstock

| Immer wieder kommen fragwürdige Insidertrades im Krypto-Bereich ans Licht
  • Der Blockchain-Ermittler ZachXBT erhebt schwere Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter der Onchain-Handelsplattform Axiom Exchange. Ein leitender Angestellter soll internen Zugriff auf Nutzerdaten missbraucht haben, um private Wallets zu identifizieren und Handelsmuster prominenter Krypto-Influencer zu analysieren.
  • Ziel sei es gewesen, mögliche Kursbewegungen bei Memecoins frühzeitig zu erkennen und sich strategisch zu positionieren. Konkret geht es um einen in New Yorker ansässigen Mitarbeiter. Laut den Recherchen nutzte er interne Dashboards, um sensible Informationen wie verknüpfte Wallet-Adressen, Registrierungsdaten und Nutzerkennungen auszulesen.
  • Diese Daten sollen in kleiner Runde geteilt und ausgewertet worden sein, auch über externe Dokumente mit gesammelten Wallet-Profilen bekannter Krypto-Persönlichkeiten. In veröffentlichten Audioaufnahmen ist außerdem zu hören, wie der mutmaßliche Insider beschreibt, nahezu jeden Nutzer über interne Codes verfolgen zu können.
  • Die Auswertung sei schrittweise ausgeweitet worden, um keinen Verdacht zu erregen. Die Gruppe habe gezielt Krypto-Trader beobachtet, die größere Memecoin-Positionen aus privaten Wallets aufbauten, bevor sie Projekte öffentlich bewarben.
  • Axiom bestätigte den Missbrauch interner Support-Tools und reagierte öffentlich mit deutlichen Worten. Der Zugang zu den Systemen sei entzogen worden und verantwortliche Personen sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, dass dieses Verhalten nicht den eigenen Werten entspreche und der Schutz der Nutzer oberste Priorität habe.
  • Auch On-Chain-Daten deuten laut ZachXBT auf Verbindungen zu zentralen Börsen-Wallets hin, aber ein eindeutiger Insiderhandelsnachweis sei ohne interne Logdaten noch nicht möglich. Die Vorwürfe fallen in eine Phase wachsender Sensibilität für Marktmanipulation im Krypto-Sektor. Erst kürzlich verklagte der Terraform-Insolvenzverwalter das Handelshaus Jane Street wegen mutmaßlicher Marktmanipulation.
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