Krypto-Börse dementiert Sanktionsverstöße 

Binance bestreitet Iran-Transfers in Milliardenhöhe

Neue Vorwürfe zu Sanktionsverstößen bringen Binance in Erklärungsnot. Die Krypto-Börse spricht von falschen Darstellungen.

Moritz Draht
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Das Binance-Logo auf einem Gebäude

Beitragsbild: Shutterstock

| Binance weist Vorwürfe zu Iran-bezogenen Transaktionen zurück
  • Die Krypto-Börse Binance hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach über die Plattform sanktionsrelevante Transaktionen mit Verbindungen in den Iran abgewickelt worden seien. Hintergrund ist ein Bericht des US-Magazins Fortune, dem zufolge interne Ermittler Transfers im Umfang von mehr als einer Milliarde US-Dollar identifiziert haben sollen, die zwischen März 2024 und August 2025 über Binance liefen. Dabei soll es sich um Transaktionen mit dem Stablecoin USDt auf der Tron-Blockchain gehandelt haben.
  • Wie Fortune zudem berichtet, sollen mindestens fünf interne Ermittler mit Strafverfolgungshintergrund nach Dokumentation der Vorgänge entlassen worden sein. Weitere leitende Compliance-Mitarbeiter hätten das Unternehmen in den vergangenen Monaten verlassen.
  • Binance widersprach dieser Darstellung nun. “Das ist kategorisch falsch. Kein Ermittler wurde entlassen, weil er Compliance-Bedenken geäußert oder potenzielle Sanktionsprobleme gemeldet hat, da keine Verstöße vorliegen”, erklärte die Börse in einer Stellungnahme.
  • Binance erklärte, eine interne Prüfung mit externen Rechtsberatern habe keine Sanktionsverstöße ergeben. Man erfülle weiterhin alle regulatorischen Auflagen im Rahmen der laufenden Überwachung. Der Vorwurf, zugesagte Verpflichtungen würden nicht eingehalten, sei falsch.
  • Binance hatte 2023 einer Einigung mit US-Behörden zugestimmt und 4,3 Milliarden US-Dollar wegen Verstößen gegen Geldwäsche- und Sanktionsvorschriften gezahlt. Gründer Changpeng Zhao trat als CEO zurück und verbüßte eine viermonatige Haftstrafe, zudem steht die Börse unter unabhängiger Compliance-Überwachung.
  • Im Dezember berichtete die Financial Times, dass seit 2021 rund 1,7 Milliarden US-Dollar über verdächtige Konten bewegt worden seien, darunter etwa 144 Millionen US-Dollar nach dem Schuldeingeständnis.
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