Geopolitik 

IWF warnt vor neuem Iran-Schock: Wie heftig wird es für Bitcoin?

Öl, Inflation und geopolitische Unsicherheit rücken wieder ins Zentrum der Märkte. Der IWF sieht darin einen globalen Schock, dessen Folgen auch Bitcoin und andere Risiko-Assets zu spüren bekommen könnten.

Timur Yildiz
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IWF-Gebäude mit Person unter Regenschirm als Symbolbild für die Warnung des Internationalen Währungsfonds vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs

Beitragsbild: Shutterstock

| Der IWF warnt vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs und sieht steigende Energiepreise als zentralen Übertragungskanal auf Märkte und Wachstum

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor den globalen Folgen des Kriegs im Nahen Osten. In einem Blogpost spricht der IWF von einem “globalen, aber asymmetrischen Schock” und schreibt, dass letztlich “alle Wege zu höheren Preisen und schwächerem Wachstum führen”. Hauptübertragungskanäle seien Energiepreise, Lieferketten und Finanzmärkte.

Für Bitcoin und den Kryptomarkt ist das vor allem makroökonomisch relevant. Bleiben Öl, Gas sowie Transport- und Inputkosten erhöht, steigt der Druck auf Inflation und Finanzierungsbedingungen. Genau das verschlechtert in der Regel auch das Umfeld für Risiko-Assets wie Aktien und Krypto. Der IWF verweist ausdrücklich darauf, dass die globalen Aktienmärkte bereits gefallen, die Anleiherenditen gestiegen und die Finanzierungsbedingungen weltweit straffer geworden seien.

Steigende Energiepreise belasten auch Bitcoin

Besonders schwer wiegt aus Sicht des Fonds die Lage rund um die Straße von Hormus. Laut IWF laufen dort rund 25 bis 30 Prozent des weltweiten Ölhandels und 20 Prozent des globalen LNG-Handels durch. Die faktische Schließung der Route und Schäden an regionaler Infrastruktur hätten laut der Internationalen Energieagentur (IEA) die größte Störung des globalen Ölmarkts in seiner Geschichte ausgelöst. Die Preise für Brent und WTI haben zuletzt deutlich angezogen, was den Druck auf die Weltwirtschaft zusätzlich erhöht.

Der Fonds warnt zudem vor zweiten und dritten Rundeneffekten. Höhere Energiepreise verteuern Produktion und Transport, gestörte Düngemittel- und Nährstofflieferungen treiben Lebensmittelpreise, und anhaltend hohe Preise könnten die Inflationserwartungen nach oben treiben. Das würde es Notenbanken schwerer machen, den Schock einzudämmen, ohne das Wachstum zusätzlich abzuwürgen. Für Bitcoin heißt das: Das Narrativ schneller Zinssenkungen dürfte es in einem solchen Umfeld schwerer haben.

Noch ist der Ausgang offen. Der IWF betont, dass viel davon abhängt, wie lange der Krieg dauert, wie weit er sich ausweitet und wie stark Infrastruktur und Lieferketten beschädigt werden. Eine ausführlichere Einschätzung will der Fonds am 14. April auf dem neuen World Economic Outlook vorlegen. Für Bitcoin-Anleger bleibt der Ölmarkt damit vorerst einer der wichtigsten externen Risikofaktoren.

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