Transparenzbericht 2025 

Kraken: Immer mehr Behörden fordern Nutzerdaten – Deutschland auf Platz 2

Die Krypto-Börse Kraken zeigt in einem aktuellen Bericht: Immer mehr Behörden fordern Nutzerdaten. Deutschland belegt den dritten Platz.

Daniel Hoppmann
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Eine Bitcoin-Münze vor einer Deutschlandflagge

Beitragsbild: Shutterstock

| Der Wissensdurst der Behörden steigt weltweit

Die Krypto-Handelsplattform Kraken sieht ein wachsendes Interesse der Strafverfolgungsbehörden und anderer regulatorischer Institutionen an den Nutzerdaten der Börse. Laut dem aktuell veröffentlichten Transparenzbericht für das Jahr 2025 stiegen die weltweiten Datenanfragen um 16,5 Prozent auf insgesamt 7.957 Fälle. Dabei fragten Behörden aus 74 Ländern an. Deutschland nimmt dabei eine zentrale Rolle ein: Mit einem Anteil von 6,2 Prozent der betroffenen Konten liegt die Bundesrepublik im globalen Vergleich auf dem dritten Platz, nur hinter den USA (27,8 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (11,3 Prozent).

Was die Anzahl an Behördenanfragen nach Herkunftsland angeht, liegt Deutschland sogar auf Platz zwei, vor Großbritannien. Fast jede zehnte Anfrage kam von deutschen Behörden, heißt es in dem Bericht.

Nur jede zweite Anfrage führt zur Datenherausgabe

Trotz des regulatorischen Drucks betont das 2011 gegründete Unternehmen den Schutz der Nutzerdaten. Kraken habe in 51,3 Prozent der Fälle Informationen an Behörden herausgegeben, heißt es in einer Mitteilung, die BTC-ECHO vorliegt. Eine Übermittlung sei ausschließlich nur dann erfolgt, wenn die Gesuche “sämtliche rechtlichen Anforderungen” vollständig erfüllen. Unzureichende oder zu weitreichende Anfragen weist die Plattform konsequent zurück oder schränkt diese ein.

CJ Rinaldi, Chief Compliance Officer bei Kraken, äußerte sich dazu so: “Jede Offenlegung wird anhand strenger rechtlicher und interner Standards geprüft, um unsere Kunden zu schützen und unseren Verpflichtungen nachzukommen.”

Kraken sieht Entwicklung als positives Signal

Das Management der Krypto-Börse wertet das steigende Volumen der Anfragen als positives Signal für den Sektor. Der Trend spiegle die zunehmende regulatorische Akzeptanz und die Integration digitaler Assets in das globale Finanzsystem wider, heißt es.

Was den Austausch von Steuerdaten angeht, dürfte sich mittelfristig jedoch einiges ändern. Immerhin gilt seit Anfang des Jahres die DAC8. Die Regelung verpflichtet Krypto-Börsen, steuerrelevante Daten zu sammeln und an Finanzbehörden zu übermitteln.

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