Die Krypto-Branche muss erneut zahlreiche Stellen streichen: Jüngstes Beispiel ist die Algorand Foundation, die rund 25 Prozent ihrer Belegschaft entlassen hat. Als Begründung nennt das Unternehmen ein unsicheres makroökonomisches Umfeld sowie die anhaltende Schwäche im Krypto-Markt.
Algorand reiht sich damit in eine Serie von Einschnitten ein. Bereits im Februar kündigte Gemini an, etwa 200 Stellen zu streichen. Auch Crypto.com bestätigte kürzlich einen Personalabbau von rund zwölf Prozent.
Weitere Unternehmen folgten diesem Trend. OP Labs reduzierte seine Belegschaft um 20 Mitarbeitende. PIP Labs trennte sich von fünf Festangestellten sowie drei externen Kräften. Messari wiederum leitete bereits die dritte Entlassungsrunde seit 2023 ein, ohne konkrete Zahlen zu nennen.
Erinnerungen an Krypto-Winter 2022 werden wach
Die Begründungen unterscheiden sich im Detail, weisen aber klare Parallelen auf. Während Algorand vor allem auf Marktbedingungen und schwache Token-Preise verweist, betonen andere Unternehmen verstärkt Effizienzgewinne durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Gemini etwa erklärte, der Verzicht auf KI werde künftig einem Arbeiten mit veralteter Technologie gleichkommen. Auch Crypto.com sieht in der Integration von KI einen zentralen Hebel für Produktivität.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass dies erst der Anfang sein könnte: Bereits im Krypto-Winter 2022 wurden über 26.000 Jobs gestrichen. Die aktuellen Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich die Branche erneut in einer Phase struktureller Neuordnung befindet.
