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Fed-Wende nach neuen Inflationsdaten: Bitcoin und Altcoins drehen auf

Bitcoin steigt auf rund 64.700 US-Dollar, nachdem die US-Inflation stärker als erwartet zurückgeht. Auch Ethereum und zahlreiche Altcoins legen deutlich zu.

Johannes Dexl
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Der neue Fed-Chef Kevin Warsh vor US-Flaggen.

Beitragsbild: picture alliance / AdMedia

| Auch Fed-Chef Kevin Warsh dürfte angesichts der neuen Inflationszahlen aufatmen

Bitcoin und Altcoins starten mit deutlichen Kursgewinnen in den Mittwoch. Die größte Kryptowährung notiert aktuell bei rund 64.700 US-Dollar und liegt auf Sicht der vergangenen 24 Stunden 3,2 Prozent im Plus. Ethereum steigt um fast fünf Prozent und nähert sich der Marke von 1.900 US-Dollar.

Auch bei den größeren Altcoins dominieren grüne Vorzeichen. XRP und Solana legen jeweils um mehr als drei Prozent zu. Hyperliquid steigt um fast fünf Prozent, ZCash sogar um mehr als neun Prozent. Noch stärker entwickeln sich einige kleinere Krypto-Assets: Pi führt die Gewinnerliste mit einem Plus von mehr als 17 Prozent an. Pump.fun und Lighter gewinnen jeweils über zwölf Prozent.

Inflationsdaten treiben Krypto an

Auslöser für die breite Erholung sind neue Inflationsdaten aus den USA. Die Teuerungsrate fiel im Juni stärker als von Ökonomen erwartet. Die Gesamtinflation sank von 4,2 auf 3,5 Prozent. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise herausgerechnet werden, ging von 2,9 auf 2,6 Prozent zurück.

Für die Finanzmärkte ist vor allem der Rückgang der Kerninflation entscheidend. Er deutet darauf hin, dass der nachlassende Preisdruck nicht ausschließlich auf günstigere Energiepreise zurückzuführen ist. Damit verliert das wichtigste Argument für eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank an Gewicht.

Die von Prognosemarkt Polymarket eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli brach nach der Veröffentlichung von über 31 Prozent auf rund 7 Prozent ein. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen fiel um sechs Basispunkte. Anleger schichteten daraufhin wieder verstärkt in risikoreichere Anlagen wie Technologieaktien und Krypto-Assets um.

Warum hohe Zinsen Bitcoin belasten

Hohe Zinsen gelten grundsätzlich als Belastung für Bitcoin. Steigen die Renditen auf Bargeld und Staatsanleihen, können Investoren vergleichsweise sichere Erträge erzielen. Anlagen ohne laufende Ausschüttungen und mit hohen Kursschwankungen verlieren dadurch an Attraktivität. Nachlassender Inflationsdruck reduziert dagegen die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen und verbessert das Umfeld für den Krypto-Markt.

Auch die Aktienmärkte reagierten positiv. Besonders kräftig legten Technologieaktien zu. Der südkoreanische Kospi sprang sogar um 8,2 Prozent nach oben. Unsicherheit geht jedoch vom Ölmarkt aus. Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl stieg um rund ein Prozent auf mehr als 85 US-Dollar und verzeichnete damit den dritten Gewinntag in Folge. Hintergrund sind neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Iran sowie die erneute Blockade iranischer Schiffe in der Straße von Hormus. In nur zwei Handelssitzungen verteuerte sich Rohöl um rund elf Prozent. Bleiben die Energiepreise längerfristig erhöht, könnte dies den Inflationsdruck erneut verstärken.

Auch der jüngste Rücksetzer auf dem südkoreanischen Aktienmarkt sorgt derzeit für Verunsicherung, weshalb auch beim BTC-ECHO-Musterdepot von Zukäufen abgesehen wurde.

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