Der CEO des Verwahrdienstleisters BitGo, Mike Belshe, sieht Krypto-Unternehmen in Hinblick auf das Thema Verwahrung klar im Vorteil gegenüber den traditionellen Bankhäusern. In einem Interview mit TheBlock erklärt er, dass klassische Finanzinstitute strukturelle Interessenkonflikte hätten, wenn sie gleichzeitig Handel und Verwahrung anbieten wollen. Während Banken mit ihren Handelsabteilungen direkt am Marktgeschehen verdienen, müssten Krypto-Custodians vor allem eines leisten: Digitale Assets sicher verwahren.
Nach Ansicht von Belshe ist das Geschäftsmodell vieler Krypto-Dienstleister deshalb stabiler, weil ihre Einnahmen nicht primär vom Handel abhängen. Bei BitGo stammen beispielsweise mehr als 80 Prozent der Umsätze aus Gebühren für Verwahrung und Staking. Diese wiederkehrenden Einnahmen werden deutlich weniger von kurzfristigen Kursbewegungen im Krypto-Markt beeinflusst. Für institutionelle Anleger sei diese Planbarkeit besonders wichtig, wenn sie größere Summen in Krypto investierten.
Der BitGo-Chef betrachtet seine Firma daher als elementare Infrastruktur der Krypto-Industrie. Mit mehr als 100 Milliarden US-Dollar an verwahrten digitalen Vermögenswerten und Tausenden institutionellen Kunden habe sich das Unternehmen bereits fest im Markt etabliert. Belshe vergleicht die Rolle von BitGo mit der Infrastruktur von Cloud-Anbietern.
Ganz zufällig ist das Timing seiner Aussagen nicht. Weil die regulatorische Klarheit und damit das Interesse institutioneller Investoren an Krypto wächst, wird auch das Thema Verwahrung immer wichtiger. Verschiedene Analysten glauben bereits, dass BitGo ein Übernahmeziel für US-Großbanken werden könnte. Sollte sich diese Einschätzung bewahrheiten, würde es die These von Belshe bestätigen, dass spezialisierte Krypto-Infrastruktur den traditionellen Banken noch deutlich voraus ist.
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